NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS
ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M.A.BUENO

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-------------- B L O G nº 1 --------------

MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES
FOTOS - PHOTOS DEL PASTOR DE BUITRES

CONFÍO MÁS EN LOS BUITRES LEONADOS QUE EN LOS HUMANOS

I TRUST MORE IN VULTURS, THAN IN HUMANS

LAS FOTOS EN LAS QUE ESTOY CON LOS BUITRES NO SON MONTAJES.

It seems incredible but I am among the vultures.

The photos are real.

Las imágenes (fotos) publicadas están protegidas por el © copyright del autor, se encuentran en el Registro General de la Propiedad Intelectual

Nº DE ASIENTO 10/378, 10/113, 10/525 y el 10/507 DEL GOBIERNO DE ARAGÓN.

Pienso también, que una imagen vale más que mil palabras.



miércoles, 12 de septiembre de 2018

HELMUT PRESSER EN BUSCA DE LAS ORQUÍDEAS


Mi amigo el botánico y orquidiólogo Helmut Presser me envía su último estudio realizado en Italia:

Italien

Klingt langweilig, gell?

Aber: Nach 2 Jahren Pause (Erholung vom Epipactenwust) fuhr ich zu 
Beginn der Sommerferien wieder einmal in die Berge Italiens. Wenn bei 
uns fast alle Orchideen verblüht sind (heuer zur Abwechslung wieder mal 
zielmich vertrocknet), sind dort erstaunlicherweise eine Reihe von Arten 
in bester Blüte, einige Sippen sogar noch knospend.

Wie gewohnt fuhr ich also mittags nach der Arbeit los, diesmal schon um 
11 Uhr. Trotzdem staute es sich kräftig zwischen München und dem Inntal, 
es hatten wohl viele Münchner dieselbe Idee. Die wollten also sicher 
schnell noch die Epipacten besichtigen, ansonsten würde man ja einige 
Tage oder Wochen warten. Auch hinter Bologna noch ein wenig Stau, dann 
kam ich gut durch bis zur Majella (1080 km), immer die längste 
Mondfinsternis des Jahrhunderts vor Augen.
In der Majella traf ich mich mit einem Orchideenfreund, der nach 2 
Wochen gerade heimfuhr. Wir exkursierten zusammen und ich bekam die 
neuesten Neuigkeiten mitgeteilt. Auch den nächsten Tag blieb ich dort. 
Anschließend ging es in die Monti delle Matese, wo ich einen Tag 
verbrachte. Als nächstes kamen die Monti Picentini dran, fast 2 Tage. In 
der Basilikata s Potenza traf ich mich mit meinem besten italienischen 
Orchideenfreund, der extra 3 Tage das Meer und die Enkel verlassen hatte 
um mit mir zu exkursieren, speisen u.v.m. Leider gab es gerade da einige 
Regenfälle, sodass die Pfifferlinge zwar kiloweise sprießten (einzelne 
wohl gut 100 g), die fotografische Arbeit in den beeindruckenden 
Buchenwäldern aber zeitweise erschwert war. Dann weiter in den Pollino, 
wunderschön. Da blieb ich auch 4 Tage mit 2 Badeabstechern. Dann ging es 
wieder zurück in die Basilikata und gleich weiter in den Cilento. Dort 
"bestieg" ich den Mt. Cervati. Anschließend wollte ich auf die Mti. 
Alburni, aber von N her führt kein Weg rauf, steiler Fels. Also weiter 
in die Mti. Ernici, da war ich noch nie. Hatte auch einen Tipp bekommen, 
dort mal nachzusehen. Am Ende ein Bad im warmen Lago di Bolsena und dann 
im noch wärmeren Saturnia und rauf auf den Mt. Amiata.

Anfangs kam ich vor lauter "Arbeit" an den Ständelwurzen nicht dazu, ans 
Meer zu fahren. Dies änderte sich, als ich im südlichen Pollino war. Da 
kenne ich nicht weit weg einen eher einsamen Strand am Ionischen Meer. 
Als Frühaufsteher verließ ich die luftigen Höhen und war 2x schon um 
halb 8 am Strand. Ich verließ ihn wieder, als die Italiener einfielen. 
Gut, da war es einmal auch schon 32°, empfindet man in Italien aber eher 
wie 26°. Das Wasser war angenehm warm und sehr klar, man badete auch 
gern schon bei kühlen morgentlichen 25°, es war da noch nicht windig. 
Bei der Rückfahrt war es heiß, also dachte ich an eine Abkühlung im 
Tyrrhenischen Meer. Aber da gefiel es mir nicht, zu bebaut, zu viel 
Touristen, zu heiße Parkplätze. Bei Saturnia (Klein-Pamukkale, stinkiges 
Warmwasser) war das am Sonntag zu erwarten, da muss ich halt mal Ostern 
unter der Woche hin um schöne Fotos zu machen.

Das Wetter
war ja bei uns warm und zielmich trocken gewesen. So war es auch bei der 
Hinfahrt. 34° bei Innsbruck, 36° bei Bozen und das bei spartanisch 
funktionierender Klimaanlage. In den Bergen wars natürlich angenehm, 
gewöhnlich bis 25°, bei 900 m auch mal 30°. Häufig gab es im Gebirge am 
Nachmittag Wolken mit Gewittern, da wurde es schon mal kühl, also unter 
20°. Tiefland mied ich gewöhnlich tagsüber, früh war es da angenehm. 
Abends hatte es da auch noch mal 33°, aber das war in D gerade ähnlich, 
hörte ich. Nur schwüler. Als ich früh beim Baden war, war es abseits des 
Meeres auch mal 34° - um halb 11. Südlich des Pollino sah ich das öfter 
um die Zeit, später war ich wieder oben. Nachts war es je nach Höhe 
15-22°, nur einmal hatte ich auf 1000 m gerade mal 12°. Polarluft oder 
ungünstige Tallage. Die Rückfahrt fand teils nachmittags statt, da waren 
es dann bei Eboli - Salerno - Vesuvio lang über 35°. Am Ende dann in der 
Toskana und hinter Rom leicht erhöhte Temperatur: 37,5°. Man gewöhnt 
sich fast an alles. In D wäre man da tot. Auch auf der Rückfahrt in der 
Auffahrt zum Brennero und auch bei Innsbruck 34°. Dann kräftiger Regen 
bis Ingolstadt, danach natürlich kaum Niederschlag bis in die Sahelzone 
des Altmühltals. Stau wieder um München rum und vorher ein wenig um 
Verona. Montag ist also auch kein guter Reisetag.

Die Viecherl
Die lauen Nächte waren voll vom Gesang der diversen Grillen und 
Heuschrecken. Eine bessere Artenkenntnis wäre hier mal interessant. Hier 
und da gab es Smaragdeidechsen, in den Bergen Mauer-, unten 
Ruineneidechsen. Schlangen oder Schildkröten sah ich gar nicht, haben 
sie die wohl ausgerottet??? Schmetterlinge waren noch reichlich 
vorhanden, wurden aus Zeitgründen aber wieder mal meist stiefmütterlich 
behandelt. Immerhin bekommt man sie mit der P900 ganz gut, ohne dass sie 
wegfliegen. Nur in der Früh hatte ich öfters Muße, sie zu suchen, da 
stand ich vor ihnen auf. Öfters mal lästig waren die Mücken, die in den 
Buchenwäldern häufiger mein Blut haben wollten. Ich tötete deutlich mehr 
als durch mein Fell stachen, sehr viele. Scheine aber nun gegen Jucken 
fast immun zu sein. Zecken gab es dagegen nur sehr wenige. Im sauberen 
(trotz Sandstrand) und glatten Meer konnte man den Fischen zuschauen, 
die um die Füße schwammen, auch kleine Flundern waren immer dabei und 
setzten sich auf die Füße.

Die Botanik
O weia, wenn man gewisse Buchenwälder in Italien betritt, wird man 
gelegentlich von der Vielfalt fast erschlagen und möchte fast rückwärts 
wieder raus. Es ist schon manchmal harte Arbeit, diesen Wust in Gruppen 
einzuteilen und diese dann einem Namen zuzuordnen. Dies klappt sicher 
nicht beim ersten Besuch und auch beim 5. gelingt das beileibe nicht 
immer und ich denke, dass noch reichlich Neubeschreibungen auf uns 
warten. Da hätte Robatsch viel fleißiger sein müssen. Epipactis ist halt 
nicht die einfachste und attraktivste Orchideengattung und hat in 
Italien mit Abstand die höchste Diversität. Beispielsweise kann man in 
einem einzigen Gebirgszug 10 verschiedene Sippen von Epipactis 
helleborine s.l. erkennen. Und fast alle stehen in einem Waldstück und 
blühen großteils fast gleichzeitig. Es gibt da so Hotspots, wenn man die 
findet.... Nicht vergessen sollte man die blumenreichen Bergwiesen, auch 
im Sommer geben die noch einiges her. Auf 1600 m blühte z.B. noch die 
Spitzorchis. Interessant noch: Ich sah 100e von Ceph.rubra, alle ohne 
Frucht. Erst im Pollino gab es auch Früchte. Im Cilento scheint E.lucana 
wie in der Basilikata die vorherrschende Art zu sein, am Mt. Cervati sah 
ich sie bis in 1840 m Höhe. Oben nur knopsend - da blüht sie wohl erst 
Ende August auf, einige vermutlich erst im September. Der Habitus ist 
allerdings schon extrem variabel, die meisten Exemplare sind aber an dem 
Blüten zu erkennen. Auch E.microphylla blühte Mitte August noch bei 1800 
m, erstaunlich. Nun ist es aber nicht mal ein spätes Jahr. Knospende 
Pflanzen gab es in fast allen Bergen oberhalb 1300 m, ich glaube aber, 
dass das nur Nachzügler sind.
Unter dem lukullischen Aspekt sind wohl die großen Walderdbeeren zu 
nennen, die in den Hochlagen noch gut fruchteten und schmeckten. Nahezu 
gleichzeitig gab es Himbeeren und unwesentlich tiefer Brombeeren. Aber 
all das ist nichts gegen die gerade reifenden Feigen. Leicht 
angetrocknete Haut, schon süß und innen noch saftig - hmmmm! Mit 
Fenchelblüten bekommen sie noch eine eigene Note. An bekannten Pilzen 
gab es erst fast nur Pfifferlinge, Boletus kam wohl grad Mitte August, 
ich sah die ersten schon.


sprossen, natürlich!
Keine Angst, ich quäl Euch nicht mit 37 verschiedenen Epipacten, obwohl 
ich das leicht könnte!


Na gut, ganz wenige Epipacten:
1 E.purpurata rosea s M Pollino
3 E.lucana Cilento
1 E.collaris Mti Piccentini

Das wars auch schon. Vom nächsten Urlaub gibts auch nicht mehr, ist auch 
schon rum.

Bis dahin ne gute Zeit,
Grüßle,
                           Helmut.

Muchas gracias Helmut por compartir tu interesante aventura. Un abrazo.