NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS


ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M. A. BUENO

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MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

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EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE

EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE
-------------- B L O G nº 1 --------------

© copyright del autor

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miércoles, 12 de septiembre de 2018

HELMUT PRESSER EN BUSCA DE LAS ORQUÍDEAS


Mi amigo el botánico y orquidiólogo Helmut Presser me envía su último estudio realizado en Italia:

Italien

Klingt langweilig, gell?

Aber: Nach 2 Jahren Pause (Erholung vom Epipactenwust) fuhr ich zu 
Beginn der Sommerferien wieder einmal in die Berge Italiens. Wenn bei 
uns fast alle Orchideen verblüht sind (heuer zur Abwechslung wieder mal 
zielmich vertrocknet), sind dort erstaunlicherweise eine Reihe von Arten 
in bester Blüte, einige Sippen sogar noch knospend.

Wie gewohnt fuhr ich also mittags nach der Arbeit los, diesmal schon um 
11 Uhr. Trotzdem staute es sich kräftig zwischen München und dem Inntal, 
es hatten wohl viele Münchner dieselbe Idee. Die wollten also sicher 
schnell noch die Epipacten besichtigen, ansonsten würde man ja einige 
Tage oder Wochen warten. Auch hinter Bologna noch ein wenig Stau, dann 
kam ich gut durch bis zur Majella (1080 km), immer die längste 
Mondfinsternis des Jahrhunderts vor Augen.
In der Majella traf ich mich mit einem Orchideenfreund, der nach 2 
Wochen gerade heimfuhr. Wir exkursierten zusammen und ich bekam die 
neuesten Neuigkeiten mitgeteilt. Auch den nächsten Tag blieb ich dort. 
Anschließend ging es in die Monti delle Matese, wo ich einen Tag 
verbrachte. Als nächstes kamen die Monti Picentini dran, fast 2 Tage. In 
der Basilikata s Potenza traf ich mich mit meinem besten italienischen 
Orchideenfreund, der extra 3 Tage das Meer und die Enkel verlassen hatte 
um mit mir zu exkursieren, speisen u.v.m. Leider gab es gerade da einige 
Regenfälle, sodass die Pfifferlinge zwar kiloweise sprießten (einzelne 
wohl gut 100 g), die fotografische Arbeit in den beeindruckenden 
Buchenwäldern aber zeitweise erschwert war. Dann weiter in den Pollino, 
wunderschön. Da blieb ich auch 4 Tage mit 2 Badeabstechern. Dann ging es 
wieder zurück in die Basilikata und gleich weiter in den Cilento. Dort 
"bestieg" ich den Mt. Cervati. Anschließend wollte ich auf die Mti. 
Alburni, aber von N her führt kein Weg rauf, steiler Fels. Also weiter 
in die Mti. Ernici, da war ich noch nie. Hatte auch einen Tipp bekommen, 
dort mal nachzusehen. Am Ende ein Bad im warmen Lago di Bolsena und dann 
im noch wärmeren Saturnia und rauf auf den Mt. Amiata.

Anfangs kam ich vor lauter "Arbeit" an den Ständelwurzen nicht dazu, ans 
Meer zu fahren. Dies änderte sich, als ich im südlichen Pollino war. Da 
kenne ich nicht weit weg einen eher einsamen Strand am Ionischen Meer. 
Als Frühaufsteher verließ ich die luftigen Höhen und war 2x schon um 
halb 8 am Strand. Ich verließ ihn wieder, als die Italiener einfielen. 
Gut, da war es einmal auch schon 32°, empfindet man in Italien aber eher 
wie 26°. Das Wasser war angenehm warm und sehr klar, man badete auch 
gern schon bei kühlen morgentlichen 25°, es war da noch nicht windig. 
Bei der Rückfahrt war es heiß, also dachte ich an eine Abkühlung im 
Tyrrhenischen Meer. Aber da gefiel es mir nicht, zu bebaut, zu viel 
Touristen, zu heiße Parkplätze. Bei Saturnia (Klein-Pamukkale, stinkiges 
Warmwasser) war das am Sonntag zu erwarten, da muss ich halt mal Ostern 
unter der Woche hin um schöne Fotos zu machen.

Das Wetter
war ja bei uns warm und zielmich trocken gewesen. So war es auch bei der 
Hinfahrt. 34° bei Innsbruck, 36° bei Bozen und das bei spartanisch 
funktionierender Klimaanlage. In den Bergen wars natürlich angenehm, 
gewöhnlich bis 25°, bei 900 m auch mal 30°. Häufig gab es im Gebirge am 
Nachmittag Wolken mit Gewittern, da wurde es schon mal kühl, also unter 
20°. Tiefland mied ich gewöhnlich tagsüber, früh war es da angenehm. 
Abends hatte es da auch noch mal 33°, aber das war in D gerade ähnlich, 
hörte ich. Nur schwüler. Als ich früh beim Baden war, war es abseits des 
Meeres auch mal 34° - um halb 11. Südlich des Pollino sah ich das öfter 
um die Zeit, später war ich wieder oben. Nachts war es je nach Höhe 
15-22°, nur einmal hatte ich auf 1000 m gerade mal 12°. Polarluft oder 
ungünstige Tallage. Die Rückfahrt fand teils nachmittags statt, da waren 
es dann bei Eboli - Salerno - Vesuvio lang über 35°. Am Ende dann in der 
Toskana und hinter Rom leicht erhöhte Temperatur: 37,5°. Man gewöhnt 
sich fast an alles. In D wäre man da tot. Auch auf der Rückfahrt in der 
Auffahrt zum Brennero und auch bei Innsbruck 34°. Dann kräftiger Regen 
bis Ingolstadt, danach natürlich kaum Niederschlag bis in die Sahelzone 
des Altmühltals. Stau wieder um München rum und vorher ein wenig um 
Verona. Montag ist also auch kein guter Reisetag.

Die Viecherl
Die lauen Nächte waren voll vom Gesang der diversen Grillen und 
Heuschrecken. Eine bessere Artenkenntnis wäre hier mal interessant. Hier 
und da gab es Smaragdeidechsen, in den Bergen Mauer-, unten 
Ruineneidechsen. Schlangen oder Schildkröten sah ich gar nicht, haben 
sie die wohl ausgerottet??? Schmetterlinge waren noch reichlich 
vorhanden, wurden aus Zeitgründen aber wieder mal meist stiefmütterlich 
behandelt. Immerhin bekommt man sie mit der P900 ganz gut, ohne dass sie 
wegfliegen. Nur in der Früh hatte ich öfters Muße, sie zu suchen, da 
stand ich vor ihnen auf. Öfters mal lästig waren die Mücken, die in den 
Buchenwäldern häufiger mein Blut haben wollten. Ich tötete deutlich mehr 
als durch mein Fell stachen, sehr viele. Scheine aber nun gegen Jucken 
fast immun zu sein. Zecken gab es dagegen nur sehr wenige. Im sauberen 
(trotz Sandstrand) und glatten Meer konnte man den Fischen zuschauen, 
die um die Füße schwammen, auch kleine Flundern waren immer dabei und 
setzten sich auf die Füße.

Die Botanik
O weia, wenn man gewisse Buchenwälder in Italien betritt, wird man 
gelegentlich von der Vielfalt fast erschlagen und möchte fast rückwärts 
wieder raus. Es ist schon manchmal harte Arbeit, diesen Wust in Gruppen 
einzuteilen und diese dann einem Namen zuzuordnen. Dies klappt sicher 
nicht beim ersten Besuch und auch beim 5. gelingt das beileibe nicht 
immer und ich denke, dass noch reichlich Neubeschreibungen auf uns 
warten. Da hätte Robatsch viel fleißiger sein müssen. Epipactis ist halt 
nicht die einfachste und attraktivste Orchideengattung und hat in 
Italien mit Abstand die höchste Diversität. Beispielsweise kann man in 
einem einzigen Gebirgszug 10 verschiedene Sippen von Epipactis 
helleborine s.l. erkennen. Und fast alle stehen in einem Waldstück und 
blühen großteils fast gleichzeitig. Es gibt da so Hotspots, wenn man die 
findet.... Nicht vergessen sollte man die blumenreichen Bergwiesen, auch 
im Sommer geben die noch einiges her. Auf 1600 m blühte z.B. noch die 
Spitzorchis. Interessant noch: Ich sah 100e von Ceph.rubra, alle ohne 
Frucht. Erst im Pollino gab es auch Früchte. Im Cilento scheint E.lucana 
wie in der Basilikata die vorherrschende Art zu sein, am Mt. Cervati sah 
ich sie bis in 1840 m Höhe. Oben nur knopsend - da blüht sie wohl erst 
Ende August auf, einige vermutlich erst im September. Der Habitus ist 
allerdings schon extrem variabel, die meisten Exemplare sind aber an dem 
Blüten zu erkennen. Auch E.microphylla blühte Mitte August noch bei 1800 
m, erstaunlich. Nun ist es aber nicht mal ein spätes Jahr. Knospende 
Pflanzen gab es in fast allen Bergen oberhalb 1300 m, ich glaube aber, 
dass das nur Nachzügler sind.
Unter dem lukullischen Aspekt sind wohl die großen Walderdbeeren zu 
nennen, die in den Hochlagen noch gut fruchteten und schmeckten. Nahezu 
gleichzeitig gab es Himbeeren und unwesentlich tiefer Brombeeren. Aber 
all das ist nichts gegen die gerade reifenden Feigen. Leicht 
angetrocknete Haut, schon süß und innen noch saftig - hmmmm! Mit 
Fenchelblüten bekommen sie noch eine eigene Note. An bekannten Pilzen 
gab es erst fast nur Pfifferlinge, Boletus kam wohl grad Mitte August, 
ich sah die ersten schon.


sprossen, natürlich!
Keine Angst, ich quäl Euch nicht mit 37 verschiedenen Epipacten, obwohl 
ich das leicht könnte!


Na gut, ganz wenige Epipacten:
1 E.purpurata rosea s M Pollino
3 E.lucana Cilento
1 E.collaris Mti Piccentini

Das wars auch schon. Vom nächsten Urlaub gibts auch nicht mehr, ist auch 
schon rum.

Bis dahin ne gute Zeit,
Grüßle,
                           Helmut.

Muchas gracias Helmut por compartir tu interesante aventura. Un abrazo.



martes, 28 de julio de 2015

ORQUÍDEAS - ORCHIDEEN - ORCHIDS - HELMUT PRESSER orchidées, 蘭, орхидеи, ऑर्किड, 兰花, 蘭花,

Las orquídeas de Helmut Presser

El orquidófilo alemán Helmut Presser me dice lo siquiente:

Hallo zusammen!
Ja, ich weiß, Ostern ist schon eine kleine Weile her. Aber ich verspreche, wenn ich mal pensioniert werden sollte, kommen die Postkarten vielleicht zeitnaher. Oder zeitnäher?

Zur ersten Tafel v.l.n.r.:
AL Divjaka-NP, HR Pag, Falsche Kamille HR-S, HR Gruda
HR-S, Camp HR Südzipfel
MNE Inseln vorm Schlafplatz links hinterm Felsen, HR Pag, MNE Sunset hinter Insel, AL Mitte


Es ist nun mehr als 25 Jahre her, dass ich mal um Ostern in Kroatien war. Und damals hatte ich nicht viel Ahnung von Orchideen. Also wurde es höchste Zeit, dass ich dort um diese Zeit botanisieren ging. Es sollten auch nicht späte Ostern sein, weil mich besonders die frühen Arten im Süden interessierten. Also fuhr ich auch diesmal sofort am letzten Schultag los. In Zagreb traf ich abends meinen Orchideenfreund Roko Cicmir. Danach fuhr ich noch ans Meer bei Zadar, was sich als komplizierter als erwartet herausstellte. Wegen der stürmischen Bora dort waren nämlich einige Straßen und die Autobahn gesperrt. So kam ich erst gegen Mitternacht an. Am nächsten Tag ging es langsam nach Süden, immer botanisierend. Tags darauf fuhr ich bei Split nach ausgiebigem Wälzen in Orchideen wieder auf die Autobahn bis zum Ende, wo man an die Küste runter muss. Dort dann durch BIH, den Korridor, der bis ans Meer reicht. Den querte ich schon am Sonntagnachmittag. Am nächsten Tag trieb ich mich in den reichhaltigen Biotopen vor der montenegrinischen Grenze rum und übernachtete auf dem allersüdlichsten Zipfel von Kroatien.

Anschließend ging es rein nach Montenegro. Die Küstenstraße ist ziemlich bebaut, ca. 66,6% der Strecke, das sind etwa 3 Viertel oder so, wenn nicht mehr (den exakten Prozentsatz konnte ich leider nicht ermitteln, weil mich das Navi gnädigerweise auch durchs Landesinnere schickte), ist auf 40, 50 oder 60 beschränkt, die Polizei ist relativ präsent. Holte mich gleich raus, nachdem ich die schleppende Grenzabfertigung hinter mich gebracht hatte und wies mich warnend drauf hin, dass im Land auch tagsüber das Licht an sein muss. Und das bei grellem Sonnenschein. Aber der Sprit ist billig, Diesel 1,08, wenn das Euro sind. Es waren Euro, unsere sogar. Sah ich beim Tanken in der Hand des Tankwarts. Beim Einkaufen fiel auf, dass auch Lebensmittel in MNE sehr billig sind.
Ganz im Süden besuchte ich nach 25 Jahren wieder die Insel Ada an der albanischen Grenze. Ist nun ziemlich abgesperrt, FKK-Campingplatz und Ähnliches.

Weil das Wetter dann in MNE mieser wurde, querte ich die albanische Grenze. Da wars erst noch mieser und v.a. sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen noch viel depperter. Auf der Landstraße ohne Einmündung 50 km/h, das gibt’s selbst in MNE nicht. Auch mal längere Zeit 60, in Ortschaften meist 40. Da wird man den Verdacht nicht los, dass die entweder viel zu viele von diesen Schildern geschenkt bekommen haben, oder das Land soll beim Durchfahren größer wirken. Dafür kanns auch mal sein, dass sich 2 begegnende Polizisten auf der Bundesstraße (80 km/h) in der Mitte von Auto zu Auto unterhalten, der Rest quetscht sich schon an der Seite durch. Oder der albanische König oder so wird auf der BAB (110 km/h) von 7 fetten Polizeiautos umschwärmt und drängt alle anderen auf den Standstreifen. Dumm, wenn sich da grad 2 Tankwarte von gegenüberliegenden Tankstellen über die Mittelleitplanke unterhalten und auf dem Standstreifen Radfahrer fahren. Ohne Standstreifen fahren Radler auch mal am Rand gegen die Fahrtrichtung. Ist eh wurscht. Kann ein albanischer Radfahrer mit 100 hinter einem Bus im Windschatten herfahren??? Gut, die Fahrbahn war da gerade lochfrei, das hat er wohl gewusst. Fußgänger klettern auch öfters über die Mittelleitplanke. Wirkt irgendwie nicht ganz wie Europa. Aber die Zivilpolizei fährt Audi RS wie die Sau und holt wilde Mercedesfahrer raus. Da sind wir doch wieder daheim. Kontrollen sind recht häufig da, allerdings hat sich die Laserpistole noch nicht so ganz durchgesetzt. Meist wurde ich weitergewinkt als man sah, dass ich Tourist bin, einmal musste ich aber die grüne Versicherungskarte zeigen und die war im Januar abgelaufen. Hatten die montenegrianischen Grenzer gar nicht gemerkt. Zuerst füllte der Polizist also einen Zettel aus und erklärte (kein Wort in irgendeiner verständlichen Sprache natürlich), dass das 200€ kostet. Dann verzichtete er großmütig und schrieb klein 50€ daneben. Als ich ihm erleichtert das Backschisch geben wollte, winkte er mich weiter und grinste, der Geier.
Im albanischen Naturpark Divjaka, einem Küstendünenwald, hielt ich mich bei bestem Wetter einen ganzen Tag auf und dezimierte die dortige Mücken- und Spargelpopulationen erheblich. Irgendwann fiel mir auf, dass mein vorderes Nummernschild fehlte. Ich tappte also den eben gefahrenen Weg mit reichlich Wasserlöchern zurück und watete barfuß 5 min in der tiefsten Pfütze (gut knietief! weiß man halt erst, wenn man drin bzw. durch ist), weil da das Wasser bis zur Scheibe hochgeschwappt war. Ich fand nichts am Grund, dachte nach und fand das Nummernschild dahinter außerhalb unter ein wenig Sand. Hielt aber nimmer, fand also einen Platz hinter der Scheibe. Wurde dann auch stets bei Kontrollen und Grenzübertritten nachgefragt.
Nach dem Besuch eines weiteren Küstenwaldes gurkte ich durchs Landesinnere weiter nach Süden. Überall sah man die schneebedeckten Berge. Übrigens habe ich noch nie so viel Müll rumliegen sehen wie in diesem Land. Und nirgends gibt es prozentual so viele Mercedesfahrer, jeder Kuhhirte scheint einen zu haben. Nur die Zigeuner haben bestenfalls ein Dreirad-Moped mit Ladefläche vorn. Die leben da in Plastik und Blech. Unwohl fühlt man sich vielleicht im Norden in der Agrarsteppe nahe der Küste. Da lungern auffallend viele Männer, Jugendliche und Jungs auf den Straßen rum, eine Panne will man da nicht haben und auch nicht übernachten. Nebenstraßen sind generell in üblem Zustand, meist kein Asphalt und oft brutale Schlaglöcher. Aber man baut hier und da.

Nach einem kurzen Abstecher nach Griechenland ging es wieder zurück, soweit möglich auf bisher unbekannter Route. Da ich keine besonderen Biotope mehr fand und auch da das Wetter eher verhalten war, war ich an einem Tag von der Mitte Albaniens durch MNE wieder in HR. Dort wurden noch die Inseln Vir und Pag besucht. Von Pag aus startete ich mit der Fähre um 10 Uhr und war um 21 Uhr daheim.

Das Ganze in Kurzform: D-AU-SLO-HR-BIH-HR-MNE-AL-GR-AL-MNE-HR-BIH-HR-SLO-AU-D, do werst narrisch.

Das Wetter
In D sollte es nun endlich mal länger regnerisch werden (war dringendst nötig), also gab es hier und da ganz leichte Schauerchen. Diese zogen sich bis hinter Zagreb hin, dazwischen war es kaum mal sonnig. An der Küste war es wolkenlos, die Nacht war mit 12° trotz klarem Himmel sehr angenehm (das erreichte ich erst in GR wieder). Am nächsten Tag wehte örtlich ein recht frischer Wind mit ca. 16°. Leichte Bora halt. Wo es windstiller war, gab es gleich anfangs schon über 18°. In der folgenden Nacht dann bei abflauendem Wind am Meer gerade mal 6°. Dafür erreichten wir an diesem Tag schon 20,5°. Die folgende Nacht war relativ frisch, gegen Morgen wurde es aber wärmer. Dies bedeutet immer, wie auch diesmal, dass Wolken aufgezogen waren. Es zeigte sich tagsüber auch kaum einmal die Sonne und 15° dürfte der Höhepunkt gewesen sein. Sah ich aber nicht, bis zu den 2 Stunden mit leichtem Regen am Nachmittag war ich in einem Zypressenwald zum Suchen und Fotografieren. Am nächsten Tag hatte ich dort bei gleißendem Sonnenschein auch noch reichlich zu tun.
Montenegro scheint ein frisches Land zu sein. Am ersten Tag war es sonnig und grad mal 15° am Nachmittag, am 2.Tag keine Sonne und das Thermometer fiel langsam auf 12° am Meer. Mittags, ganz im Süden. In Albanien dann Nieseln und nur noch 9°, pfui Kuckuck! Stieg am Meer dann aber mit etwas Sonne schnell auf über 20° spätnachmittags. So wechselte es immer wieder, mal sonnig, seltener bedeckt oder gar Regen.
In GR war es einen ganzen Tag regnerisch, sogar wolkenbrüchig, also kehrte ich wieder um. Nur, in AL war es auch nicht besser. Dort 2 Tage mit wenig Sonne kaum mal 15°, meist aber doch über 10°. So auch am Rückweg durch MNE. In HR und BIH dann Bora, aber schon milder. Bei Makarska reichte der Neuschnee an der Küste bis halb den Berg herunter! Unmöglich! Aber nachts fast 12°. Erst ab Split gab es auf der Rückreise wieder angenehme Temperaturen bis fast 22°, nachdem die Bora zusammengebrochen war. Die Höchsttemperatur von 22,5° gab es auf der Rückreise in SLO vor den Alpen.

Die Viecher
Die Temperaturen waren noch nicht so üppig (aber wohl normal), deshalb zeigten sich die Reptilien eher selten. Natürlich gab es verschiedene Eidechsen, aber ich verwendete kaum Zeit darauf, sie zu fotografieren. Eine schnappte ich mir, das Buch gab aber nicht her, welche. Gelegentlich lag mal ein Scheltopusik rum oder machte sich lärmend davon. Schlangen hörte ich hier und da, sah auch mal eine sehr lange in Albanien, konnte sie aber nicht zuordnen, weil der Kopf schon weg war. Ist ja vorne und verschwindet als erstes. 2 Griechische Landschildkröten streichelte ich dort und eine Europäische Sumpfschildkröte konnte ich fotografieren. Auch Pelikane schwammen in Albaniens Lagunen, der Eisvogel flog hier und da. In einem Flussdelta in GR gab es jede Menge verschiedener Reiher und Limikolen. Weiße Löffler, purpurne Reiher... Und auf der Insel Pag sah ich doch glatt einige Kraniche in nicht allzu großer Höhe fliegen.
Der Schwerpunkt lag diesmal halt noch stärker in der Botanik.

Die Orchideen
Das Hauptziel wurde bereits am zweiten Tag erreicht: Die hübsche und von mir noch nie gesehene Ophrys flavicans. Die ersten fand ich schon gleich in der Früh ohne Fundortangaben. Dort konnte ich auch Bestäuber fotografieren und sogar einen fangen. Diedummenhamsglück,ne? Auch am nächsten Tag konnte ich 2 Exemplare derselben Mörtelbiene beim Schäferstündchen fotografieren. So viel zu mehreren unterschiedlichen Bestäubern bzw. zur Veränderung des Dufts bei Stress. Letzteres mag ja sein, interessiert die Bienen halt nicht. Interessant: Nach einer erfolgreichen Bestäubung biss eine Biene aggressiv an der Blüte herum. Die war danach richtig lädiert. Konnte ich schön dokumentieren.
Auch O.exaltata ssp. archipelagi fand ich schon am ersten Tag, da waren aber nur die Hälfte offen. Beschrieben ist die ja mit überwiegend buntem Perigon, um Sibenik herum fand ich aber ausschließlich grüne trotz guter Bestände. Sie blüht etwas nach O.sphegodes. Ganz im Süden Kroatiens geht archipelagi immer mehr in O.exaltata ssp. cephalonica über, man kann sie hier schon zu dieser Unterart stellen. In Albanien gab es neben normalen auch sehr kleinblütige Pflanzen im Küstenwald.
O.sphegodes gab, wie fast immer, Rätsel auf. Schon am ersten Tag fand ich verblühte, die noch blühenden waren sehr uneinheitlich in Farbe und Größe. Sie standen gut gemischt und waren im selben Blühzustand, bestimmt nur eine Art. Dasselbe Bild dann südlich des BIH-Korridors. Teils gab es Anklänge an grammica. Diese erkannte ich in Reinform (aufblühende Population) kurz vor der montenegrinischen Grenze. Ich glaube, das ist neu für HR. Da es offenbar Übergangspopulationen gibt, ist tatsächlich der Unterartrang angebracht, der Bestäuber ist eh derselbe. Sie blüht in etwa auf, wenn montenegrina abblüht. Natürlich kann man da auch wenige Bastarde finden. In diesem Gebiet kommt auch ganz normale O.sphegodes vor (als O.liburnica noch einmal beschrieben?), manchmal steht sie gemischt mit grammica, dann gibt es wieder Übergänge.
Ich war auch am Locus classicus der „O.incantata“. Die ersten blühten so weit im Süden schon Ende März und ich erkannte darin O.tommasinii.
Ganz im Süden von Kroatien gibt es die großblütige O.montenegrina, die ich bisher wohl auch noch nicht gesehen hatte. Sie ist sehr variabel und blüht früh. Die meisten gesehenen hatten schon einige vergammelte Blüten, es gab jedoch noch reichlich frische Exemplare. Leider war das Wetter bei meinem Besuch dort am ersten Tag nicht allzu sonnig und ich hatte am 2. Tag ausgiebig zu tun. In Montenegro sieht man sie v.a. anfangs häufig am Straßenrand. Später fand ich sie auch auf Friedhöfen, Moscheen waren dann nicht fern. Da fühlt man sich doch gleich an die Türkei erinnert.
Interessanterweise kommt ganz im Süden von HR auch O.neglecta vor und das nicht nur vereinzelt. Sie variiert hier sogar mehr als aus italienischen Populationen gewohnt. Da hätte ich gern mal den Bestäuber gesehen (ist von neglecta noch nicht bekannt), hatte aber nur ein Dutzend halbherziger Anflüge und eine einzige Pollenentnahme. Sah aber leider nicht echt aus, also fing ich erst gar keine der Langhornbienen.
MNE und der größte Teil von AL sind zumindest in Küstennähe nicht gerade reich an Orchideen. Die Biotope sind selten und wenn mal welche gut aussehen, stehen nicht mal Rosetten drin. Mag sein, dass das in den Bergen besser wird, aber da war einfach das Wetter nicht danach, es war zu früh oder ich hatte anderes zu tun. In AL sah ich im Landesinneren nur wenige Orchideen. Es war ja wirklich auch noch relativ früh und da stehen kaum auffallende Pflanzen in Blüte. Allerdings sah ich in beiden Ländern nicht eine Barlia, die gute Biotope anzeigen könnte. Stichproben verliefen stets wenig ergiebig.
In einem NP am Meer in AL gab es ausreichend Orchideen, ich fand sogar eine eindeutige O.garganica (vielleicht noch knospende dazu und eine fast eindeutige, Neufund für Albanien?) und einen vielgestaltigen Bastardschwarm mit O.incubacea – recht hübsche Pflanzen. O.exaltata cephalonica war dort teilweise sehr kleinblütig. Die ebenfalls kleinblütige Orchis morio albanica suchte ich trotz ungefährer Koordinaten und einiger km zu Fuß durch den urwaldartigen Küstenpinienwald mit Sumpfwaten am ersten Tag leider vergeblich. Nach der Übernachtung am Strand wollte ich langsam weiterfahren, schaute nur noch schnell mal neben der Straße, da standen welche. Gut, hätte am Ende des Naturparks eh noch mal geschaut, war schon eingeplant. Hatte noch eine 2. Angabe weiter südlich, aber da fand ich gar keine. Verwendete auch nur ne Stunde drauf. Allerdings gab es da nun wieder normal große cephalonicas. Als weiterer Neufund für Albanien ist ganz im Süden O.praemelena zu verzeichnen. Ich fand sie an 2 Stellen, an einer davon sogar 50 Stück, und ohne die sicula-phryganae (wie immer diese nun richtig heißen mag). Sie ist mitnichten eine melenoide Form von dieser und auch keine O.melena. Wenn die sicula-phryganae aufblüht, blüht die praemelena schon ab. Ich sah gerade mal 3 Knospen unter 250 Pflanzen (incl. GR). In der Mitte Albaniens fand ich noch einmal 4 Pflanzen in einem Küstendünenwald. Sie blühten aber erst auf, die Determination ist also unsicher.
Der Süden des Landes wirkt schon wie Griechenland, dementsprechend findet man hier durchaus reichhaltige Biotope. In GR dann fand ich eher zufällig nahe am Strand O.incubacea, wenn man die nicht rechnet, die ich ganz früher in Unkenntnis auf der Peloponnes fotografiert hatte, ist auch die neu für GR.

Alles in Allem wieder mal eine richtig erfolgreiche Reise. 2600 Bilder nach dem Aussortieren sind auch nicht schlecht.
Schöne Grüße,
                         Helmut.


Und gleich die 2. Tafel, wie immer in HD-Größe:

Kormorane, Kraniche, O.flavicans, O.neglecta

2 O.flavicans, 2 O.neglecta, drunter O.forestieri und O.lutea (alles HR), Taubenschwänzchen AL, drunter Sandlaufkäfer AL

Steinschmätzer, Mittelmeersteinschmätzer, Adriatische Mauereidechse? HR Gruda, ?frosch AL, Springspinne


Nun ein paar Spinnen aus HR.

exaltata archipelagi, flavicans (ja, ich weiß, keine Spinnen), tommasinii incantata, neglecta + exaltata cephalonica, sphegodes, montenegrina, sphegodes grammica

3 montenegrina, 1 exaltata cephalonica, 3 exaltat archipelagi, 1 tommasinii incantata

2 sphegodes Gruda, 2 ? Gruda, 1 cf. garganica, 2 tommasinii incantata



Ach ja, weil ich Anfragen erhielt: HR ist Kroatien. Und dort habe ich an einer Stelle 2 Pflanzen von Ophrys forestieri (ehemals lupercalis) und eine Ophrys lutea gefunden (letzte Tafel, hatte ich glatt vergessen zu erwähnen). Beides wohl noch nicht veröffentlicht. O. garganica ist vielleicht auch nicht offiziell bekannt, wurde aber schon in mehreren Exemplaren eindeutig nachgewiesen.


Und weils diesmal teilweise ein unbekannteres Gebiet als sonst war, gibts noch eine Bildtafel mehr. Hier also die vorletzte, fast nur albanisch.

O.exalt.cephalonica MNE, 7 O.incubacea und Mischformen AL

2 O.exalt.cephalonica AL, O.garganica AL, 6 O.incubacea-Mischformen AL

O.sicula AL, 3 O.cf.penelopae AL, 5 O.praemelena AL, O.praemel x cf.penelopae

O.cf.herae janrenzii AL, O.mammosa AL, O.bombyliflora AL, O.ferrum-equinum GR, 2 O.ferrum-equinum AL, O.cf.praemelena AL, O.incubacea GR

Nun also die letzte Tafel mit ein paar bunteren Blümlein.

5 Orchis morio albanica AL, 2 Dactylorhiza romana AL, 1 Barlia robertiana HR

2 Orchis quadripunctata HR, 1 Orchis morio caucasica HR, 3 Ophrys tenthredinifera s.l. AL, 1 Op. bertolonii HR, 1 Op. flavicans HR, 1 Muscari spec. AL

1 Or. lactea AL, 1 Or. papilionacea AL, 4 Op. reinholdii AL, 1 Fritillaria neglecta HR, 2 Iris adriaticum HR, 1 Cyclamen repandum HR

1 Or. lactea AL, 1 Or. papilionacea AL, 2 Op. reinholdii AL, 1 Op. ferrum-equinum, 1 Hyacinthella spec. HR, 1 Iris adriaticum HR, 1 Narcissus tazetta HR, 1 Romulea bulbocodium

Die nächste Postkarte (von Pfingsten) muss warten, bis die nächsten Urlaube rum sind.

The very best wishes to all,
Helmut.


Magnífico trabajo Helmut, felicitaciones

WEBS DE INTERÉS


domingo, 1 de diciembre de 2013

HELMUT PRESSER - Postkarte von Pfingsten, geringfügig verspätet - Orchidaceae Antoine-Laurent de Jussieu, 1789 - orquídeas orchids orchideeën орхидеи 兰花 蘭花 ऑर्किड

Helmut Presser desde Baviera (Alemania) me comunica los siguiente:

Sorry, aber die Zeit wird offenbar immer knapper. Damals schrieb ich schon während der Reise:

Endlich Pfingstferien und wieder 16,5 Tage Zeit! Ich war schon länger nicht mehr an Pfingsten auf der Iberischen Halbinsel gewesen und schon gar nicht in Portugal. Außerdem waren es diesmal frühe Pfingsten und es schien da ein feuchteres, späteres Jahr zu sein.

Die Reiseroute
Durch Frankreich ging es fast ohne Aufenthalt, doch an den Pyrenäen drehte ich erst mal wieder wegen üblen Wetters um und schaute lieber kurz mal in den Corbières nach Orchideen. Danach schräg über die Berge nach Katalonien. Anschließend nach Süden bis in die schönen Berge um Teruel-Cuenca und danach noch weiter runter in die Serra Segura. Super Landschaften mit grandiosen Schluchten und einsamen Bergen. Besichtigt wurden Gebiete bis 1650 m, oft lichte und lückige Kiefernwälder. Dann ein kurzer Abstecher ans Mittelmeer, bevor es rüber in den Westen zur Extrematura ging. Wunderschöne sanfte Landschaften da mit beeindruckenden Blumenmassen zwischen den allgegenwärtigen Steineichen. Zieht sich abgeschwächt hin bis weit nach Portugal rein, wo ein Besuch am Atlantik sein musste, bevor es in die Serra do Caramulo ging. Dann weiter nach NO an die spanische Grenze zur Epipactis duriensis. Danach wieder ins schöne Spanien in die weniger schöne Gegend um Madrid. Danach m.o.w. nonstop heim, die Gegend ö Madrid wurde übrigens wieder beeindruckend, erinnert irgendwie an USA.
Etwas lästig ist die viele Fahrerei auf der Iberischen Halbinsel, die liegt halt weit ab und ist recht groß. Rentiert sich aber wirklich wegen der tollen Landschaften und der großen, menschenleeren und dadurch besonders reichhaltigen Naturräume. Absolut zur Nachahmung empfohlen!

Das Wetter
Oh jaa, das war etwas merkwürdig heuer. Erst mal ein halber Tag Regen durch Frankreich. Dann Besserung, aber hinter den Pyrenäen hing es noch. Darauf hatte man keine Lust, also blieb man noch einen halben Tag in Frankreich. In Spanien recht gutes Wetter, doch waren die Temperaturen anfangs nicht grad üppig. Blöd im Bergland, da gab es 2x etwa 5° in nicht allzu großer Höhe. Nachts allerdings, tagsüber unter 20°. Auch das besserte sich merklich, im Südosten waren es dann tagsüber schon fast 26° und am Meer etwa 17° nachts. Da konnte man auch schon mal reinspringen, das Wasser hatte vielleicht 20°. Ganz anders der Atlantik, der war recht frisch und wellig. Auch das Wetter war nicht üppig da, ziemlich windig und mittags nur 17°. In der nahe gelegenen Serra do Caramulo gab es sogar lästigen Nieselregen bei windigen 11°. Gleich am nächsten Tag in einem Tälchen nahe der spanischen Grenze 29° bei bestem Wetter. Aber auch da waren die Nächte recht kühl. Erstaunlich warm, nämlich bis 28° war der kräftige Mistral in Südfrankreich bei Béziers, vorher und nachher deutlich kühler. Ab Lyon auf der Rückreise in Frankreich wieder etwas Regen. Am Oberrhein bis 20°, dann wurde es immer kälter bis oberhalb Eichstätt 9,5° mit Regen. Am Tag! Schon lang vorher (bereits in Frankreich) sah man an den ungewöhnlich zahlreichen Wasserflächen, dass es eine Bombenidee gewesen war, die 2 Wochen woanders zu verbringen. Auch die Vegetation war in der Zeit nur wenig voran gekommen, prima! Jahrhunderthochwasser hier und da wegen ewigem Dauerregen.... Da vergisst man gern mal die etwas dürftigen Temperaturen in Spanien / Portugal.

Die Viecher
Unnötig zu erwähnen, dass es reichlich Adler und andere Greifvögel, besonders aber Geier und Massen an Störchen unterwegs gab. Sie wurden besonders in der Extrematura beobachtet. Hier herrscht bekanntlich die größte Dichte an Wirbeltieren in Europa. Auch eine bissige Hufeisennatter fiel mir in die Hände. Daneben Perleidechsen und ein Spanischer Sandläufer. Schmetterlinge waren zwar reichlich vorhanden, wurden aber fotografisch nicht besonders bearbeitet. Unter Steinen fand ich diesmal fast gar nichts, nicht einen Skorpion oder Skolopender, merkwürdig. In den östlichen Gebirgslandschaften lief auffallend häufig verschiedenes, wenig scheues Wild umher: Rehe, Mufflons und v.a. Hirsche.

Die Orchideen
Die Reiseroute richtete sich natürlich nach den interessanteren bzw. selteneren Orchideenarten. In F (Corbières) war es die Ophrys corbariensis, in Katalonien Ophrys catalaunica und O. subinsectifera, in den südlicheren Bergen Ostspaniens Orchis cazorlensis, Or. langei und Or. tenera. Bei letzterer glaubte ich erst, es gäbe sie nicht, da ich an den mir bekannten Stellen in der Serra Segura (Angaben von Freunden und frühere Funde von Rosetten) immer nur aufblühende Or. langei fand. Zufällig fand ich aber am Ende noch einen guten Bestand 200 m höher in Hochblüte, die eindeutig keine langei waren und auch keine mascula wie im Bereich Teruel-Cuenca. Geht für mich als gute Unterart von mascula durch.
In der Extrematura war ich leider zu spät dran für Serapias perez-chiscanoi und S. lorenziana (occidentalis). Eine oberflächliche Suche in größerer Höhe erbrachte auch nichts, dafür aber Orchis coriophora ssp. martrinii.
Dactylorhiza irenica fand ich anfangs wie andere Orchideenfreunde nicht, die Angaben waren nicht richtig oder ungenau bzw. die eine bekannte Stelle ist vielleicht erloschen. Beim 2. Anlauf fand sich dann doch eine „Wiese“, in der einige Torfmoosbereiche mit Sonnentau lagen, insgesamt gab es etwa 50 Pflanzen. Es waren aber nur wenige bereits aufgeblüht, darunter auch D.elata. Die wenigen irenica zeigten auch teilweise deutliche Anklänge an elata, sodass ich diese vielleicht eher als Varietät von elata einstufen würde.
Einen Tag später war ich in Portugal und schaute mir in der Serra de Caramulo die Dactylorhiza caramulensis an. Auch sie steht offenbar der elata sehr nahe, scheint aber vielleicht doch eigenständig zu sein.
Der nächste Punkt war Epipactis duriensis. Den bekannten Platz nahe der spanischen Grenze fand ich wahrscheinlich nicht, aber einen guten Bestand dort ganz in der Nähe. Einige Pflanzen sahen sehr eigen aus, andere äußerst ähnlich tremolsii. Der Boden dort ist kalkfrei, was vielleicht eine andere Ausprägung bei dieser Sippe hervorruft. Dies kennt man ja schon aus anderen Gebieten. Eine Eigenständigkeit der sehr variablen ostportugiesischen Sippe liegt für mich jedenfalls nicht zwangsläufig auf der Hand. Es gibt offenbar kaum durchgehende Unterschiede, es herrscht nur eine enorme Variabilität.
Der letzte Punkt war Serapias vomeraceae subsp. guadarramica in der Nähe von Madrid. Hier waren auf 1200 m erst die allerersten offen und mir ist nicht ganz klar, warum man daraus ein eigenes Taxon machen musste. Die Sippe ist sehr variabel und Besonderheiten sah ich nicht durchgehend bei allen Pflanzen trotz relativ geringer Auswahl.
Am Oberrhein wurde am Sonntag noch ein wenig exkursiert, da war der Dingel noch nicht mal offen. Selbst einige Hummeln blühten erst noch auf und die letzten Spinnen hatten noch Blüten. Auf einer Wiese sah ich insgesamt 5 verschiedene Ragwurzarten, sehr beeindruckend für Deutschland.

Zuerst einmal eine landschaftliche Übersicht, genauere Einblicke folgen demnächst. Die übliche Größe full HD, also normalerweise je nach Bildschirm zu vergrößern.

Beste Grüße aus dem Altmühltal,
Helmut.

Zum Schluss ein wenig Botanik, hättet ihr nicht gedacht, gell?

Für die Orchideenfreaks (Namen in einer Rangstufe nach meinem Gutdünken):

3 Ophrys corbariensis (Corbieres), 1 O.virescens (Corbieres), 2 O. catalaunica (Katalonien), 4 O.subinsectifera, 1 O.scolopax (Katalonien), 3 O.castellana, 2 O. sphegodes, 2 O.lutea, 2 O. scolopax (Serra Segura)

3 Orchis cazorlensis, 3 Or.langei, 3 Or.mascula ssp. tenera, 1 Or.champagneuxii, 3 Dactylorhiza elata var. irenica, 3 D.elata ssp. caramulensis, 3 D.elata

3 Or.coriophora ssp. martrinii, 3 Serapias vomeraceae (ssp. guadarramica), 4 Epipactis tremolsii (duriensis), 1 S.parviflora, 1 Neotinea maculata

Die Postkarten vom Sommer und Herbst dauern noch bis weit in den Winter, nur Geduld!

Bis dahin eine gute Zeit,
                         Helmut.

Muchas gracias Helmut por compartir tus estudios.
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HELMUT PRESSER - Postkarte von Pfingsten, geringfügig verspätet - Orchidaceae Antoine-Laurent de Jussieu, 1789 - orquídeas orchids orchideeën орхидеи 兰花  蘭花 ऑर्किड 

jueves, 3 de septiembre de 2009

Orquídeas орхидеи orchids 兰花 orchidees ऑर्किड orchideeen 蘭の花

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Dedicada a Kamelyia de Sofía (Bulgaria), una gran diseñadora. Salud.

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http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9E%D1%80%D1%85%D0%B8%D0%B4%D0%BD%D1%8B%D0%B5

http://en.wikipedia.org/wiki/Orchidaceae

http://es.wikipedia.org/wiki/Orchidaceae