NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS


ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M. A. BUENO

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MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

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EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE

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-------------- B L O G nº 1 --------------

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miércoles, 15 de julio de 2020

HELMUT PRESSER EXTRAORDINARIO TRABAJO SOBRE ORQUÍDEAS - ORCHIDEEN - ORCHIDS


Ein wenig verspätet für eine Pfingsturlaubspostkarte, sorry. Es gab einiges zu tun, u.a. Wochenend-Trips. Aber jetzt dann doch:
Endlich wieder reisen! Der Ausfall an Ostern fiel schon schwer. Leider gab es aber noch keine freie Ziel-Wahl, also fuhr ich Freitag Mittag erst mal nach NW-D.
Im Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn soll es ein endemisches Knabenkraut (D.sennia) geben, an das man aber nicht rankäme, alles gesperrt, heißt es, brutale Strafen drohen. Nun, es waren einige Straßen offen, entlang derer aber nichts zu sehen war. Sowieso alles viel zu trocken auch hier. Ich fragte also in einer Garnison, doch da kannte sich keiner aus. Da erfuhr ich aber, dass ich wohl dort rumtappen durfte, solang nicht geübt würde, Corona sei Dank. Dies tat ich dann ausführlich, nachdem ich eine Schäferin nach Feuchtstellen befragt hatte. Doch auch diese waren ziemlich trocken, ich fand aber 2 Sonnentau-Arten und den Sumpfbärlapp. 4,3° nachts. Auch am nächsten Morgen kein Erfolg, also fuhr ich nach Münster und besichtigte den L.c. von Müllers Waldhyazinthe. Hier hatte ich auf Anhieb Erfolg. Traf auch 2 Orchideenfreunde unabhängig dort, hier pilgert offenbar heuer jeder hin. Bekam dann einen exakten Tipp, wo ich das Senne-Knabenkraut hätte finden sollen. Fuhr also die 100 km zurück und kletterte in eine besetzte Viehweide. Der Tipp war allerdings falsch, das Gelände passte nicht zur Beschreibung. Auch rundum fiel mir nichts Passendes ins Auge. Also machte ich mich auf den Weg in die Niederlande.
Dort besuchte ich einen Orchideenfreund und reiste mit ihm einen halben Tag rum. Um 4 Uhr früh kam ich da ins Bett, die Sonne weckte 3 h später. Nach seinen Angaben reiste ich kreuz und quer durch NL und auch Belgien (Grenzöffnung überraschend gerade an Pfingstsonntag). Sind schon gute Gärtner, die Holländer, inzwischen wurden einige Arten dort gefunden, die es bisher nur woanders gab. Und es warten sicher noch mehr, gut versteckt. Es gibt viele, gut gepflegte Orchideenbiotope und es ist mild. Auch die Mastorchis haben sie schon, von Serapias ganz zu schweigen. Doch sogar das Land, das unterhalb des Meeresspiegels liegt, ist heuer trocken, das machte die Suche spannend und aufwändig. Fand aber dann doch das Meiste, auch Spiranthes lucida aus USA, Dact. incarnata coccinea aus GB und am Ende auch daher Op. apifera belgarum. Die anderen Varietäten wären vertrocknet, hieß es.
Dann ging es nach Dänemark, etwas zögernd ließ man mich einreisen, nachdem ich erzählte, dass ich Orchideen für ein Buch aufsuchen müsse. Für Normalbürger sind die Grenzen noch über eine Woche dicht. Ich musste nicht mal ein Ziel angeben oder eine Unterkunft, dabei hatte ich mir das doch schon zurechtgelegt. Da das Wetter noch gut und warm war, war das erste Ziel die Insel Römö. Schön wild da, aber halt auch ziemlich vertrocknet. Nächster Punkt war das Nissegard an der W-Küste ziemlich oben. Tolle Gegend, leider auch sehr ausgetrocknet und aktuell im Regen, wurde aber beides besser. Anschließend rauf bis in die N-Spitze, Skagerak. Dort ist inzwischen alles abgesperrt, Riesenparkplatz mit Bezahlung von 7-19 Uhr. Gut, dass ich spät kam und es noch bis 23 Uhr hell war.
Nach DK ging es wieder nach D (logisch!), und zwar in den Osten nach Brandenburg zu einem Orchideenfreund. Dort besichtigten wir das Quasliner Moor, also nur ein winziges Teilchen.
Dann wieder in die NL und mit dem niederländischen Orchideenfreund Exkursion in NL und B und danach in den Elmptener Schwalmbruch und in die Wahner Heide, wieder ein Truppenübungsplatz. Und nochmals ins Gebiet der Senne, hatte nämlich inzwischen die Telefonnummer eines Ortskundigen bekommen. Leider bekamen wir für diesen Tag keine Genehmigung dort aus dem Auto zu steigen.
Die Reiseroute in Kurzform: D-NL-B-NL-B-NL-B-NL-D-DK-D-NL-B-NL-D
Übrigens, in den NL ist auf Autobahnen von 6-19 Uhr meist Tempolimit 100. Auch wenn ich eigentlich schneller fahre, muss ich sagen, dass das entspannend ist, direkt entschleunigend wenn der Tempomat auf 103 steht. Ich sah auch weder Unfall noch liegengebliebene Fahrzeuge oder Stau, genauso in DK bei höchstens 130. Gut, die haben eindeutig viel weniger LKW, die Dänen auch weniger Autos. Wie machen die das? Ok, es ist auch noch Corona. Und noch was fiel mir in NL und DK auf: Die Ampeln schalten sehr schnell auf Grün, wenn man sich nähert und kein Querverkehr ist. Man muss nicht abbremsen. Wieso ist das bei uns nicht möglich? Müssen wir an veralteter Technik festhalten und deswegen Sprit etc. verschwenden?? Ist ja bescheuert! In DK sind viele Mittellinien, ob unterbrochen oder nicht, wie auch die Ränder der Landstraßen mit Rippen versehen. Wenn man also an den Rand der Fahrbahn kommt, weil man nach Orchideen schaut, hört man das deutlich. (Ist auch gut so, 80 km/h sind doch ein wenig ermüdend, das Hirn wird nicht so gefordert.) Da sollte mal jemand seine Hausaufgaben machen, Herr Minister! Man könnte sich profilieren statt bescheuerten hippen Ideen hinterherzulaufen, gell? Auf hunderten von Kilometern habe ich in DK übrigens gerade 3 Polizeiautos gesehen. Und Radfahrer fahren in NL und DK generell auf Fahrradwegen, wenn vorhanden, auch die mit Rennrad, die bei uns ausschließlich die Straßen für ihren Sport nutzen. Merkwürdig, man wird fast nie zum Abbremsen gebracht! Besonders in NL gibt es für Radfahrer dafür einige Vergünstigungen, man sollte vielleicht auch da mal über eine Übernahme nachdenken.
Das Wetter
Die ersten 3 Tage waren sonnig, etwas windig und kühler. Dann wurde es 3 Tage wärmer, bis 30° in den NL, 28° in DK, dann gewittrig und anschließend kühl. 14° Höchsttemperatur im Norden und 2 Tage immer wieder Regen ohne Sonnenpausen. Pfui Kuckuck! doch die Natur brauchts dringendst. Eine Regenperiode 3 Wochen früher wären halt wieder mal perfekt gewesen, jetzt will ich Sonne. Dann wechselhaft mit genügend Sonne, verhaltene Temperaturen, bis 15°, dann 17, 18°, 20°, danach 3 Tage meist bedeckt. Nachts generell nicht mild, immer zwischen 4,3 und 10,8°, erst am Ende 15° bei leichtem Regen. In D wurde es dann zunehmend wärmer, bis 30° am Schluss, die Schwüle ist man vom Norden kommend dann nicht mehr gewöhnt.
Die Viecher
Besonders Aufregendes habe ich nicht gesehen, v.a. Schmetterlinge waren nicht gerade häufig. Kraniche und Moorfrösche waren mit das Ungewöhnlichste für mich. Wir haben halt keine Moore. Aber nicht mal ne lebende Kreuzotter war mir anfangs vergönnt, obwohl ich weglos mindestens 15 km über Moore und Heiden getappt bin. Endlich, ganz an der Nordspitze sah ich 2, mit einer spielte ich ein wenig. Zaun- und Bergeidechse (hier wohl eher Moor-) gab es natürlich, eine Ringelnatter, für den verwöhnten Südeuropa-Reisenden etwas mau. Manche Tiere waren recht zahm, Karnickel oder ein Fuchs in der Senne z.B. Fotografiert werden wollte letzterer aber nicht. Ein Reh lag mal 20 m von mir entfernt und kümmerte sich nicht um mich. Ich hatte ihm ja gesagt, dass ich nur ein paar Fotos wollte. Ein Fasan putzte sich gemütlich keine 10 m von meinem Auto weg, da kriegt man auch den Kopf formatfüllend.
Die Orchideen
Plat.muelleri wirkt wie eine hybridogene Population, recht variabel. Keine Eltern am L.typ. sichtbar, ca. 50 Pflanzen waren offen und gut. Später sah ich sie auch in NL und B, ebenfalls ohne Eltern.
Von Plat.bifolia s.str. sah ich leider nur ein aufgeblühtes Exemplar, die anderen waren noch nicht mal hochgetrieben oder höchstens knospend. Sie ist schon deutlich zierlicher in allen Teilen als die gewöhnliche Waldhyazinthe in Bayern. Der Name „fornicata“ dürfte aber für diese nicht zutreffend sein.
Was sich mir außer D.sennia an 4 Stellen hartnäckig verwehrte, war D.praetermissa integra. Vertrocknet, Biotop weg oder falsche Koordinaten, 2 knospende. Auf der Rückreise kam ich wieder bei zwei Stellen vorbei, bei einer waren nun doch wenige aufgeblüht. Hätte ich mal nicht abgetrennt.
D.maculata elodes gibt es noch in einem Moor in NL, auch da hätte ich selbst nicht an eine Abtrennung gedacht. Nach einiger Suche hatte ich genügend Pflanzen, sehr variabel ist auch diese Sippe, auch hinsichtlich des angeblich winzigen Sporns. Mehr noch als maculata sonst. Eine Abtrennung ist für mich aber nicht nachvollziehbar. In der Wahner Heide stehen übrigens ganz eindeutige maculatas, sogar eine elodes-Ausprägung, keine fuchsii. Da irrt das Deutschlandbuch ganz deutlich. Sah ich auch schon mal in der Eifel und auf Zingst.
D.vadorum ist eigenartigerweise als Art beschrieben, es gibt auf Römö aber Pflanzen in der Population, die sind von purpurella nicht zu unterscheiden. Gut, ich hatte bei zwei Besuchen nur 40 offene Exemplare ... Naja.
Auch merkwürdig erscheint mir das, was unter "cambrensis" im Westen von DK verstanden wird. Ist sicher keine cambrensis, die ist als größer und heller beschrieben. Diese sind dunkler und könnten als var. maculosa bezeichnet werden. Die Blätter sind sehr kräftig gefleckt. Der Habitus ist aber nicht majalis-ähnlich.
Ganz im Norden hatte ich vor 25 Jahren verblühte Knabenkräuter gefunden. Die Stelle ist noch gut, es stehen hunderte von Pflanzen da. Bis auf incarnata und maculata kann ich aber nichts richtig einordnen, scheint eine üble Hybridpopulation mit majalis, purpurella und den beiden anderen zu sein. Man könnte sie vom Aussehen her teilweise gut zu vadorum stellen. Einige sehen majalis extrem ähnlich, sie geht wohl bis hinauf in die Spitze.
D.sphagnicola ist schon sehr variabel, ich sah viele in einer reinen Population. Auch am Locus typicus fand ich sie. Hätte mich schon sehr interessiert, was an sennia so ganz anders sein sollte. Nach Fotos ist das für mich nicht nachvollziehbar. Eine Abtrennung von deweveri liegt für mich auch nicht unbedingt auf der Hand, zu marginal sind die Unterschiede. Im Schnitt sind die Blüten kleiner und die Lippe etwas deutlicher dreiteilig. Die hoeppneri konnte ich trotz guter Angaben nicht finden, nach Fotos und Beschreibungen ist sie allerdings auch kaum abgesetzt und findet sich, wie die beiden vorhergehenden, in reichen Populationen als eine Ausprägung.
D.sphagnicola calcifugiens machte Probleme. Ich hatte zwar 3 Fundortangaben, bei der ersten fand ich aber nur 2 knospende, bei der zweiten (sehr weitläufig) gar keine, hatte auch keine GPS-Angaben. Bei der dritten stimmten die Koordinaten überhaupt nicht. Stundenlang latschte ich Sümpfe entlang, in ehemals feuchte Dünensenken, über Dünen, durch Weidengestrüpp und das teils im Regen mit Schirm. Wirklich kein Spaß, wenns nichts bringt. Am nächsten Tag hüpfte ich u.a. in eine Pferdeweide mit Moorseen und siehe da, da standen doch schon ein paar in Blüte. Hätte gleich selber suchen sollen. Aber da hätte ich keine Sonne zum Fotografieren gehabt. Der Besitzer erzählte, letztes Jahr gab es 200 dort, die kommen noch. Sie steht teils deutlich trockener als sphagnicola, ich sehe sie also als durchaus als gut abtrennbar an.
In Brandenburg wollte ich endlich mal richtige D.majalis brevifolia sehen, ich bekam eine Führung ins Quasliner Moor. Tatsöchlich, mehr als 100 Pflanzen, teils erst knospend. Nur sehe ich leider keinen Unterschied zu russowii. Aber schön, dass es eine so reich besetzte Stelle gibt. Auch Liparis stand dort, ward länger nicht gesehen worden.
In der Nähe der Senne bekam ich zwei interessante Biotope mit wenigen D.praetermissa gezeigt. Als Überraschung wuchs dort auch eine D.russowii.
Alles in allem war das nun doch eine schöne Exkursion, vielleicht hätte ich noch eine niederländische Nordseeinsel besuchen sollen.
Bis zum nächsten Mal also,
beste Grüße,
                            Helmut.
Auf der ersten Tafel links Plat. bifolia s.str., rechts Plat. muelleri.
 
Für den Kenner alles leicht zu erkennen, gell?

Jetzt wirds schon komplizierter: praetermissa s.l. v.l.n.r.
3x praetermissa s.str., 3x praetermissa junialis, 2x praetermissa
integra, 3x D.x montis-mosae (praetermissa integra x fuchsii, macht
angeblich auch reine Populationen)

Es wird schon ein wenig orchideenlastig, gell? Auf Wunsch lasse ich die
Bildchen ein wenig größer und schicke lieber mehr Tafeln. Die sind
bildschirmfüllend wie üblich.

Hier nun kalkfliehende Orchideen, zähle ich alle zu D.sphagnicola, dem
Torfmoosknabenkraut. Auch, wenn calcifugiens hier gar nicht in der Nähe
von Torfmoos steht (da hab ich sie aber knospend auch gefunden). Ist
auch die Einzige, die ich abtrennen würde, oben rechts 2x. Unten rechts
3x die hoeppneri. Nichts Auffälliges, vielleicht minimal kleinere
Blüten. Alle anderen sind aus einer größeren Population in B. Sehr
variabel, auch in der Blütengröße.

Vorletzte Seite, schön bunt.
3x Spiranthes lucida, 2x Dact. incarnata coccinea, 3x Op. apifera (2
aurita, 1 belgarum)

2. und 3. Zeile:

im Quadrat 4x Dact. x vadorum (purpurella mit praetermissa-Einkreuzung),
2x purpurella maculosa (Habitus und Blüte rechts oben daneben), unten 3x
Hybridpopulation majalis x purpurella

4x Dact. incarnata-Variationen, lobelii ist für mich nur eine Wuchsform;
3x Dact. traunsteineri curvifolia,

5x Dact. maculata "elodes", 6x Dact. maculata-Variationen, der Habitus
aus der Wahner Heide, der Rest aus einer großen Population in DK


Bis zum nächsten Mal, die Sommerferien stehen schon vor der Tür!

Gracias Helmut por enviarme este extraordinario trabajo. 

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 SALUD

lunes, 27 de marzo de 2017

HELMUT PRESSER Y SUS ORQUÍDEAS - ESTUDIO - Orchideen, orchid, orquídies, orkideak, orchidées, ऑर्किड, סחלביים, orchidacee, ラン科, orchideeënfamilie, ...

Mi amigo botánico Helmut Presser me envía su último estudio, y me dice lo siguiente:


 Einleitung
Eigentlich liegt Asien außerhalb meines Dunstkreises. Aber nachdem ich die Türkei schon 4x besucht hatte, fallen die Hemmungen zusehens, schon weil die derzeit kein Ziel für mich ist. Da bot sich das Heilige Land an.
Fasching war heuer relativ spät und so suchte man neue botanische Ziele für einen frühen Saisonbeginn. Durch einen israelischen Orchideenfreund hatte ich nun Veranlassung, auch einmal über das  Mittelmeer nach SO zu schauen. Dort gibt es doch einige endemische Arten, dazu auch sehr ähnliche wie auf Zypern, die ich ja schon kenne.

Hauptteil
Von München aus ging es als erstes nach Tel Aviv, natürlich nach dem Durchlaufen sehr aufwändiger Sicherheitsschleusen. Dazu sollte man 3 h vor Flugbeginn anwesend sein. Insgesamt ging alles aber doch schneller als bei normalen Flügen. Zum Glück hatte ich mir die beiden Direktflüge auf die Mittagszeit gelegt. So kam ich vor Sonnenuntergang an und wurde von einem Prepaid-Taxi 100 km weit nach Haifa gebracht. Es war ja Sabbath und der Zugverkehr ist dann mäßig. Übrigens gab es in den eher kleinen Flieger noch Sandwich und Softdrinks. In Haifa wohnte ich bei einem Orchideenfreund, mit dem ich auch meistens exkursierte. Auch der hiesige Orchideenkenner führte mich bzw. fuhr mich herum. Die Gastfreundschaft wird hier sehr hoch gehalten. Allein war ich diesmal eher selten unterwegs. Auf der Heimreise nahm ich dann den deutlich billigeren, aber überfüllten Zug (auch mit Gepäckkontrolle, doch fast jeder zehnte schleppte ein Schnellfeuergewehr rum; Sonntag früh ist wie Montag bei uns) zum Flugplatz. Auch dort gab es ausreichend Sicherheitskontrollen, man darf aber eine Flasche Wasser mitnehmen. Letzteres war gut, denn 3,80 € für ein Fläschchen ist absolut indiskutabel.
Sehr gewöhnungsbedürftig ist die hebräische Schrift, ich konnte gerade einen Buchstaben lesen, das O. Und das war nicht mal eins. Allerdings sind die meisten Schilder auch arabisch beschriftet, was jedoch nicht wirklich weiter hilft. Beide schreiben ja schon mal in die falsche Richtung. (Ein Wunder, dass sie nicht auch auf der falschen Straßenseite fahren.) Als letztes kommt dann englisch, womit man doch viel mehr anfangen kann. Nichtsdestotrotz ist die Lebensart ein wenig arabisch angehaucht, was man an der unverständlichen Sprache und der Fahrermentalität hören kann. Die Weine sind hervorragend oder mein Gastgeber hat ein spezielles Händchen dafür. Letzteres ist wahrscheinlich, denn auch das heimische Essen war richtig delikat. Die Landschaft erinnert ein wenig ans "heimische" Malta, viele moderne Städte zwischen steiniger Landschaft. Aber es war auch sehr grün hier und da, nicht zu wenig Ackerbau.
Interessant wären die vielen Orte gewesen, die man so aus der Bibel kennt: Nazaret, See Genezaret, Jerusalem u.v.m. Um dort aber mal reinzuschauen, müsste man schon mehr als eine Woche Zeit haben - die Natur ist doch außergewöhnlich reichhaltig und unerwartet vielfältig.
Meist waren wir auf dem nahe gelegenen Mt. Carmel. Wir besuchten auch den höchsten Berg, den Mt. Meron, wo wir einige gute allgemeinbotanische Funde machten. Da kamen wir auch an die Grenze zum Libanon. Am vorletzten Tag machten wir eine besonders interessante Exkursion zum 200 km entfernten Toten Meer. Wir gingen nicht über den Jordan, sondern fuhren diesen und die jordanische Grenze entlang im israelisch kontrollierten Palästinenser-Gebiet nach S. U.a. durften wir ein Naturreservat (Oase) besichtigen, das für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Auch die berühmte Oase El Gedi besuchten wir kurz. Es war übrigens der Tiefpunkt meiner Karriere: 400 m unter dem Meeresspiegel. Der Wasserstand geht auch stetig zurück, die 30%ige Salzbrühe wird immer weniger. Aufgrund von Zeitmangel waren wir aber weder am Ufer noch drin.

Das Wetter
war anfangs bestens, m.o.w. nur dunstig und sonnig und ca. 22 - 25° tagsüber, nachts um 10 - 15°. Am 3. und 4. Tag nur noch 20° und fast keine Sonne, dafür wenige Tropfen. Auf den Golanhöhen war da Regen angesagt, also warfen wir unsere Pläne um und blieben im Mount Carmel. Am Toten Meer waren es dann mindestens 27°, leider nicht immer sonnig nach kräftigem Regen in der Nacht. Der letzte volle Tag war endlich klar und die Sonne brannte ganz anders als gewohnt.

Die Viecher
Gleich am ersten Tag fing ich einen Hardun und 3 Schildkröten. Hier und da wenige, verschiedene kleine Eidechsen und ne Johannisechse. Die konnte ich aber nicht ablichten. Insektenmäßig war nicht viel los, wenn man von diversen Raupen absieht. Ein Osterluzeifalter flog und wenige weitere Arten. Der Eichelhäher hat hier eine schwarze Kappe. Geier kreisten schon mal nicht hoch über dem Haus. Einmal hörten wir ein Rudel Schakale heulen, nicht übel. Einen sah ich später durch die Büsche entwischen. Vom Stachelschwein fand ich nur einen Stachel. Am Toten Meer gab es eine ganze Reihe unbekannter Vögel und eine Kolonie von Klippschliefern (Elefanten-Verwandte :-). Gazellen sah ich nur im Vorbeifahren.

Die Botanik
Geregnet hatte es im Vorfeld genügend, jedoch recht spät, sodass die Saison spät begann. Das war gut für die frühen Arten, die späten kamen aber während meines Aufenthalts schnell nach, zumindest in den ersten Exemplaren. Beispielsweise gab es am Carmel reichlich einen kleinen endemischen Scheinkrokus, der gewöhnlich im Januar blüht. Die Biotope hier sind oft nicht sehr dicht mit Orchideen besetzt und es gibt nur eine oder zwei Arten. Einige sind vergleichbar mit Südeuropa, also 4-8 Arten. Ich sah aber auch einen alten Steinbruch mit ca. 12 Arten in teils ordentlicher Anzahl. Leider blühte dort noch fast nichts. Viele Bereiche sind zu grün und dicht bewachsen, hier müsste mehr beweidet werden. Andere sind natürlich überweidet und zu trocken.
Ich wurde u.a. an einen Stadtrand geführt, wo es sehr viele der beeindruckenden Iris atropurpurea gibt. Auch rote Wildtulpen gab es. Und eine vielglockige Schachblume sowie Massen an Alpenveilchen. An vielen Stellen dominierten die wunderschönen Pfauenanemonen (normalerweise nur sehr rot, an einer Stelle sehr bunt). Auf dem eigentlich gut untersuchten Mt. Meron fanden wir neu eine Schachblume und eine Pfingstrose, das Alpenveilchen C.coum fanden wir nach langer Zeit wieder.

Vermutlich neu waren für mich Ophrys umbilicata subsp. berii, O.carmeli, O.latilabris und O.adonitis (mouterdeana), natürlich Orchis galilea und die seltene Or.israelitica (samt Bastard), die beide von oben her aufblühen. Von Or.papilionacea palaestna hatte ich auch erst eine einzige auf Zypern aufblühend gesehen. Die attraktive Orchis galilea, die es in 3 Farben gibt, war wohl das Hauptziel und machte aufgrund des späten Jahres einige Arbeit. Am 3. Tag fand ich allerdings schon einige, die bereits offen waren, nachdem wir mehr als 300 nicht blühende gesehen hatten, am 4. Tag hatte ich dann jede Variation. Erwartungsgemäß blühte Himantoglossum galileum noch nicht, wir sahen aber viele Rosetten. Manche Ecken waren überhaupt voll von Rosetten, ein frühes Jahr wäre gut gewesen. Leider war auch am Ende der Exkursion S.levantina noch in Knospe. Die umbilicata-Verwandtschaft zeigt mir zu wenige Unterschiede, mit Ausnahme von latilabris. Diese scheint mir sogar von flavomarginata zu unterscheiden zu sein.
Sehr interessant war auch eine Oase am Toten Meer, wo uns der Beschreiber von Epipactis veratrifolia ssp. oaseana seine Pflanze vorstellte. Gegen Stachelschweine geschützt wächst sie hier durch niedrige Gitterkäfige durch. Während die Halbwüste in üppiger Blüte stand, war es in der Wüste zu trocken für die meisten Blumen gewesen. Wir hätten eh kaum Zeit gehabt.

Alles in Allem war es aber ein sehr interessanter und erfolgreicher Urlaub und sollte dringend zu einem späteren Termin wiederholt werden.
Beste Grüße,
            Helmut.



Und gleich eine 2. Tafel. Die zwei links oben zeigen die Halbwüste; da hat es geregnet und es ist dementsprechend blumig. Das Rot geht auf den Asiatischen Hahnenfuß und nicht, wie daneben, auf die Pfauenanemone zurück.
Die Bilder sind nun etwas größer (es gab schon Reklamationen), die Tafel wieder in HD, also normalerweise vergrößerbar.




Nun endlich mal ein paar Orchideen mit Legende.

3 Epipactis veratrifolia ssp.oaseana, 3 Ophrys adonidis, 3 O.latilabris

2 O.umbilicata ssp.berii (übereinander), 3 O.carmeli, 2 O.sicula ssp. galilea, 2 O.israelitica


Und hier die letzte Tafel, mit den attraktiven Orchis- bzw. Anacamptis-Arten.

oben alles Or.galilea

2 Or.punctulata, 4 Or.israelitica, 1 Or.papilionacea ssp.palaestina

5 Or.pap.palaestina, 1 Or.israelitica x pap.palaestina, 2 Or.collina

Bis nach Ostern dann,
eine erfolgreiche Saison,
                          Helmut.

FOTOS - PHOTOS  DE  HELMUT  PRESSER


WEBS DE INTERÉS


Muchas gracias Helmut por compartir tu
extraordinario estudio

 SALUD



sábado, 14 de julio de 2012

ORQUÍDEAS (PHOTO) ORCHIDS ORCHIDEEN HELMUT-PRESSER


DE INTERÉS
Helmut Presser me comunica:
Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte,
lang hats gedauert, aber es gab viel zu tun in der Zwischenzeit. Früher konnte man die Verzögerung auf die Post schieben. Doch nun ist es so weit, die wohl 4-teilige Postkarte mit Urlaubsbericht kommt Stück für Stück. Ein Abbestellen ist stets möglich.


Süditalien-Südgriechenland


In den Pfingstferien verbrachte ich 2 Wochen im tiefen Süden Europas, wegen der warmen Jahreszeit vorzugsweise im Bergland. Ich war allein unterwegs, weil die Familie befürchtete, es könne zu umständlich und unbequem werden. Und Sebastian war anderweitig unterwegs. Nun, so wurde es mal wieder ein kompromissloser Orchideenurlaub.


Die Reiseroute
Wie gewohnt brach ich am Freitag gleich nach der Schule auf und verließ Deutschland so schnell wie möglich Richtung Süden. Dies gelang deshalb auch ohne Verzögerung, auch im weiteren Verlauf gab es kaum Behinderungen. Ich kam gut 1000 km weit bis kurz vor Rom, am nächsten Tag erreichte ich noch vor Mittag das Cilento, ein schönes, orchideenreiches Bergland im Westen südlich Salerno. Dort blieb ich eineinhalb Tage. Anschließend besuchte ich kurz noch die Orchideen-Berge südlich Potenza, bevor ich nach Bari fuhr und die Fähre nach GR (Peloponnes) bestieg. Kostet 290 € hin und zurück, Camping an Bord.


In GR ging es dann auf dem Peloponnes (Patra) weiter nach Süden über die Berge bis in die Mitte hinein. Hier musste ich feststellen, dass hinten im Auto kein Strom mehr war. Den Fehler konnte ich nicht finden, so gab es eben kein fließendes Wasser mehr, Zustände wie vor 30 Jahren. Allerdings steckte ich die Kühlbox dann öfters vorne ein. Bei Kalavrita wurde abends mal gebadet – das Wasser könnte ruhig schon ein wenig wärmer sein. Dann der Taigetos! Tolles Gebirge, so weit im Süden! Da hielt ich mich einige Tage auf und täglich machte ich über 300 Bilder. Harte Arbeit, wenn man bedenkt, dass es nachmittags oft ziemlich wolkig da oben war. Hier traf ich auch kurz mal Spyros Tsiftsis, der übers Wochenende aus dem Norden gekommen war, Familienexkursion.


Da die Vegetation im Süden des Peloponnes schon recht fortgeschritten war, beschloss ich, doch etwas in den Norden zu fahren, anstatt im Parnon fast bis ganz verblühte Orchideen zu suchen. Beim Verlassen eines Schlafplatzes nach rechts übersah ich einen Stein rechts im hohen Gras und holperte drüber. Der extra verstärkte Reifen hinten war sofort platt. Dauerte 'ne halbe Stunde, bis ich den gewechselt hatte, hab ich länger und bei einem VW-Bus eh noch nicht gemacht. Und 'ne Macke ist auch im Auto. So führte der Weg über den Menalon und den Chelmos, beide Male über 1600 m. Anschließend ging es auf den „Kontinent“, wo die Vegetation noch frischer war. Leider konnte ich das Ticket nach Bari nicht gegen eins in den Norden tauschen, es sind 2 verschiedene Superfast-Gesellschaften. Hätte mir vielleicht einen Tag mehr in GR eingebracht. Im Norden besuchte ich kurz die Zagoria, welche wunderhübsch ist und das Grenzgebiet zu Albanien. War in den Bergen auf Schotterwegen schon hinter der griechischen Zollstation.


Wieder zurück in Italien fuhr ich in die Majella und gleich etwas nach Westen in die zentralen Abruzzen. Nach Norden hin tangierte ich auch die M. Sirente und das Gran Sasso–Massiv. Nahm mir allerdings nicht die Zeit, viel rumzusuchen. Wunderhübsche Bergwelt und doch recht eigen. Da muss man mal extra Urlaub machen. Danach ging es flott über die Autobahnen heim.


Etwa 3250 Bilder waren die fette Beute, nach Entfernen der unbrauchbaren.


Das Wetter
Am ersten Tag bestes Wetter und nicht zu warm. Nur einmal bis 32°, aber nun besitze ich ja ein Auto mit Klimaanlage. Im Cilento gelegentlich Regen und Gewitter am Nachmittag, dazwischen aber auch Sonne. Über 1000m frisch, sonst auch mal schwülwarm. Auch bei Potenza mal den Nachmittag bedeckt. Die Nacht davor glatt mal 5° auf einem Hügel auf 700 m Höhe, im Tal 100 m tiefer noch darunter. Dann wieder bedeckt und das auch gleich bei der Ankunft am Peloponnes, dazu sogar mal Regen, den ich auch noch zur Exkursion nutzte. Aber mild in tieferen Lagen, zumindest tagsüber. In der ersten Nacht am Peloponnes ging die Temperatur auf 8° zurück, auf einem Hügel, wohl gemerkt. Später, am Isthmus von Korinth hatte es dagegen nachts 20°. Mittags zogen oft mal Wolken auf, die aber immer Lücken hatten und abends wieder verschwanden. Am griechischen Festland rauschte einmal bei 28° eine Regenfront heran und es duschte eine halbe Stunde; danach war alles sauber und abgefrischt. Nur die eigentlich sehr klaren Bäche und Flüsse sind da auffallend voll wie sonst an Ostern nicht und transportieren heuer Schlammmassen. Am Rückweg in den italienischen Bergen Kaiserwetter, zuvor 32° im Tiefland, meeresnah aber unter 27°.


Die Viecher
Gesehen wurden Eidechsen (eine dicke Smaragdeidechse lief mir über den Fuß), Erzschleichen und Schlangen. Eine Eidechsennatter machte auf der Straße Männchen, als ich mit dem Auto anhielt. Im Taigetos latschte ich fast auf eine Schlange. Erkannte sie zwar nicht, die war aber eh nicht giftig, keine Viper. Gut, dass ich immer nach kleine Orchideen schaue. Zum Fotografieren waren sie alle zu zappelig, da hätte man mehr Zeit drauf verwenden müssen. An einem Tag gelangen mir aber nette Bilder von gleich 3 Eidechsenarten, 2 davon an einer Stelle. Es sollten die einzigen des Urlaubs  bleiben.
In GR gab es dann auch Schildkröten, diesmal sah ich fast nur die Griechische Landschildkröte. Oben im Taigetos auf 1200 m tappte eine mächtige Breitrandschildkröte rum, die ich auch später noch dreimal fand. Schmetterlinge gab es reichlich, wohl auch interessante, gutes Wetter wurde aber meist für Orchideen genutzt, die Zeit war ja knapp wie immer.
Fast täglich unterhielten mich abends, nachts und früh die Nachtigallen. Auch Grillenkonzert mit Heuhupfer-Einlagen und Fledermäuse waren abends meist aktiv, früh öfters ein Wiederhopf oder ein Kuckuck. Nur auf der Fähre war nichts derartiges zu hören. Zumindest Heimchen könnte man doch da mal aussetzen.


Die Orchideen
Erster Stopp erst im Cilento, und da gleich O. lacaitae am Straßenrand. Meine gute Stelle mit O. posidonia war dagegen eine Enttäuschung, keine einzige von 100 war mehr da. Wohl alles vertrocknet. Nur am Straßenrand gab es noch wenige Pflänzchen, die waren netterweise auch schon offen. Höher in den Bergen war noch alles etwas zurück und eine Reihe interessanter Pflanzen blühten (noch?) nicht. S. cilentana war in einigen Exemplaren schon offen (teils sogar in Hochblüte, daneben noch austreibende), es scheint aber ein eher mageres Jahr für diese Art zu sein. Auf dem Weg zum L.c. fand ich noch ein paar Exemplare. Sie standen zusammen mit O. neglecta, die in den Bergen recht kleinblütig sein kann.
Am L.c. der O. pseudoatrata s Potenza gab es heuer ebenfalls nur relativ wenige, die meisten waren auch schon recht weit. Dort hielt ich mich von 6:30 – 13:00 auf und brachte dann doch 60 Exemplare zusammen. Auch die anderen Orchideen dort waren relativ dünn gesät. Aus Zeitmangel wurde die weitere Umgebung nicht weiter beachtet, gleich in der Nähe fand ich aber 5 Pflanzen aus der holosericea-Verwandtschaft, wirken wie 2 Arten, die aber beieinander standen. Die eine könnte vielleicht gracilis sein, die andere war größer.


Auf dem Peloponnes fand ich nur eine einzige der eher späten großblütigen oestriferas mit großer Narbenhöhle und kurzen Hörnern. Alle weggefressen. Allerdings sah ich vom Auto aus im W-Peloponnes einen Pulk Ophrys leptomera in bester Blüte. Da hat die wohl noch niemand gefunden. Die mir seit Jahren bekannten Ziegenriemenzungen im W-Peloponnes scheinen verschwunden zu sein, obwohl die Straßenböschung noch passend aussieht. Ansonsten war der Boden im Süden des Peloponnes recht trocken, schon bei Megalopoli war alles recht weit in der Blüte fortgeschritten. Oder halt auch aufgegessen.
Im Taigetos, dem Hauptziel, fand ich wieder eine neue Stelle mit Riemenzungen, die die Petrous als affine im Buch haben. Hatte deren Angabe, die Koordinaten stimmten aber wohl nicht. Könnte aber gut deren Stelle sein. Da stand nah dran auf über 1100 m O. reinholdii, O. argolica und natürlich O. taigetica. An einem anderen Platz, wo ich vor 12 Jahren verblühte Ragwürze fand, standen nur verblühte O. hebes. Und eine einzige Orchis boryi in bester Blüte auf über 1400 m. Tolles Gebiet, da kann man im Fast-Sommer Frühlingsorchideen fotografieren! Dann fand ich noch 3 Stellen mit Riemenzungen im Taigetos, eine liegt tiefer und es blühten schon welche – leider keine affine. Eigentlich wollte ich da O. candica sehen, die ich vor wenigen Jahren da entdeckt hatte. Die waren aber völlig verblüht. Kein spätes Jahr hier. Tsiftis war übrigens gekommen, um die ominöse H. affine zu suchen, die die Petrous einst als Einzelpflanze sahen und im Buch haben. Die gibt es wohl nicht mehr, ich fand nahe dran aber etwa ein Dutzend – im Austrieb. Da ich auf Spyros wartete, hatte ich Zeit, noch ausgiebig die Taigetos-Ragwurz zu suchen. Die wachsen da überall auf  Kalk, aber wirklich gute O. taigetica gab es erst über 1300 m. Sehr hübsche Art, war ein guter Wurf. Über 1450 m fand ich keine mehr an diesem Berg. Am Menalon suchte ich nur kurz nach ihr, da sollte man mehr Zeit drauf verwenden. Dafür gab es auf 1600 m noch gute und besonders schöne 4-6Punktknabenkräuter. Auch die Berg-sicula war da noch recht gut, woanders restlos verblüht.
Vorher, nördlich Sparti fand ich einige spät blühende oestriferas, die auffallend Ähnlichkeit mit O. phrygia haben. Darf das sein? Am Chelmos wieder etwas Eindeutiges: O zeusii in teils bester Blüte. Auf dem griechischen Kontinent bei Igoumenitsa musste ich feststellen, dass die Kühe gerade wieder einmal die mir bekannten O. hystera weggefressen hatten. Ging mir schon mal so und ein andermal hatte ich gerade mal 2 Exemplare. Eine vage Angabe dieser Art von Petrou half nichts, zu viele und weitläufige Biotope, nur S. vomeraceae (häufig in GR, aber spät) und die Ziegenriemenzunge standen in Blüte.
Im Norden um Igoumenitsa war die O. epirotica schon ziemlich verblüht, hätte noch weiter in den Bergen suchen müssen. O. minuscula dagegen war noch einigermaßen und ärgerte mal wieder mit großblütigeren Pflanzen zwischendrin.


Zurück in Italien wurde in der Majella der L.c. der O. majellensis besucht und die ersten (wieder mal) waren offen. O. dinarica wurde reichlich gefunden, leider keine anderen Hummeln. Da hätte ein Abstecher nach Isernia geholfen. Traf da einen südtiroler Orchideenfreund, der sagte, es gäbe schon viele Epipogium. A6? Leider kamen wir schnell vom Thema ab.


Beste Grüße,
                Helmut.

Hier kommt der 2. Teil. Griechenland, Peloponnes-West bis Taigetos.

Zuerst aber mal die Bildlegende zur ersten Tafel aus dem Cilento / Italien (Hinfahrt) für die Freaks, die inzwischen sicher schon alles herausgefunden haben:

2 Ophrys lacaitae, 2 O. posidonia

1 O. lucana, 2 O. neglecta, 3 Serapias cilentana

1 rosa Orchis laxiflora, 1 Dactylorhiza saccifera, 1 Or. tridentata, 1 Or. simia x Acearas anthropophorum, 1 Anacamptis pyramidalis, 2 O. pseudoatrata, 1 O. neglecta, 1 S. vomeraceae, 1 S. cordigera

2 O. cf. gracilis, 2 O. holosericea s.l., 1 Aceras anthropophorum, 1 O. apifera, 2 O. pseudoatrata, 1 O. bertolonii, 1 S. cilentana, 1 S. cf. vomeracea


Die Legende zur 2. Karte:

2 Ausblicke im Taigetos, 1 Cephalanthera cf. damasonium, 1 Platanthera cf. chlorantha, 1 S. politisii, 1 Or. mascula pinetorum

1 O. cf. cornutula, 1 O. oestrifera s.l. groß, 1 Wespe auf Distel (groß), 1 O. argolica, 2 O. reinholdii, 1 Daphne oleoides, 1 Or. quadripunctata, 1 Or. boryi

2 O. leptomera, 2 O. cf leptomera Taigetos, 5 O. taigetica

Breitrandschildkröte, Segelfalter, Cyclamen peloponnesiacum, Riesendolchwespe, Rote Röhrenspinne w

to be continued...

Nun der 3. Teil. Bei so vielen Bildern ist es schon schwierig, sich zu beschränken. Peloponnes: Taigetos bis Menalon, Chelmos.
Und daran denken: Die Tafeln sind für einen breiteren Bildschirm gemacht, können also meist noch etwas vergrößert werden.
Die Legende für die, die's genau wissen wollen, man entschuldige die altertümlichen Gattungsnamen:

7 Himantoglossum caprinum-samariense-affine (4 von 1200 m, 3 von 750 m, aber auch höher kommen dunkle vor)

Laubheuschrecke Larve, 1 Or. papilionaceae ssp. messinensis, 3 Or. spitzelii, 1 Or. x spitzelii x pallens, 1 Hellenolacerta graeca, 1 Baumweißling auf A. pyramidalis ssp. pyramidalis

Weberbock, Lacerta trilineata, 1 Or. x quadripunctata x mascula subsp. pinetorum, 2 O. cf. phrygia (n Sparti), 2 O. zeusii (Chelmos), S. x ? Manthyrea, Podarcis peloponnesiacus

...to be continued...



Zum Schluss der 4. Teil. Etwas durcheinander, vom N-Peloponnes über den Epirus bis in die Abruzzen in Italien (gekennzeichnet mit I). Diesmal auch mehr Bastarde trotz langer Namen, es gibt ja so viele Hybridenfreunde.



Die Legende:

Chelmos (Aroania), Blick nach Albanien von Süden her, Zagoria

O. dinarica (I), O. x dinarica x sphegodes (I), Or. x morio ssp. caucasica x laxiflora, Or. x coriophora ssp. fragrans x laxiflora, O. cf. cerastes, 2 O. minuscula, O. epirotica, 2 A. pyramidalis ssp. serotina

2 O. dinarica (I), Puppenräuber, O. sphegodes (I), Him. adriaticum, O. bertolonii (I)

Schlafplatz bei Igoumenitsa, O. dinarica (I), 2 O. majellensis

Schöne Grüße
und bis zum nächsten Mal,
                           Helm

Muchas gracias por compartir estos magníficos estudios.
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