NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS


ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M. A. BUENO

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MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

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EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE

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-------------- B L O G nº 1 --------------

© copyright del autor

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Mostrando entradas con la etiqueta orchidacee. Mostrar todas las entradas
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lunes, 27 de marzo de 2017

HELMUT PRESSER Y SUS ORQUÍDEAS - ESTUDIO - Orchideen, orchid, orquídies, orkideak, orchidées, ऑर्किड, סחלביים, orchidacee, ラン科, orchideeënfamilie, ...

Mi amigo botánico Helmut Presser me envía su último estudio, y me dice lo siguiente:


 Einleitung
Eigentlich liegt Asien außerhalb meines Dunstkreises. Aber nachdem ich die Türkei schon 4x besucht hatte, fallen die Hemmungen zusehens, schon weil die derzeit kein Ziel für mich ist. Da bot sich das Heilige Land an.
Fasching war heuer relativ spät und so suchte man neue botanische Ziele für einen frühen Saisonbeginn. Durch einen israelischen Orchideenfreund hatte ich nun Veranlassung, auch einmal über das  Mittelmeer nach SO zu schauen. Dort gibt es doch einige endemische Arten, dazu auch sehr ähnliche wie auf Zypern, die ich ja schon kenne.

Hauptteil
Von München aus ging es als erstes nach Tel Aviv, natürlich nach dem Durchlaufen sehr aufwändiger Sicherheitsschleusen. Dazu sollte man 3 h vor Flugbeginn anwesend sein. Insgesamt ging alles aber doch schneller als bei normalen Flügen. Zum Glück hatte ich mir die beiden Direktflüge auf die Mittagszeit gelegt. So kam ich vor Sonnenuntergang an und wurde von einem Prepaid-Taxi 100 km weit nach Haifa gebracht. Es war ja Sabbath und der Zugverkehr ist dann mäßig. Übrigens gab es in den eher kleinen Flieger noch Sandwich und Softdrinks. In Haifa wohnte ich bei einem Orchideenfreund, mit dem ich auch meistens exkursierte. Auch der hiesige Orchideenkenner führte mich bzw. fuhr mich herum. Die Gastfreundschaft wird hier sehr hoch gehalten. Allein war ich diesmal eher selten unterwegs. Auf der Heimreise nahm ich dann den deutlich billigeren, aber überfüllten Zug (auch mit Gepäckkontrolle, doch fast jeder zehnte schleppte ein Schnellfeuergewehr rum; Sonntag früh ist wie Montag bei uns) zum Flugplatz. Auch dort gab es ausreichend Sicherheitskontrollen, man darf aber eine Flasche Wasser mitnehmen. Letzteres war gut, denn 3,80 € für ein Fläschchen ist absolut indiskutabel.
Sehr gewöhnungsbedürftig ist die hebräische Schrift, ich konnte gerade einen Buchstaben lesen, das O. Und das war nicht mal eins. Allerdings sind die meisten Schilder auch arabisch beschriftet, was jedoch nicht wirklich weiter hilft. Beide schreiben ja schon mal in die falsche Richtung. (Ein Wunder, dass sie nicht auch auf der falschen Straßenseite fahren.) Als letztes kommt dann englisch, womit man doch viel mehr anfangen kann. Nichtsdestotrotz ist die Lebensart ein wenig arabisch angehaucht, was man an der unverständlichen Sprache und der Fahrermentalität hören kann. Die Weine sind hervorragend oder mein Gastgeber hat ein spezielles Händchen dafür. Letzteres ist wahrscheinlich, denn auch das heimische Essen war richtig delikat. Die Landschaft erinnert ein wenig ans "heimische" Malta, viele moderne Städte zwischen steiniger Landschaft. Aber es war auch sehr grün hier und da, nicht zu wenig Ackerbau.
Interessant wären die vielen Orte gewesen, die man so aus der Bibel kennt: Nazaret, See Genezaret, Jerusalem u.v.m. Um dort aber mal reinzuschauen, müsste man schon mehr als eine Woche Zeit haben - die Natur ist doch außergewöhnlich reichhaltig und unerwartet vielfältig.
Meist waren wir auf dem nahe gelegenen Mt. Carmel. Wir besuchten auch den höchsten Berg, den Mt. Meron, wo wir einige gute allgemeinbotanische Funde machten. Da kamen wir auch an die Grenze zum Libanon. Am vorletzten Tag machten wir eine besonders interessante Exkursion zum 200 km entfernten Toten Meer. Wir gingen nicht über den Jordan, sondern fuhren diesen und die jordanische Grenze entlang im israelisch kontrollierten Palästinenser-Gebiet nach S. U.a. durften wir ein Naturreservat (Oase) besichtigen, das für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Auch die berühmte Oase El Gedi besuchten wir kurz. Es war übrigens der Tiefpunkt meiner Karriere: 400 m unter dem Meeresspiegel. Der Wasserstand geht auch stetig zurück, die 30%ige Salzbrühe wird immer weniger. Aufgrund von Zeitmangel waren wir aber weder am Ufer noch drin.

Das Wetter
war anfangs bestens, m.o.w. nur dunstig und sonnig und ca. 22 - 25° tagsüber, nachts um 10 - 15°. Am 3. und 4. Tag nur noch 20° und fast keine Sonne, dafür wenige Tropfen. Auf den Golanhöhen war da Regen angesagt, also warfen wir unsere Pläne um und blieben im Mount Carmel. Am Toten Meer waren es dann mindestens 27°, leider nicht immer sonnig nach kräftigem Regen in der Nacht. Der letzte volle Tag war endlich klar und die Sonne brannte ganz anders als gewohnt.

Die Viecher
Gleich am ersten Tag fing ich einen Hardun und 3 Schildkröten. Hier und da wenige, verschiedene kleine Eidechsen und ne Johannisechse. Die konnte ich aber nicht ablichten. Insektenmäßig war nicht viel los, wenn man von diversen Raupen absieht. Ein Osterluzeifalter flog und wenige weitere Arten. Der Eichelhäher hat hier eine schwarze Kappe. Geier kreisten schon mal nicht hoch über dem Haus. Einmal hörten wir ein Rudel Schakale heulen, nicht übel. Einen sah ich später durch die Büsche entwischen. Vom Stachelschwein fand ich nur einen Stachel. Am Toten Meer gab es eine ganze Reihe unbekannter Vögel und eine Kolonie von Klippschliefern (Elefanten-Verwandte :-). Gazellen sah ich nur im Vorbeifahren.

Die Botanik
Geregnet hatte es im Vorfeld genügend, jedoch recht spät, sodass die Saison spät begann. Das war gut für die frühen Arten, die späten kamen aber während meines Aufenthalts schnell nach, zumindest in den ersten Exemplaren. Beispielsweise gab es am Carmel reichlich einen kleinen endemischen Scheinkrokus, der gewöhnlich im Januar blüht. Die Biotope hier sind oft nicht sehr dicht mit Orchideen besetzt und es gibt nur eine oder zwei Arten. Einige sind vergleichbar mit Südeuropa, also 4-8 Arten. Ich sah aber auch einen alten Steinbruch mit ca. 12 Arten in teils ordentlicher Anzahl. Leider blühte dort noch fast nichts. Viele Bereiche sind zu grün und dicht bewachsen, hier müsste mehr beweidet werden. Andere sind natürlich überweidet und zu trocken.
Ich wurde u.a. an einen Stadtrand geführt, wo es sehr viele der beeindruckenden Iris atropurpurea gibt. Auch rote Wildtulpen gab es. Und eine vielglockige Schachblume sowie Massen an Alpenveilchen. An vielen Stellen dominierten die wunderschönen Pfauenanemonen (normalerweise nur sehr rot, an einer Stelle sehr bunt). Auf dem eigentlich gut untersuchten Mt. Meron fanden wir neu eine Schachblume und eine Pfingstrose, das Alpenveilchen C.coum fanden wir nach langer Zeit wieder.

Vermutlich neu waren für mich Ophrys umbilicata subsp. berii, O.carmeli, O.latilabris und O.adonitis (mouterdeana), natürlich Orchis galilea und die seltene Or.israelitica (samt Bastard), die beide von oben her aufblühen. Von Or.papilionacea palaestna hatte ich auch erst eine einzige auf Zypern aufblühend gesehen. Die attraktive Orchis galilea, die es in 3 Farben gibt, war wohl das Hauptziel und machte aufgrund des späten Jahres einige Arbeit. Am 3. Tag fand ich allerdings schon einige, die bereits offen waren, nachdem wir mehr als 300 nicht blühende gesehen hatten, am 4. Tag hatte ich dann jede Variation. Erwartungsgemäß blühte Himantoglossum galileum noch nicht, wir sahen aber viele Rosetten. Manche Ecken waren überhaupt voll von Rosetten, ein frühes Jahr wäre gut gewesen. Leider war auch am Ende der Exkursion S.levantina noch in Knospe. Die umbilicata-Verwandtschaft zeigt mir zu wenige Unterschiede, mit Ausnahme von latilabris. Diese scheint mir sogar von flavomarginata zu unterscheiden zu sein.
Sehr interessant war auch eine Oase am Toten Meer, wo uns der Beschreiber von Epipactis veratrifolia ssp. oaseana seine Pflanze vorstellte. Gegen Stachelschweine geschützt wächst sie hier durch niedrige Gitterkäfige durch. Während die Halbwüste in üppiger Blüte stand, war es in der Wüste zu trocken für die meisten Blumen gewesen. Wir hätten eh kaum Zeit gehabt.

Alles in Allem war es aber ein sehr interessanter und erfolgreicher Urlaub und sollte dringend zu einem späteren Termin wiederholt werden.
Beste Grüße,
            Helmut.



Und gleich eine 2. Tafel. Die zwei links oben zeigen die Halbwüste; da hat es geregnet und es ist dementsprechend blumig. Das Rot geht auf den Asiatischen Hahnenfuß und nicht, wie daneben, auf die Pfauenanemone zurück.
Die Bilder sind nun etwas größer (es gab schon Reklamationen), die Tafel wieder in HD, also normalerweise vergrößerbar.




Nun endlich mal ein paar Orchideen mit Legende.

3 Epipactis veratrifolia ssp.oaseana, 3 Ophrys adonidis, 3 O.latilabris

2 O.umbilicata ssp.berii (übereinander), 3 O.carmeli, 2 O.sicula ssp. galilea, 2 O.israelitica


Und hier die letzte Tafel, mit den attraktiven Orchis- bzw. Anacamptis-Arten.

oben alles Or.galilea

2 Or.punctulata, 4 Or.israelitica, 1 Or.papilionacea ssp.palaestina

5 Or.pap.palaestina, 1 Or.israelitica x pap.palaestina, 2 Or.collina

Bis nach Ostern dann,
eine erfolgreiche Saison,
                          Helmut.

FOTOS - PHOTOS  DE  HELMUT  PRESSER


WEBS DE INTERÉS


Muchas gracias Helmut por compartir tu
extraordinario estudio

 SALUD



miércoles, 24 de agosto de 2016

HELMUT PRESSER ORQUÍDEAS Orchideen, orchid, orquídies, orkideak, orchidées, ऑर्किड, סחלביים, orchidacee, ラン科, orchideeënfamilie, орхидные, 蘭花,


El botánico Alemán Helmut Presser me comunica lo siguiente:

Pfingstferien, wie üblich, 2 Wochen, und dieses Jahr besonders früh. Ich hatte von einer Trockenperiode im Osten und in Italien gehört, also ließ ich den Plan fallen, Kroatien, Montenegro und Albanien um diese Zeit zu erforschen, obwohl das wegen "Neuland" verlockend gewesen wäre. Frankreich und Spanien sollte dem Vernehmen nach ganz gut sein, also machte ich mich dorthin auf. Die Hinreise am Bodensee vorbei durch die Schweiz und in Italien runter sollte eine Stunde kürzer sein, war aber am Ende wegen Stauungen in der Schweiz mindestens ne Stunde länger.
Im Ligurischen Apennin in der Gegend von Imperia wusste ich interessante Orchideenstellen, also war das das Ziel am Freitag, als ich gleich nach der Schule losfuhr. Am nächsten Tag wurde dort ausgiebig exkursiert und auch bei Nizza (Èze und Blausasc) gesucht. Ich fand alles ziemlich schnell, das Jahr scheint tatsächlich nicht schlecht zu sein, obwohl es auch hier zwischendrin trocken gewesen sein musste. Abends ging es noch in die Plaine de Maures, eine sehr schöne Gegend mit besonderem Flair. Dort verbrachte ich fast den ganzen Tag, bevor ich gegen Abend ins Hinterland von Toulon fuhr. Anschließend ging es in die Chaîne d'Éstaque und ans Meer. Danach nochmals etwas nach O bis Hyères, da ich noch eine interessante Angabe gefunden hatte. Anschließend in die Corbières, ganz im SO Frankreichs. Nach gut einem Tag über die Pyrenäen nach Katalonien. Dort traf ich mich mit 3 belgischen Orchideenfreunden. Anschließend in einem Rutsch die 500 km bis nach Rioja, wo ich zwei ortsansässige Orchideenfreunde wieder einmal besuchte und mit einem einen ganzen Tag unterwegs war. Nach einem weiteren halben Tag ging es weiter nach Westen bis in die kantabrischen Gebirge s Santander. Von dort auf kleinen Straßen durch wunderschöne Gegenden langsam wieder ostwärts. Ab Pampelune dann flott auf Autobahnen und dgl. Überhaupt sind die Straßen meist sehr gut, gelegentlich von der Breite her halt nur für ein Auto geeignet.
Auf der Rückfahrt gings wieder hoch über die Pyrenäen und anschließend in die wunderschönen Causses der Cevennen. Dort hatte ich nur gut einen Tag, vieeel zu wenig. Aber da komm ich noch öfter hin. Von dort die 1200 km zurück, 2 halbe Tage mit Übernachtung am Oberrhein.
Das Wetter
war gleich am ersten Tag gemischt, mindestens eine Stunde leichter Regen. Gut, die Natur brauchts, aber muss es grad sein, wenn ich unterwegs bin? Gut, der nächste Tag war bombig mit 26° und die saftige Nässe war in Maures angenehm. Prima Wetter bis zu den Pyrenäen. Dort regnete es teilweise, auch in Katalonien. War aber am nächsten Tag vorbei, da nur noch bewölkt und frischer als gewohnt. Dann Kaiserwetter, in La Rioja danach auch gelegentlich Regen. Als ich im Westen war, merkte man den Temperatursturz zwar nicht so wie in D, aber auf 1200 m wurde es nachts doch empfindlich kalt. War aber nach einem Tag wieder vorbei und es wurde stetig wärmer. Doch auch ab da ab und zu bewölkt oder gar mal bedeckt.
Tageshöchsttemperaturen von nicht mal 20° in Rioja, nach Hitze bis 30,9° bei Zaragoza, 18° in Kantabrien auf 1200m, niedrigste Temperaturen nachts ganz im Westen hoch oben abartige 0,6° (aber plus), 7,8° in Maures bis 13,2° am Meer in der Provence.
Die Viecher
Smaragdeidechsen sah man hier und da in F, Mauergeckos in Maures, in Spanien auch andere Eidechsen wie Mauereidechsen. Sie wurden diesmal aus Zeitgründen nicht bearbeitet.
In Rioja sah ich einmal mehr als 50 Schwarze Milane kreisen, da war wohl eine Müllkippe auf dem Hügel. Interessant auch, dass es gebietsweise (z.B. ö Rioja) so viele Störche gibt, dass die ihre Nester überall hinbauen. Da ist jeder Strommast besetzt, auf Kirchen sitzen 10 oder mehr Nester, in Kantabrien brüten sie auch auf Bäumen... Auf einem Hochspannungsmast zählte ich von der Autobahn 17 Nester, auf dem nächsten fast ebenso viele. Warum gibt es sowas weiter im Norden nicht? In mancher Beziehung ist D ein armes Land. In Rioja flog hin und wieder ein Adler drüber, auch Gänsegeier kreisten häufiger. Einmal flogen etwa 20 nur wenige Meter über einen Grat, hinter dem ich gerade Wildspargel erntete. Schon beeindruckend, wenn man die riesigen Tiere auch noch hört. Schmutzgeier wurden nur einmal gesehen, keine anderen. In den Cevennen (Causses) fielen mir diesmal keine Geier auf. Ist auch schwierig, wenn man am Boden Orchideen und dgl. sucht.
Höchst bemerkenswert ist auch das Konzert jeden Abend an den verschiedenen Schlafplätzen, manchmal grenzt das an Ruhestörung. Da gibts nicht nur die Grillen wie bei uns, sondern auch so dauernd-trillernde, die offenbar nur in der Dämmerung balzen, dann die Zwergohreule, Käuzchen, Ziegenmelker, in Gewässernähe dazu noch verschiedene Froschlurche. Nicht zu vergessen die Nachtigallen, die offenbar auch überall wachsen.
Die Orchideen
Bei Imperia fand ich nun das erste Mal Ophrys ligustica (majellensis) in einige Exemplaren, dazu gab es reichlich O.vetula, die ich auch am Col d'Eze wieder sah. Dort fand ich auch viele O.saratoi, die teils wie O.drumana wirkten. Entweder es gibt dort beide Arten oder es ist doch nur eine sehr variable Art. Die größten Lippen bieten Platz für 4 der kleinsten Lippen, es gab jedoch jeglichen Übergang.
In Maures schlug ich mich wieder mit den Serapien rum, die lingua mischt bei mehreren stets mit und dann gibt es jede Menge Übergänge. Ansonsten habe ich nun S.olbia durchschaut, denke ich.
Schön in Blüte war die extrem seltene, merkwürdige O.philippi, bei Belgentier 25, davon einige zerstört. Oben am Siou Blanc war es wohl noch zu früh, zudem scheinen alle von Wildschweinen gefressen. Zumindest habe ich nicht ein Blättchen mehr gesehen, überall jedoch üble Wühlspuren. Nach einer alten Angabe fand ich spät blühende und großblütige Hummelragwurzen bei Hyères. Wenn sie nicht ein helles Basalfeld hätten, würde ich sie zu O.souchei stellen. Sie wurde aber vor kurzem als O.montis-aviarii beschrieben.
Für O.virescens in der Provence war ich noch zu früh dran, in der Chaîne d'Éstaque zu spät. In den Corbières fand ich sie nach gut 20 Jahren wieder, sie waren aber schon relativ weit und teils verblüht. Von O.provincialis fand ich trotz Angabe keine Spur. Die sind mal an späten Ostern fällig. Auch O.magniflora (ist wohl nur aurelia) machte Probleme: Am Col de Taurize fand ich gerade mal 4 Stück. Am Col des Fourches nur eine trotz ausgiebiger Suche. Wie soll man da die Variabilität beurteilen?! Aber schöne Blüten gab es im Abendlicht. Auch Orchis conica in den Corbières war mau, alle schon angegammelt oder gar verblüht.
In Spanien standen erst mal O.catalaunica und subinsectifera auf dem Programm. Beide waren in bester Blüte. Auch hatte ich bei Oristá mal O.forestieri arnoldii gefunden, die Stelle liegt aber nun unter der verbreiterten Straße. Gut, dass ich beim Verlassen des schönen Schlafplatzes kurz vorher schon eine Stelle mit fast 20 gefunden hatte. Knapp 10 davon hatten auch schon die erste Blüte offen, O.lutea daneben war abblühend bis verblüht. Das ist echte arnoldii, nicht die in höheren Lagen, die vor lutea aufblühen. Ansonsten war die Gegend um Oristá erstaunlich orchideenleer, vor Jahren hatte ich dort viele Pflanzen. Suchte einige Stunden herum, da der spanische Orchideenfreund einige Blüten von da gebraucht hätte. Es war aber leider absolut nichts zu machen. Weiter im NO hätte ich am Tag vorher genügend Pflanzen gehabt, wusste aber noch nichts von dem Bedarf.
In Rioja ist offenbar ein gutes Jahr, gleich beim ersten Schlafplatz fand ich im Sonnenuntergang (halb 10!) mindestens 13 Arten. 3 hatte ich schon von der Autobahn aus gesehen. Auch die ersten O.aveyronensis standen in Blüte, nichts Anderes als in Frankreich. Diesmal sah ich reichlich blühende. Welch Hybridschwarm Freund Karel da wohl gefunden hat? Ich habe nicht eine untypische gesehen. Eine Beschreibung - und wäre es nur als forma gewesen - ist für mich keinesfalls nachvollziehbar. Die Orchideenpäpste liegen da sowas von daneben, völlig unverständlich! Sehr schön sind hier auch die bunten O.sphegodes, incubacea und caloptera. Ungeheuer variabel ist die hübsche O.riojana, manche sahen sogar exakt so aus wie die O.virescens. Sehr ähnlich und fast so variabel ist die kleine O.castellana. Sind aber meist gut zu trennen.
In Kantabrien war das Ziel die relativ neue Dact.cantabrica zu sehen. Ist wohl ein Hybrid zwischen D.insularis und D.sambucina und auch apomiktisch. Ähnelt optisch sehr der sambucina. Sie wächst dort auf 1200m zusammen mit ihren Eltern und einigen anderen Orchideen. Viele waren aber vom Nachtbodenfrost noch etwas geknickt.
In Navarra wollte ich endlich die berühmten rosafarbenen Orchis provincialis sehen. Ich war für die zwar etwas spät dran, doch war schnell zu sehen, dass das halt nur Bastarde mit mascula sind. Sie stehen oft nicht bunt gemischt sondern extra und es gibt jeden Übergang zu mascula. Schade! Vor der Ausreise aus E besichtigte ich noch Or.spitzelii (cazorlensis?) in den Pyrenäen. Es war nur eine fertile Pflanze zu finden, die hatte gerade 2 Blüten offen. Etwas wenig, um eine sichere Zuordnung zu treffen, die Unterschiede sind ja nicht gerade berauschend.
Auf den Causses brauchte ich zum Vergleich die Aveyron-Ragwurz von F, natürlich auch die tatsächlich endemische Aymonins Ragwurz. War schon ewig nicht mehr zur Blütezeit in dem Gebiet, muss ich mal ausführlicher machen.
Alles in allem hat mal wieder eine Woche gefehlt, einige Wunscharten hätte ich theoretisch noch gehabt. War mir aber klar, dass nicht alles geht, es bleibt halt viel Zeit auf der Strecke und gescheite Bilder dauern halt auch ihre Zeit, besonders bei Wind. Aber ich will da ja eh überall noch mal hin.

Anbei nun eine erste Bildtafel aus F (Hinfahrt). Die Orchids v.l.n.r. u. v.o.n.u.:
O.magniflora, aurelia, saratoi, drumana, magniflora, aurelia, saratoi, 2 drumana.
2 O.ligustica, 2 vetula, 3 philippi.
Die Eier eines Dukatenfalters hat sicher jeder gesehen?


Hier noch eine Tafel aus F, dann gehts nach E! Wie üblich HD-Größe.

Für die Freaks:
3 O.virescens, 2 scolopax, 3 montis-aviarii
2 Aceras antropophorum, 2 O.sulcata, 1 Or.conica, 1 Orchis conica x ustulata, 1 Orchis purpurea, 2 Or.morio picta, 1 Dact.fuchsii Corbieres
4 Serapias olbia, 1 S.cordigera, 2 S.strictiflora, 1 Coeloglossum viride, 1 Anacamptis pyramidalis, 1 doppeltes Widderchen, 1 Or. morio picta x laxiflora, 1 Natternkopf



Nun ein paar spanische Impressionen. Oben halb rechts übrigens ein prima Badeplatz, hab ich jetzt im Sommer ausprobiert.

Für die Freaks wie üblich die Orchideennamen nach alter Nomenklatur:
Orchis spitzelii (cazorlensis?) Pyrenäen, Or.laxiflora, 2 Or.provincialis x mascula (angeblich rote provincialis), Or.langei, S.lingua x parviflora.
4 D.cantabrica (Sporn zwischen insularis und sambucina), 3 D.insularis, 2 Or. champagneuxii

und noch eine Spanien-Tafel.
Inhalt:
5 O.catalaunica, 5 O.subinsectifera
3 O.forestieri arnoldii, 3 O.caloptera (passionis), 3 O.incubacea
4 O.scolopax (verschiedene Sippen), 2 O.vasconica, 4 O.sphegodes
6 O.riojna, 5 O.castellana, 2 O.lutea

Eine Tafel gibt es noch, hauptsächlich aus F. Die aber vielleicht erst in 2 Wochen.


Muchas gracias Helmut 

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viernes, 29 de abril de 2016

TURQUÍA - ORQUÍDEAS DE HELMUT PRESSER Orquídeas, Orchideen, orchid, orquídies, orkideak, orchidées, ऑर्किड, סחלביים, orchidacee, ラン科, orchideeënfamilie, орхидные, 蘭花,

El orquidólogo Helmut Presser me dice lo siguiente:
Da Ostern heuer recht früh war, suchte ich mir ein Ziel weit im Süden. Um diese Zeit war ich noch nie in der Türkei, also nahm ich mir ein Hotel s Antalya bei Kemer - all inclusive, wenn, dann gscheit. Hier ist nicht nur die Landschaft noch natürlich, es gibt auch einige Orchideen, die ich noch nicht kannte. Am 20.3. flog ich über Istambul nach Antalya, eine richtige Reisewarnung gab es trotz einiger Anschläge im Vorfeld nicht. Sollte auch kein Problem für mich sein, da ich Städte generell meide, von Flugplätzen und Durchfahrten einmal abgesehen. Der Rückflug dann direkt.
Das Hotel liegt nah am Basar, die Moschee ist gleich dahinter. Nett, wenn der Muhezin um halb 6 abends was singt. Oder auch sonstwann. Dass er das vor 5 Uhr früh machen muss, ist eher gewöhnungsbedürftig. Da dämmerts noch nicht mal! Nach der Zeitumstellung immer noch 20 vor 6 und logischerweise genauso dunkel!
Das Erste, was ich am ersten Tag nach frühem Frühstück in Kemer machte, ich mietete ein Autolein. Im Internet hätte es 35 € gekostet, vom Hotel aus 25 und als ich selbst in der Vermietung war und wegen demselben Angebot wieder raus wollte, kostete es nur noch 20 € pro Tag. Nun, Luxus pur war es nicht gerade. Aber es lief ganz ordentlich, solang man nicht eine geschlagene Stunde abends im Stau vor (ö) Antalya dahinkroch. Und das jeden Abend, wenn man aus dem Osten kam, das war schon im Herbst so. Keine Umfahrungsmöglichkeit und immer diese Drängler. Ansonsten fiel mir die orientalische Fahrweise nicht schwer, war sie doch oft recht zeitsparend und wenig langweilig.
Etwa zur Halbzeit reiste ich ganz in den Süden um Zissis Antonoupolos auf der griechischen Insel Kastelorizo zu treffen. Allerdings schaffte ich die Fähre nicht, zu kurvig war die Straße, zu dicht der Verkehr. Laut Navi hätte ich es leicht schaffen müssen, es war aber auch mit orientalischem Fahrstil nicht zu machen. Also schaute ich mal Myra an und suchte die bei Kas endemische Op. lycia. Ich traf auch die Duma-Reisegruppe - nicht etwa vor Orchideen liegend, nein, bei den Felsengräbern. Später noch einmal beim Verlassen eines Biotops. Den Bayern-Teil dann wieder auf dem Rückflug.
Eines Tages in der 2. Woche war es endlich wieder mal völlig wolkenfrei, also machte ich mich auf den Weg nach Pamukkale, die weltberühmten Sinterterrassen. Nur, ein paar 100 km weiter westlich staute sich offenbar der Nordwind und so gab es leider nur wenige Wolkenlücken. Gegen Spätnachmittag wurde es wohl besser, da musste ich aber wieder zurück.

Das Wetter
... war anfangs 2 Tage perfekt, dann aber auch mal bedeckt. Höchsttemperaturen 22°,  ohne Sonne kaum 20°. Mittendrin bei bestem Wetter bei Kas mal 14°, ist aber trotz Wind deutlich wärmer als 14° bei uns. Der nächste Tag war auch recht frisch, dazu über Mittag bedeckt. So sah ich da im kühlen Tal (dort war ich den ganzen Tag auf Friedhöfen zugange) gerade mal 16°! Dies wurde nur noch unterschritten, als ich bei Pamukkale war: Wenig Sonne und höchstens 12°, Nordwind. Klar, eine lange Hose hat man gar nicht dabei, hätte ja auch beim warmen Fußbad gestört. Auf der Fahrt dorthin kam ich über die Neuschneegrenze, 0° zwischen 1400 und 1530 m. Da stieg ich gar nicht aus, auch wenn ein Schneefoto gereizt hätte. Danach gings aber wieder aufwärts, sogar bis zu schweißtreibenden 25°, sodass Eidechsen und Schildkröten Frühlingsgefühle zeigten. Am Abflugtag war es dann sicher noch wärmer.

Die Viecher
3 verschiedene Eidechsen und auch Hardune sprangen gelegentlich durch die Gegend, auch immer wieder mal einige Landschildkröten, prozentual die meisten auf Friedhöfen. Ob die Glycosphat oder Schlimmeres vertragen? Einmal sah ich sogar 5 auf einmal in Paarungsstimmung. Auch eine kleine Bachschildkröte wurde gesehen. Bachaufwärts wurde genau dieser Bach gerade mit Rauch begiftet. Ein Highlight war sicher die Eidechsennatter, die gerade einen Hardun würgte. Einen Hardun rettete ich dagegen aus einem Eimer mit Wasser, der war dann wegen Erschöpfung und Abkühlung recht kooperativ.  Unter einem Stein wühlte grad eine Netzwühle, die sich leider nach 2 Belegfotos in den Untergrund davonmachte. Auch eine Johannisechse kam so zum Vorschein. Eine Balkan-Zornnatter (nehm ich mal an) wurde nur flüchtend gesehen, ebenso ein riesiger Scheltopusik. Ein Überraschungsfund war der Apollo-Osterluzeifalter, der auf einem Friedhof sehr häufig war. Bei Hieropolis (Pamukkale) traf ich einen recht zahmen Steinkauz, der sich den komischen Kauz mit Fotoapparat neugierig anschaute.

Die Orchideen
Am ersten Tag stand gleich die hier endemische und früh blühende Ophrys climacis auf dem Programm. Ich kannte eine gute Stelle mit ca. 50 Pflanzen - nur, da war wohl alles restlos ausgehackt. An der 2. Stelle im Sapandere-Tal fand ich erst auch nichts, wo ich früher mal Rosetten und aufblühende hatte, dann aber doch etwas weiter unten ca. 40 Pflanzen, von denen die meisten noch gute Blüten hatten. Überrascht war ich von fast schon aufblühenden Cephalanthera kurdica, die ich überhaupt nicht erwartet hätte und die ich noch nie gesehen hatte. Am Ende des Urlaubs waren die ersten in Blüte und ich fand auch noch einige neue climacis, teils mit weißem Perigon.
Natürlich klapperte auch ich die Friedhöfe ab, wann immer diese interessant aussahen. Leider musste ich feststellen, dass einige flächendeckend begiftet worden waren, eine ganz neue Art der Orchideendezimierung. Da war nun wirklich alles tot. Leider betraf es auch ganz frisch den Locus classicus der recht neuen O.pallidiconi (beschrieben als ssp. von holoserica, aber doch sehr eigen). Da gab es massig absterbende Orchideen, so kann man die letzten Refugien auch noch ausräumen. Nur gut, dass hier nicht die deutsche Gründlichkeit herrscht, so fand ich doch noch 40 Exemplare an wenigen übersehenen Stellen. Vielleicht hilft eine Handbestäubung der letzten Exemplare, Platz haben die ja in Zukunft. Die Begiftung wird allerdings sicher wiederholt, sodass die Art nächstes Jahr vielleicht schon wieder verschollen ist. Einen Friedhof ganz im Süden hatte ich mal vor Jahren im Herbst gefunden mit 1000en Rosetten. Sah auch jetzt nicht schlecht aus, allerdings gab es dort exakt eine einzige Orchidee. Sowas schaffen auch Ausgräber nicht. 2 Frauen sah ich übrigens beim Ausgraben in einem Wald, sie pflanzten nach der Knollenentnahme den Rest wieder ein. Wenig Erfolg versprechend, seit 2 Wochen regnet es nicht mehr.
Ein sehr willkommenes, wenn nicht sogar nötiges Highlight an einem eher trüben Tag mit gespritztem Friedhof war eine Wiese mit 200 Orchis punctulata. Da ließ sich auch noch die Sonne kurz mal sehen. Wenn allerdings die Knollengräber die Stelle finden, gibt es ein paar Kilo Salep.
Was mir jedoch nicht befriedigend gelang, war die Klärung, welches Schmetterlingsknabenkraut da nun im Osten wächst. Mein früherer Fundort war abgeweidet und zugewachsen, eine andere Stelle mit noch blühenden fand ich leider nicht, nur verblühte. Ein Friedhof mit einem guten Bestand der Art war totgespritzt, an einer Stelle, wo ich eine genaue Angabe hatte, fand ich keine. Südlich von Kemer fand ich dann  durch Zufall doch noch Pflanzen in Blüte; sie waren zwar im Perigon etwas rosa, die Blüten waren aber klein wie bei ssp. caspia. Die Lippen waren aber schwach gezeichnet, ausgebreitet und rundlich, sodass ich nun so schlau bin wie zuvor. Ganz in der Nähe hatte ich eine Pflanze mit normalen Blüten. Vermutlich ist das hier ein Übergangsbereich. Um Manavgat könnte die var. thaliae vorkommen, ich kann mich nicht erinnern, dass die besonders klein waren.
Heuer ist in der Südtürkei ein frühes Jahr. Op. lapaetica (ich sehe da bei vielen Pflanzen nicht den geringsten Unterschied zu zypriotischen, nur bei einigen waren die Lippen verkürzt oder auch der Konnektivfortsatz verlängert) war in der ersten Woche schon abblühend (da lief mir auch noch die Zeit davon, weil ich auf Wolkenlücken warten musste), Op. urtae im selben Biotop ging teilweise gerade auf. Von beiden gab es deutlich mehr als angegeben, wenn man ein wenig großflächiger sucht. 2 Käferchen verlustierten sich auf 2 sonnig stehenden urtaes.
Neu war für mich auch Op. lyciensis, die ich ebenfalls schon in der ersten Woche aufblühend fand. Sie kam mir in der Folge immer wieder unter. Bei den übrigen Hümmelchen blick ich nicht recht durch, zwischen heterochila und lyciensis scheint es jeden Übergang zu geben. Da half auch die Blütezeit nicht weiter, auch da war alles dazwischen möglich. Immerhin hatte ich eine Bestäubung auf heterochila, bloß gefangen hab ich die Biene nicht, weil ich grad mit Fotografieren beschäftigt war und die Biene nur einen Kurzbesuch machte. Die nur ganz aus dem Süden bekannte Op. lycia war am 26.3. schon komplett in bester Blüte, wenn nicht teils drüber. Hätte nicht gedacht, dass die so beeindruckend und großblütig ist.
Größere Probleme bereiteten die beiden Arten Op. ulupinara und phaseliana, die trotz später Blütezeit dann doch plötzlich auf meiner Wunschliste standen. Die Wiese obh. des Abzweigs Ulupinar mit kleinen Quellaustritten, die ich mir im letzten Herbst für die ulupinara ausgesucht hatte, wurde gerade komplett umgepflügt und eingeebnet. Nach einiger Laufarbeit fand ich 2 kleine Stellen mit knospenden Ragwurzen in der Gegend und suchte sie am letzten Tag auf. Noch keine war aufgeblüht, die eine Stelle ist jedoch sicher lyciensis, wie nach Knospenuntersuchung zu erkennen war. Für Op. phaseliana hatte ich einige grobe Angaben im Bereich des Locus classicus. Aber da war entweder frisch beweidet, die Straße verbreitert, der Baumbestand durch einen Waldbrand vor längerer Zeit vernichtet, alles zugewachsen oder ich fand einfach nichts. Gut, dass ich am Ende Zeit hatte, nach 2 vollen Tagen Suchens fand ich doch die erste aufblühende Pflanze. Nach einem weiteren Tag hatte ich noch 10 knospende, das half nicht weiter. Die gingen auch nach einem weiteren Tag nicht auf und neue fand ich nicht.
Dass Serapias bergonii vielgestaltig ist, war bekannt. Ich fand jedoch auch einen mit langen Blütenstielen, sowas hatte ich noch nie gesehen. Einige Pflanzen / Gruppen waren so kleinblütig, dass ich sie als politisii einordnete. Andere waren klein-, kurz- und breitlippig, da dachte ich zuerst an parviflora. Der Fruchtknoten war aber nicht geschwollen und auch die Farbe war oft dunkel. Da drängt sich doch S. aphroditae geradezu auf, doch das sollte ja ein zypriotischer Endemit sein. Wuchs auch u.a. etwa da, wo schon einmal eine Op. kotschii, ebenfalls endemisch für Zypern, gefunden worden war. Da ist wohl wieder mal ein Artikelchen fällig. Wenn ich mal Zeit habe.
Alles in allem war der Urlaub wieder einmal sehr erfolgreich, auch wenn ich am Ende nur noch 100 Bilder pro Tag mit heim brachte. Fast 2750 Fotos insgesamt sind gar nicht so schlecht. Das lag sicher auch am Wetter, kein bisschen Regen und nicht oft bedeckt.

Zu den Bildtafeln:
Als erstes mal ein reiner Kulturschock, wenn auch ein relativ nekrophil angehauchter. Gehört in der TR einfach dazu, nicht, dass man mich als kulturlos beschimpft. So werden es aber wohl diesmal 5 Tafeln, wie üblich in HD, also i.d.R. vergrößerbar.
links 2x Myra, rechts Hieropolis, mittendrin 2 hübsche Friedhöfe und Details aus Myra.

und so sah es da aus

nun ein paar Viecherl

Nun ein paar Blümlein.
Zu den Orchideen: Die Blüten des Kurdischen Waldvögeleins waren auch am Ende alle nur leicht geöffnet.
Orchis anatolica hatte immer relativ große Blüten, die Sporne variierten in der Population von nach oben über waagrecht bis leicht nach unten, ohne dass ich an sezikiana denken musste.
Orchis (A.) syriaca hatte ich, wie auf Zypern, in einer normalen Population auch einmal mit gezeichneten Lippen. Einen Hinweis darauf suchte ich in der Literatur bisher vergebens.
Serapias obere Reihe (so hab ich sie zumindest vor Ort klassifiziert): politisii, gestielter bergonii, aphroditae
untere Reihe: vomeracea, politisii, bergonii, 2 aphroditae
Die Schachblume ist acmopetala, das Alpenveilchen wohl coum, der Aronstab dioscoridis, die Osterluzei kenne ich noch nicht.

Hier nun einige Ragwurzblüten. Da kommt noch eine Zusatztafel, dann reichts aber.
V.o.n.u., v.l.n.r.:
5 climacis, 3 heterochila
2 tenthredinifera, 3 mammosa, 4 heterochila
4 pallidiconi, 4 herae, 2 lapaetica
2 reinholdii, 6 urtae, 1 lapaetica
2 reinholdii, 4 cf galiaea, 1 speculum, 2 ferrum-equinum labiosa


Die letzte Tafel mit Ragwürzen. Nicht, dass ich nicht noch einiges hätte...
9 lycia, 6 lyciensis rechts bis runter
3 phaseliana, 3 umbilicata, 1 umbilicata x heterochila, 1 umbilicata x pallidiconi

Very best wishes,
Helmut.

Muchas gracias Helmut por enseñarnos este magnífico trabajo sobre las orquídeas de Turquía.

Un abrazo.

FOTOS DE INTERÉS DE LAS ORQUÍDEAS DE HELMUT PRESSER.

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