NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS


ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M. A. BUENO

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MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

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EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE

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-------------- B L O G nº 1 --------------

© copyright del autor

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PASTOR DE BUITRES

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FLORA Y FAUNA - FOTOS - PHOTOS

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lunes, 22 de noviembre de 2021

HELMUT PRESSER EN SICILIA

Herbst 21

 Wie üblich fuhr ich nach der Schule los. Diesmal hatte ich einen Mitfahrer, einen Orchideenfreund, den Claus. Ich meine, er ist ein Chaot und deshalb war dieser Urlaub voll von abenteuerlichen Überraschungen. Er meint allerdings, das läge an mir. Nunja, gewöhnlich geht es bei mir deutlich ruhiger zu. Durch D und AU kamen wir recht gut voran, in I zwischen Bologna und Firenze fette Staus. Deshalb nächtigten wir schon bei Arezzo. Auch am nächsten Tag war es noch stauig. Wir trafen auch kurz meinen italienischen Lieblings-Orchideenfreund nahe der Autobahn und fuhren dann bis weit nach Kalabrien rein, die Nacht verbrachten wir mal wieder am Strand von Pizzo. Hier wurde auch ausgiebig exkursiert und wir fanden die letzten Herbstwendelorchis in guter Blüte. Dazu Mengen an Alpenveilchen und einiges mehr. Sonnig, bis 24,5°. Nun setzten wir doch nach genau 2 Tagen nach Sizilien über, hier war es nach üblen Regenfällen um den Etna (wussten wir aus der Presse) immer noch zielmich bedeckt. Deshalb hielten wir uns auch erst mal an der N-Küste auf, zeitweise Blick auf den rauchenden Stromboli und den gerade aktiven Vulcano. Leider etwas dunstig, wir übernachteten in Sichtweite. Am nächsten Tag war das Wetter auch noch nicht blendend, wir machten Abstecher in die Berge, hoch in die Madonie. Dort übernachteten wir auf 1200 m, wo wir uns gleich mal in der Dämmerung beim Einparken in einem lichten Zedernwald festfuhren. Ein größerer Stein hatte sich im lockeren Boden aufgestellt und trug das Gewicht der Vorderachse. Mit dem Wagenheber machten wir uns tags drauf wieder flott. Wir kamen bis auf 1650 m hoch bei bestem Morgenlicht. Das Wetter war endlich stabil, die Luft oben aber recht frisch. 8,5° anfangs, aber lange Hosen und Socken ziehen nur die Einheimischen an. Und Claus natürlich. Wir sahen etwa 100 Damhirsche, einige Wildschweine und später auch die ersten Ruinen-Eidechsen. Zu Fuß erreichten wir einige der weltweit letzten 30 Nebrodi-Tannen, die sind also seltener als so ziemlich alle Orchideenarten. Wir fuhren anschließend quer über die schöne Insel an die Südküste und kamen im Tempeltal genau zu Sonnenuntergang vorbei -> rot beleuchtete griechische Templi. Hier kenne ich einige nette Schlafplätze am Meer. An einem sehr weitläufigen Strand beschloss offenbar ein Einheimischer, dass er nächtens die 2m hohe Steilböschung zum Strand vor uns unbemerkt mit dem Auto im Sprung überwinden müsse um mitten im Sand zu parken. Wir sahen das Auto dann irgendwann im Sand stehen, dachten aber, das wäre Absicht, es war ja dunkel. Als uns mitten in der Nacht Blaulicht weckte und auch noch ein Polizei-LKW mit Flutlicht vor uns stand, dachten wir an eine massive Kontrolle. Wie wir dann später merkten, wurde nur das Auto mit einer Winde wieder vom Strand und die Steilwand hochgezogen und direkt vor uns abgestellt. Wir wurden ansonsten überhaupt nicht belästigt. Am Tag drauf badeten wir bei bestem Wetter (bis 26,5°) mehrfach im unruhigen Meer und jagten Geisterkrabben an einem riesigen, menschenleeren Sandstrand. Die leben da in Löchern, die tiefer als einen Meter hinabreichen. Ausgraben ging also nicht. Dann fuhren wir in ein nahes, eingezäuntes NSG, Küstenwald mit großem wildem Strand und Flussmündung. Freundliche Waldarbeiter grüßten uns hier und da. Als wir am frühen Nachmittag wieder raus wollten, war das massive Tor verschlossen, keiner mehr da. Nun lasen wir auch auf einem unauffälligen Schild in Italienisch, dass man da nicht reinfahren dürfe. Wozu gibt es eigentlich diese runden weißen Schilder mit rotem Rand?! Wir hätten nun durchaus an einer Stelle neben dem Tor den Zaun mit etwas Anstrengung und dem Bordwerkzeug aufbekommen, verzichteten aber erst mal auf den Werkzeugeinsatz und blieben den Nachmittag und über Nacht drin, Schlafplatz auf der Düne mit Blick aufs donnernde Meer. Eine zweite Möglichkeit zur Flucht gab es nicht, Zaun und Sand verhinderten ein Durchkommen. Am nächsten Morgen verließen wir das NSG unbehelligt durchs offene Tor. Am Nachbarstrand erwischten wir endlich auch eine große Geisterkrabbe. An diesem Tag kaum Sonne, doch bis 27°. Schirocco in höheren Sphären. Danach gab es nur noch wenig Sonne, warm blieb es aber. Wir fuhren ganz in den Süden, im Osten wieder nach oben und botanisierten auch mal an der Flanke des gerade ruhenden Etna. Samstag Abend nahmen wir die Fähre zurück aufs Festland und kamen bis ans Ionische Meer am Pollino. Am nächsten Tag ging es in die Toscana zum Monte Amiata, wo wir in den gut warmen Schwefelquellbecken badeten. Das Wetter war da wieder prima, bei Rom noch mal 27,5°. Letzter Schlafplatz wieder bei Arezzo, hier erstmals wieder recht kühl. Die Rückfahrt verlief durchgehend entspannt und problemlos, wir hatten den Montag noch frei. Am Brenner lagen neben der Straße ca. 10 cm Schnee. Einen Tag früher, also Sonntag, wäre die Querung vielleicht schwierig gewesen, zumindest nicht so entspannt. Blühend gab es neben wenigen letzten Herbstwendelorchissen eine kleine Zeitlose, ein Krokus war häufig, Narzissen, natürlich Alpenveilchen, Schneeglöckchen, Alraune und Verschiedenes mehr. Dazu reichlich Rosetten von verschiedenen Orchideen. Die kommende Saison scheint auf Sizilien gut zu werden. Eidechsen sahen wir häufig, auch mal ein Stück einer schwarzen Gelbgrünen Zornnatter. Meist die Ruineneidechse, doch auch mal die Sizilianische Mauereidechse oder die Smaragdeidechse. Die letzten Zikaden erfreuten uns mit dröhnendem Gesang, viel leiser Grillen in der Dunkelheit (oft 2 oder gar 3 verschiedene Arten). Oder auch Käuzchen (Steinkauz?). Auf der Jagd nach dem Gemalten Scheibenzüngler fanden wir die Sizilianische Wechselkröte, von deren Existenz wir vorher gar keine Ahnung gehabt hatten. Den niedlichen Halbfinger-Gecko fanden wir öfter. Wir ließen uns auch vom Land ernähren: erste Wildspargel, Fenchel, Pinienkerne, letzte Feigen, Kakteenfeigen, reichlich Mandeln, Weintrauben, Kaki, Esskastanien. Zitrusfrüchte waren noch nicht richtig reif oder fristeten ein trübes Dasein hinter Zäunen. Insgesamt mal wieder ein unbezahlbarer Urlaub, auch wenn ich auf Sizilien noch nie so "schlechtes" Wetter hatte. Ja, nachts war es in Meeresnähe nie kühler als 19°, tags immer über 22°, meist 26°-28°, doch häufig bedeckt, zeitweise beinahe schon regnerisch. Der Etna zeigte sich beispielsweise bei unserem Besuch nur eine halbe Stunde und diesig war es obendrein. Vom Ausbruch war wenig zu sehen, die Asche war größtenteils weggekehrt. Nur der Schnee oben war ziemlich dreckig, die Rauchwolke klein. Nächstes Mal... Die Tage waren nur unwesentlich länger als in Mitteleuropa. 4 Bildtafeln gibt es diesmal.

 Eine gute Zeit, bis zum nächsten Mal!

EXTRAORDINARIO TRABAJO HELMUT. GRACIAS POR COMPARTIRLO.

WEBS DE INTERÉS: EL ESTUDIO DE ORQUÍDEAS DE HELMUT PRESSER