NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS


ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M. A. BUENO

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- En la derecha tiene el enlace a otros dos bolgs (2 Naturaleza y el 3 dedicado a Huesca, a la Sierra de Guara, y cosillas de interés)

-También están algunos de mis vídeos, música, etc.


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MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

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EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE

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-------------- B L O G nº 1 --------------

© copyright del autor

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sábado, 8 de mayo de 2021

HELMUT PRESSER - ESTUDIO DE ORQUÍDEAS - STUDIUM ORCHIDEEN

El orquidólogo Helmut Presser me envía su último estudio realizado en Istrien (Istria). Muchas gracias Helmut por compartir tan extraordinario estudio.
HR Ostern 21 Eigentlich wollte ich doch unbedingt endlich mal im 3. Anlauf nach Südfrankreich. Da die da aber auch recht unvernünftig sind, gilt ganz F derzeit als Corono-Hochrisikogebiet. D.h. man muss in Quarantäne, wenn man zurückkommt. Da hilfts auch offenbar nix, wenn man schon mal geimpft wurde. Mallorca ist offen, da war ich aber zu zögerlich, brauchbare Flüge waren schon weg. Mag eh nicht fliegen. Und Istrien war nicht Risiko-Gebiet, also nahm ich mir das als Ziel, auch wenn es für die meisten Orchideen dort noch zu früh war. Aber ich musste mal raus, brauche deutlich mehr Meer. Halt mal ein anderer Urlaub. Das wurde es dann auch in anderer Hinsicht. Zur Einreise brauchte man einen negativen PCR-Test - kein Problem, negativ war ich schon drauf. Nur durfte der Test nicht älter als 48 h sein und bis man das Ergebnis hat, dauert es 24 - 48 h! Das kann knapp werden. Also machte ich mich endlich mit dem Smartphone vertraut, kaufte ein Startguthaben. Einen Testtermin bekam ich erst Montag Nachmittag, das Ergebnis Dienstag spät abends aufs Handy: negativ. Das war positiv. Hatte schon vorsichtshalber das Auto gepackt, also gings Mittwoch früh los. Ein Einreiseformular hatte ich auch ausgefüllt. Blockabfertigung vorm Karawankentunnel, Trödelabfertigung an der Grenze zu Kroatien (diesmal nicht die Slowenen), es reichte aber locker. War gleich anfangs erstaunt, erst mal gar keine Orchideen zu finden trotz passender Biotope, Rosetten suchen bin ich ja gewöhnt. Sie scheinen Beweidung zu wollen, die gibts aber über weite Strecken nicht mehr. Fand dann aber doch noch am ersten Tag 3 Arten, 2 davon aufgeblüht. Am 2. Tag noch einige und wieder 2 neue Arten blühend. Am nächsten Tag wieder eine neue offen, sogar eine, die ich vielleicht noch nie hatte. Nächster Tag 3 neue + eine verblüht (Barlia, Mastorchis). Dann wieder 3 neue. Danach eine (A.papilionaceae, Schmetterlingsknabenkraut), aber schon verblüht. Dann ein Tag Winterpause, am nächsten Tag wieder 2 neue offen gefunden. Danach mal nichts Neues. Dann noch eine Art. Über weite Strecken gibt es aber praktisch nichts trotz gut aussehender Biotope, teils auch beweidet. Ist einfach nicht Griechenland, Italien oder Frankreich. Man ist den ganzen Tag unterwegs, liegt aber nicht so oft am Boden rum. Die Tagesbeute sind dann nur 100 – 200 Bilder statt 300 – 400. Ist weniger Arbeit am Abend. Probleme bzw. Fragezeichen gab es mit den O. sphegodes, äußerst formenreich wie sonst nirgends, teils wohl dazu noch hybridisiert. Auch incubacea war nicht immer ganz klar. Spargel gab es reichlich, war mir gar nicht mehr bewusst. Dazu ein wenig Fenchel und Rosmarin, muss man ja nicht zusammen vertilgen. Auch eine Landschildkröte tappte rum, die Adriatische Mauereidechse war gut unterwegs, im Bergland die gewöhnliche Mauereidechse. Eine Kieleidechse jagte ich auch mal eine Zeitlang. Smaragdeidechsen rumpelten gelegentlich davon, zweimal sah ich einen Scheltopusik. Die Sichtungen wurden natürlich weniger als es kühler wurde, bei Sonne war aber immer was zu finden. Gelegentlich flog mir der Schwarze Bär entgegen, auch der Osterluzeifalter legte schon Eier. In einem Feuchtgebiet gab es überraschend ein “Rudel” Braune Sichler in bequemer Schussweite. Einmal glotzen mich 2 Damhirschjünglinge an, überhaupt nicht scheu. Vermutlich war ihnen kalt. Mein dickes Weitwinkel-Zoom sprang mir gleich am 3. Tag aus der Hand. Nichts gebrochen, auch nicht die Hand, aber ist nicht mehr zu gebrauchen. Das Objektiv natürlich. Muss nun also auch Normalfotos mit der P 900 machen. Die Tasche wird leichter, kein Nachteil ohne Vorteil und schlecht ist die Qualität nicht. Nach 5 Tagen waren die 10 € Startguthaben am Smartphone aufgebraucht – ich dachte, whatsapp ist kostenlos? Was Anderes habe ich nicht benutzt. Interessant, auch mit dem alten Handy zum Telefonieren kriegte ich kein Netz, wie das??? Ich war von der Außenwelt komplett abgeschnitten! Blöd, wenn jetzt mit dem Auto was gewesen wäre... In SLO und AU hatte ich wieder ein Handynetz. ??? Das Wetter, oh weh! Ist mal ein längeres Kapitel wert. Die ersten 3 Tage sonnig und warm, bis 26,5° sogar, aber nicht unangenehm wie bei uns zu der Zeit. Nachts 10-12°. Dann ein Tag bedeckt mit gelegenlich ein wenig Regen (viel zu wenig für die ausgetrockneten Böden), - und jetzt wirds pervers - Kälte (mittags bis 9° runter) und Wind. Nachts bei klarem Himmel und Wind nur noch 6,3° Minimum. Der nächste Tag war zwar wieder bombig sonnig, doch immer noch windig und somit bei höchstens 18° zu kühl. Die Nacht drauf am Meer sogar 4,1°, plus! Der Wind war zwar praktisch weg, trotzdem stieg die Temperatur bei brutaler Sonne nicht über 17°. Der nächste Tag zu 80% Regen, wenns den mal bei uns mal hätte! Nun alles reichlich nass. Dabei frischte zum Überfluss auch noch der Wind auf und entwickelte sich langsam zur Bora. Und nicht genug damit, in der Mittagshitze fiel die Temperatur am Meer auf mollige +2°, etwas höher sah ich sogar 1,3°! Ab 3° schneite es zwischendurch nass und waagrecht. Am Meer! Deutlich unangenehmer als bei uns, pfui Kuckuck! Hab ich so bisher auch noch nie gesehen, eine Standheizung wär jetzt recht. Man muss das ja schließlich mit Lektüre aussitzen. Gut, dass da wenigstens Spargelbraten angesagt war. Bis zum Abend änderte sich nichts, außer dass es trocken wurde. Die nächsten Tage sonnig aber kühl, wenig Wind, trotzdem kaum über 15°. Die Sonne wärmte aber gut. Dann nachts am Meer sogar 1,2°! Raureif in geschützten lagen. Wie halten die Viecher und Orchideen das bloß aus? Gut, einige sind erfroren. Ansonsten war Fotowetter, teils recht klar und verblühen tut da auch nix. Es sollte aber eigentlich was Neues aufblühen. Man denkt bei Schneefall unweigerlich an umgehende Rückreise, doch dann kommen einem die schon montierten Sommerreifen in den Sinn und die Alpenquerung mit 1300 m über dem Meer. Am Velebit lag schließlich auf 100 m noch in den nächsten Tagen Schnee neben der Straße. Also, 2 Tage mit langen Hosen und Socken, übel! An einem kam ich sogar noch kaum aus den Gummistiefeln raus! Am Rückreisetag wurde es übrigens langsam wieder wärmer. Da bin ich mal auf Pfingsten gespannt!
Heute nun die 2. Seite der Postkarte, 2 weitere sind in Arbeit.
Eigentlich bin ich ja nur wegen der Orchideen unterwegs. Für manche sind es allerdings nur Blumen. Nun aber endlich, zunächst die einfachen Vertreter: Serapias lingua und S. parviflora, 2x Orchis pauciflora, 3x Anacamptis morio subsp. caucasica, als Füllung noch Jagdfasan, Seespinne und Zahnwurz. Ich sollte die Bildchen möglichst etwas größer lassen, hieß es. Kein Problem, dann brauch ich aber nun noch 2 Tafeln.
Die beiden Neotina tridentata habe ich noch vergessen zu erwähnen. Und die "Zahnwurz" war das Krainer Trollkraut. Jetzt wird es schon komplizierter. Links oben 2 Reihen Ophrys exaltata archipelagi Links unten 5 O. incubacea Rechts unten 9x O. sphegodes. Keine Einzelexemplare, keine erkennbaren Bastarde.
Zum Schluss noch ein paar hübsche Ragwurzeln. l.o. 7 x Ophrys rhodostephane l.u. 7 x O.flavicans r.o. 3 x O.bertolonii r.u. 2 x O.bombyliflora Mitte r. 4 x O.medea Bis zum nächsten Mal also, es geht bald wieder los. Bis dahin alles Gute, Helmut.  SALUD

miércoles, 15 de julio de 2020

HELMUT PRESSER EXTRAORDINARIO TRABAJO SOBRE ORQUÍDEAS - ORCHIDEEN - ORCHIDS


Ein wenig verspätet für eine Pfingsturlaubspostkarte, sorry. Es gab einiges zu tun, u.a. Wochenend-Trips. Aber jetzt dann doch:
Endlich wieder reisen! Der Ausfall an Ostern fiel schon schwer. Leider gab es aber noch keine freie Ziel-Wahl, also fuhr ich Freitag Mittag erst mal nach NW-D.
Im Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn soll es ein endemisches Knabenkraut (D.sennia) geben, an das man aber nicht rankäme, alles gesperrt, heißt es, brutale Strafen drohen. Nun, es waren einige Straßen offen, entlang derer aber nichts zu sehen war. Sowieso alles viel zu trocken auch hier. Ich fragte also in einer Garnison, doch da kannte sich keiner aus. Da erfuhr ich aber, dass ich wohl dort rumtappen durfte, solang nicht geübt würde, Corona sei Dank. Dies tat ich dann ausführlich, nachdem ich eine Schäferin nach Feuchtstellen befragt hatte. Doch auch diese waren ziemlich trocken, ich fand aber 2 Sonnentau-Arten und den Sumpfbärlapp. 4,3° nachts. Auch am nächsten Morgen kein Erfolg, also fuhr ich nach Münster und besichtigte den L.c. von Müllers Waldhyazinthe. Hier hatte ich auf Anhieb Erfolg. Traf auch 2 Orchideenfreunde unabhängig dort, hier pilgert offenbar heuer jeder hin. Bekam dann einen exakten Tipp, wo ich das Senne-Knabenkraut hätte finden sollen. Fuhr also die 100 km zurück und kletterte in eine besetzte Viehweide. Der Tipp war allerdings falsch, das Gelände passte nicht zur Beschreibung. Auch rundum fiel mir nichts Passendes ins Auge. Also machte ich mich auf den Weg in die Niederlande.
Dort besuchte ich einen Orchideenfreund und reiste mit ihm einen halben Tag rum. Um 4 Uhr früh kam ich da ins Bett, die Sonne weckte 3 h später. Nach seinen Angaben reiste ich kreuz und quer durch NL und auch Belgien (Grenzöffnung überraschend gerade an Pfingstsonntag). Sind schon gute Gärtner, die Holländer, inzwischen wurden einige Arten dort gefunden, die es bisher nur woanders gab. Und es warten sicher noch mehr, gut versteckt. Es gibt viele, gut gepflegte Orchideenbiotope und es ist mild. Auch die Mastorchis haben sie schon, von Serapias ganz zu schweigen. Doch sogar das Land, das unterhalb des Meeresspiegels liegt, ist heuer trocken, das machte die Suche spannend und aufwändig. Fand aber dann doch das Meiste, auch Spiranthes lucida aus USA, Dact. incarnata coccinea aus GB und am Ende auch daher Op. apifera belgarum. Die anderen Varietäten wären vertrocknet, hieß es.
Dann ging es nach Dänemark, etwas zögernd ließ man mich einreisen, nachdem ich erzählte, dass ich Orchideen für ein Buch aufsuchen müsse. Für Normalbürger sind die Grenzen noch über eine Woche dicht. Ich musste nicht mal ein Ziel angeben oder eine Unterkunft, dabei hatte ich mir das doch schon zurechtgelegt. Da das Wetter noch gut und warm war, war das erste Ziel die Insel Römö. Schön wild da, aber halt auch ziemlich vertrocknet. Nächster Punkt war das Nissegard an der W-Küste ziemlich oben. Tolle Gegend, leider auch sehr ausgetrocknet und aktuell im Regen, wurde aber beides besser. Anschließend rauf bis in die N-Spitze, Skagerak. Dort ist inzwischen alles abgesperrt, Riesenparkplatz mit Bezahlung von 7-19 Uhr. Gut, dass ich spät kam und es noch bis 23 Uhr hell war.
Nach DK ging es wieder nach D (logisch!), und zwar in den Osten nach Brandenburg zu einem Orchideenfreund. Dort besichtigten wir das Quasliner Moor, also nur ein winziges Teilchen.
Dann wieder in die NL und mit dem niederländischen Orchideenfreund Exkursion in NL und B und danach in den Elmptener Schwalmbruch und in die Wahner Heide, wieder ein Truppenübungsplatz. Und nochmals ins Gebiet der Senne, hatte nämlich inzwischen die Telefonnummer eines Ortskundigen bekommen. Leider bekamen wir für diesen Tag keine Genehmigung dort aus dem Auto zu steigen.
Die Reiseroute in Kurzform: D-NL-B-NL-B-NL-B-NL-D-DK-D-NL-B-NL-D
Übrigens, in den NL ist auf Autobahnen von 6-19 Uhr meist Tempolimit 100. Auch wenn ich eigentlich schneller fahre, muss ich sagen, dass das entspannend ist, direkt entschleunigend wenn der Tempomat auf 103 steht. Ich sah auch weder Unfall noch liegengebliebene Fahrzeuge oder Stau, genauso in DK bei höchstens 130. Gut, die haben eindeutig viel weniger LKW, die Dänen auch weniger Autos. Wie machen die das? Ok, es ist auch noch Corona. Und noch was fiel mir in NL und DK auf: Die Ampeln schalten sehr schnell auf Grün, wenn man sich nähert und kein Querverkehr ist. Man muss nicht abbremsen. Wieso ist das bei uns nicht möglich? Müssen wir an veralteter Technik festhalten und deswegen Sprit etc. verschwenden?? Ist ja bescheuert! In DK sind viele Mittellinien, ob unterbrochen oder nicht, wie auch die Ränder der Landstraßen mit Rippen versehen. Wenn man also an den Rand der Fahrbahn kommt, weil man nach Orchideen schaut, hört man das deutlich. (Ist auch gut so, 80 km/h sind doch ein wenig ermüdend, das Hirn wird nicht so gefordert.) Da sollte mal jemand seine Hausaufgaben machen, Herr Minister! Man könnte sich profilieren statt bescheuerten hippen Ideen hinterherzulaufen, gell? Auf hunderten von Kilometern habe ich in DK übrigens gerade 3 Polizeiautos gesehen. Und Radfahrer fahren in NL und DK generell auf Fahrradwegen, wenn vorhanden, auch die mit Rennrad, die bei uns ausschließlich die Straßen für ihren Sport nutzen. Merkwürdig, man wird fast nie zum Abbremsen gebracht! Besonders in NL gibt es für Radfahrer dafür einige Vergünstigungen, man sollte vielleicht auch da mal über eine Übernahme nachdenken.
Das Wetter
Die ersten 3 Tage waren sonnig, etwas windig und kühler. Dann wurde es 3 Tage wärmer, bis 30° in den NL, 28° in DK, dann gewittrig und anschließend kühl. 14° Höchsttemperatur im Norden und 2 Tage immer wieder Regen ohne Sonnenpausen. Pfui Kuckuck! doch die Natur brauchts dringendst. Eine Regenperiode 3 Wochen früher wären halt wieder mal perfekt gewesen, jetzt will ich Sonne. Dann wechselhaft mit genügend Sonne, verhaltene Temperaturen, bis 15°, dann 17, 18°, 20°, danach 3 Tage meist bedeckt. Nachts generell nicht mild, immer zwischen 4,3 und 10,8°, erst am Ende 15° bei leichtem Regen. In D wurde es dann zunehmend wärmer, bis 30° am Schluss, die Schwüle ist man vom Norden kommend dann nicht mehr gewöhnt.
Die Viecher
Besonders Aufregendes habe ich nicht gesehen, v.a. Schmetterlinge waren nicht gerade häufig. Kraniche und Moorfrösche waren mit das Ungewöhnlichste für mich. Wir haben halt keine Moore. Aber nicht mal ne lebende Kreuzotter war mir anfangs vergönnt, obwohl ich weglos mindestens 15 km über Moore und Heiden getappt bin. Endlich, ganz an der Nordspitze sah ich 2, mit einer spielte ich ein wenig. Zaun- und Bergeidechse (hier wohl eher Moor-) gab es natürlich, eine Ringelnatter, für den verwöhnten Südeuropa-Reisenden etwas mau. Manche Tiere waren recht zahm, Karnickel oder ein Fuchs in der Senne z.B. Fotografiert werden wollte letzterer aber nicht. Ein Reh lag mal 20 m von mir entfernt und kümmerte sich nicht um mich. Ich hatte ihm ja gesagt, dass ich nur ein paar Fotos wollte. Ein Fasan putzte sich gemütlich keine 10 m von meinem Auto weg, da kriegt man auch den Kopf formatfüllend.
Die Orchideen
Plat.muelleri wirkt wie eine hybridogene Population, recht variabel. Keine Eltern am L.typ. sichtbar, ca. 50 Pflanzen waren offen und gut. Später sah ich sie auch in NL und B, ebenfalls ohne Eltern.
Von Plat.bifolia s.str. sah ich leider nur ein aufgeblühtes Exemplar, die anderen waren noch nicht mal hochgetrieben oder höchstens knospend. Sie ist schon deutlich zierlicher in allen Teilen als die gewöhnliche Waldhyazinthe in Bayern. Der Name „fornicata“ dürfte aber für diese nicht zutreffend sein.
Was sich mir außer D.sennia an 4 Stellen hartnäckig verwehrte, war D.praetermissa integra. Vertrocknet, Biotop weg oder falsche Koordinaten, 2 knospende. Auf der Rückreise kam ich wieder bei zwei Stellen vorbei, bei einer waren nun doch wenige aufgeblüht. Hätte ich mal nicht abgetrennt.
D.maculata elodes gibt es noch in einem Moor in NL, auch da hätte ich selbst nicht an eine Abtrennung gedacht. Nach einiger Suche hatte ich genügend Pflanzen, sehr variabel ist auch diese Sippe, auch hinsichtlich des angeblich winzigen Sporns. Mehr noch als maculata sonst. Eine Abtrennung ist für mich aber nicht nachvollziehbar. In der Wahner Heide stehen übrigens ganz eindeutige maculatas, sogar eine elodes-Ausprägung, keine fuchsii. Da irrt das Deutschlandbuch ganz deutlich. Sah ich auch schon mal in der Eifel und auf Zingst.
D.vadorum ist eigenartigerweise als Art beschrieben, es gibt auf Römö aber Pflanzen in der Population, die sind von purpurella nicht zu unterscheiden. Gut, ich hatte bei zwei Besuchen nur 40 offene Exemplare ... Naja.
Auch merkwürdig erscheint mir das, was unter "cambrensis" im Westen von DK verstanden wird. Ist sicher keine cambrensis, die ist als größer und heller beschrieben. Diese sind dunkler und könnten als var. maculosa bezeichnet werden. Die Blätter sind sehr kräftig gefleckt. Der Habitus ist aber nicht majalis-ähnlich.
Ganz im Norden hatte ich vor 25 Jahren verblühte Knabenkräuter gefunden. Die Stelle ist noch gut, es stehen hunderte von Pflanzen da. Bis auf incarnata und maculata kann ich aber nichts richtig einordnen, scheint eine üble Hybridpopulation mit majalis, purpurella und den beiden anderen zu sein. Man könnte sie vom Aussehen her teilweise gut zu vadorum stellen. Einige sehen majalis extrem ähnlich, sie geht wohl bis hinauf in die Spitze.
D.sphagnicola ist schon sehr variabel, ich sah viele in einer reinen Population. Auch am Locus typicus fand ich sie. Hätte mich schon sehr interessiert, was an sennia so ganz anders sein sollte. Nach Fotos ist das für mich nicht nachvollziehbar. Eine Abtrennung von deweveri liegt für mich auch nicht unbedingt auf der Hand, zu marginal sind die Unterschiede. Im Schnitt sind die Blüten kleiner und die Lippe etwas deutlicher dreiteilig. Die hoeppneri konnte ich trotz guter Angaben nicht finden, nach Fotos und Beschreibungen ist sie allerdings auch kaum abgesetzt und findet sich, wie die beiden vorhergehenden, in reichen Populationen als eine Ausprägung.
D.sphagnicola calcifugiens machte Probleme. Ich hatte zwar 3 Fundortangaben, bei der ersten fand ich aber nur 2 knospende, bei der zweiten (sehr weitläufig) gar keine, hatte auch keine GPS-Angaben. Bei der dritten stimmten die Koordinaten überhaupt nicht. Stundenlang latschte ich Sümpfe entlang, in ehemals feuchte Dünensenken, über Dünen, durch Weidengestrüpp und das teils im Regen mit Schirm. Wirklich kein Spaß, wenns nichts bringt. Am nächsten Tag hüpfte ich u.a. in eine Pferdeweide mit Moorseen und siehe da, da standen doch schon ein paar in Blüte. Hätte gleich selber suchen sollen. Aber da hätte ich keine Sonne zum Fotografieren gehabt. Der Besitzer erzählte, letztes Jahr gab es 200 dort, die kommen noch. Sie steht teils deutlich trockener als sphagnicola, ich sehe sie also als durchaus als gut abtrennbar an.
In Brandenburg wollte ich endlich mal richtige D.majalis brevifolia sehen, ich bekam eine Führung ins Quasliner Moor. Tatsöchlich, mehr als 100 Pflanzen, teils erst knospend. Nur sehe ich leider keinen Unterschied zu russowii. Aber schön, dass es eine so reich besetzte Stelle gibt. Auch Liparis stand dort, ward länger nicht gesehen worden.
In der Nähe der Senne bekam ich zwei interessante Biotope mit wenigen D.praetermissa gezeigt. Als Überraschung wuchs dort auch eine D.russowii.
Alles in allem war das nun doch eine schöne Exkursion, vielleicht hätte ich noch eine niederländische Nordseeinsel besuchen sollen.
Bis zum nächsten Mal also,
beste Grüße,
                            Helmut.
Auf der ersten Tafel links Plat. bifolia s.str., rechts Plat. muelleri.
 
Für den Kenner alles leicht zu erkennen, gell?

Jetzt wirds schon komplizierter: praetermissa s.l. v.l.n.r.
3x praetermissa s.str., 3x praetermissa junialis, 2x praetermissa
integra, 3x D.x montis-mosae (praetermissa integra x fuchsii, macht
angeblich auch reine Populationen)

Es wird schon ein wenig orchideenlastig, gell? Auf Wunsch lasse ich die
Bildchen ein wenig größer und schicke lieber mehr Tafeln. Die sind
bildschirmfüllend wie üblich.

Hier nun kalkfliehende Orchideen, zähle ich alle zu D.sphagnicola, dem
Torfmoosknabenkraut. Auch, wenn calcifugiens hier gar nicht in der Nähe
von Torfmoos steht (da hab ich sie aber knospend auch gefunden). Ist
auch die Einzige, die ich abtrennen würde, oben rechts 2x. Unten rechts
3x die hoeppneri. Nichts Auffälliges, vielleicht minimal kleinere
Blüten. Alle anderen sind aus einer größeren Population in B. Sehr
variabel, auch in der Blütengröße.

Vorletzte Seite, schön bunt.
3x Spiranthes lucida, 2x Dact. incarnata coccinea, 3x Op. apifera (2
aurita, 1 belgarum)

2. und 3. Zeile:

im Quadrat 4x Dact. x vadorum (purpurella mit praetermissa-Einkreuzung),
2x purpurella maculosa (Habitus und Blüte rechts oben daneben), unten 3x
Hybridpopulation majalis x purpurella

4x Dact. incarnata-Variationen, lobelii ist für mich nur eine Wuchsform;
3x Dact. traunsteineri curvifolia,

5x Dact. maculata "elodes", 6x Dact. maculata-Variationen, der Habitus
aus der Wahner Heide, der Rest aus einer großen Population in DK


Bis zum nächsten Mal, die Sommerferien stehen schon vor der Tür!

Gracias Helmut por enviarme este extraordinario trabajo. 

FOTOS - PHOTOS  DE  HELMUT  PRESSER

WEB DE INTERÉS

 SALUD

viernes, 10 de mayo de 2019

HELMUT PRESSEN - orquídeas-orchid-orchideen-orchidacee-orchideeen



Helmut Presser y sus orquídeas


Variable Anrede: Ciao!
Eigentlich hätte ich an Ostern nach Südfrankreich gewollt - lang ists her, dass ich um diese Zeit dort war. Allerdings hatten sie dort etwa 60 Tage ohne Niederschlag, also warf ich die Pläne kurzfristig um und machte mich auf den Weg nach Italien. Wurde nicht ganz problemlos.
Die Route: Toskana mit Amiata - Lazio - Abruzzen (wegen Regen nur durchgefahren) - Apulien - Puglien - Basilikata (wo ich einen langjährigen Freund besuchte und mit ihm botanisierte) - Cilento Mare - Mt. Pollino - Stiefelabsatz bis in die Spitze - Murge - Abruzzen - Argentario mit Toskana
Am Gargano lag mal wieder ein kleiner Felsen da, wo ich dummerweise rückwärts hinfuhr, die Stoßstange schob sich gerade so drüber. Da die Erde auch nass war, kam ich fast nicht mehr los. Am Ende hing die Stoßstange an der einen Seite weg. Hab sie wieder halbwegs hingeklemmt und dann mit Draht gesichert. Ein Rückwärts-Piepser an VW-Bussen müsste vorgeschrieben sein. Und einmal sah ich eine schöne ebene und steinige Fläche vor einer Lehmwand und merkte in der Dämmerung erst mal nicht, dass das Schwemmmaterial war. Und das war tief, ruckzuck war ich bis zur Stoßstange drin. Übernachtete erst mal in Schieflage. Am nächsten Morgen grub ich einen Kubikmeter Sand weg, man hat ja stets einen Spaten dabei. Von einer nahen Ruine holte ich 2 Bretter und tatsächlich kam ich so allein raus.
In Italien ist man sicher. Was man aus Deutschland nicht so kennt: Man wird öfters kontrolliert. Diesmal fanden mich die Carabinieri 2x und schauten nach, ob ich nichts angestellt hatte. Falls ja, wusste es ihr Computer halt nicht.
Am Ende ergab sich ein neues Problem: Irgendwie zuckte es beim Hinknien ohne erkennbaren Grund im rechten Knie. Da noch einiges zu erledigen war, humpelte ich halt noch zwei Tage mit zwei Stöcken durch die Landschaft. Dauerte jedesmal und war zeitweise unangenehm. Natürlich läuft man da nicht mehr viel, mehr als ein halber km am Tag geht schlecht. Wird wohl auch noch eine Operation nach sich ziehen.
Verkehr!
Über Einparkfähigkeiten lasse ich mich besser mal nicht ausführlicher aus. Man steht hier den Griechen in nichts nach. Schräg rein oder in 2. Reihe stehen bleiben - kein Problem. Für den Fahrer. Vor dem Abbiegen nahezu anhalten, was hinter mir ist, interessiert ja nicht. Und auf Strecken, wo man nicht oder kaum überholen kann, fährt man gern mal 50 statt 90. Überhaupt, es gab offenbar mal ne Zuteilung an 40 km/h-Schilder im Land, die stehen hier und da unmotiviert rum, sogar mal auf der BAB. Wozu, weiß kein Mensch, es hält sich auch höchstens einer unter 100 dran. Und der stört dann gewaltig. Auch gibt es immer wieder über einige km Überholverbot auf geradester Strecke ohne Einmündungen, eine durchgezogene Mittellinie dazu, oft auch theoretisch auf 40 oder 50 km/h beschränkt. Anfangs hat man ein schlechtes Gewissen, dies zu ignorieren aber das gibt sich. Mit dem Motorrad unbekannte Strecken zu fahren kann hier lebensgefährlich sein: Hier und da gibt es ganz übel tiefe Löcher in der Straße, die müssen nicht mal groß sein. Rillen und Verwerfungen, zerbröselten Asphalt gibts reichlichst - wer da in die schöne Landschaft schaut, schaut schön alt aus.
Das Wetter
begann mit einem kleinen Schock: Hatte es in Bayern durchgehend mollige 8°, waren es im Inntal schon mal 11°. Hinter Bozen dann gleich fette 22°! Gut, das wurde so bald nicht wieder erreicht, 18° waren es gewöhnlich in der Spitze (auch noch am Gargano), oben auf dem Amiata waren es sowieso wieder die gewohnten 7°. Danach nachts nur noch 5,8°!!! Und der Tag danach war auch noch halb verregnet mit Hagel, pfui! Aber die Natur brauchts, auch in N-Italien war es zielmich trocken gewesen. Selbst am Gargano war es anfangs nass, dann prima bis Ostersamstag. Temperaturen verhalten, im Tiefland bis 22,5°, nachts abseits des Meeres immer unter 10°, am Meer 12°. Am Ostersonntag Wetterumschwung, Shirocco, mild, total bedeckt, einige dreckige Tropfen. Die nächsten beiden Tage nur wenig besser. Trotz fehlender Sonne blieb die Höchsttemperatur konstant bei 22,5°, nachts 13° am Meer (später mal 15°). Dieses tobte, wie ich es vom Mittelmeer noch nie gesehen hatte. Dazu kräftiger S-Wind, das Auto wurde gut durchgesalzen. Deshalb hat man ja auch immer einen Wischer dabei, man kriegt sogar mit frisch benutzem Feldwegpfützenwasser die Fenster durchaus wieder klar. Am besten, man steigt da gar nicht aus. Dann endlich wieder prima Wetter und bis 25°. Allerdings immer diesig, nichts für Landschaftsaufnahmen. Die hätte man vorher machen sollen. Erst im Norden dann wieder klarer und kühler.
Die Viecher
Möglicherweise hab ich tagsüber von Nahem eine kräftige Wildkatze beim Orchideensuchen gesehen, zur Determination war sie aber zu schnell weg. Wildsäue sah ich zwar nicht, Wühlspuren aber an vielen Stellen, wo jetzt keine Orchideen mehr sind. Sollte ich ihnen aus Naturschutzgründen die Afrikanische Schweinepest an den Hals wünschen? Und was wünschen wir dann dem Dachs? Ruineneidechsen gab es immer bei Sonne häufiger, sie waren schon in Paarungsstimmung. Eine nette Stabheuschrecke saß schlecht getarnt an einer Orchidee. Eine Schlange war schwarz, schnell und weg. Schmetterlinge waren schon ganz gut unterwegs, meist war aber keine Zeit zur Jagd. Ein frisch geschlüpfter Hummelschwärmer war ganz nett und kooperativ.
Die Botanik
Es wurde verputzt, was die Natur hergab: Täglich Wildspargel, oft Rosmarin und gelegentlich Ruccola (Rauke, aber lateinisch klingts gehobener). Selten mal wilden Fenchel.
Die Orchideen in der Spinnen-Gruppe waren ein Graus. Von kleinblütig bis großblütig, gehöckert bis ungehöckert, knospend bis verblüht war alles dabei und das mit jeglichem Übergang. Es ließ sich einfach keine klare Abtrennung finden, nicht mal tarquina war klar abgesetzt (kaum noch Pflanzen am L.c., Wildschweine, ich war zweimal dort). Dann kam vielleicht noch die minipassionis dazu, die teils genauso aussah wie die maritima, welche leicht dasselbe sein könnte wie argentaria. Irgendwann muss ich die Loci classici abklappern. An einer Stelle hatte ich minipassionis aber in Reinkultur und nun glaub ich an diese. Ist weder eine sphegodes s.l. und schon gar keine garganica.
Probleme machte auch die O.crabronifera: Anfangs am Meer dachte ich noch, die wäre da schon verblüht (hatte noch nicht realisiert, dass es ein spätes Jahr ist), die Stelle am Amiata fand ich nicht, ich hätte ja schließlich auch am Argentario suchen sollen. An zwei Stellen im Latio waren vor mir die Wildschweine, an der dritten blühte sie noch nicht. In den Abruzzen war kräftiger und anhaltender Regen, das gibt keine gescheiten Bilder, also fuhr ich vorbei. Unerwartet standen in der Basilikate einige am Straßenrand. Wie sich aber später herausstellte, waren das nur O.pollinensis, ich war danach ja extra in der Terra typica. Auf der Rückfahrt schaute ich diesmal bei Sonne in den Biotop in den Abruzzen und fand nichts, also zumindest keine crabronifera. Also fuhr ich in der Toskana auf den Monte Argentario und endlich gab es welche, sogar noch aufblühend. Nur, es gab exakt Ausprägungen wie bei pollinensis: Das sind keine zwei Arten für mich. Im Cilento ist sie halt ein wenig variabler.
Auf dem Amiata hatte ich sogar Probleme, Dact. insularis zu erkennen. Es gab da so gelbliche Dact. romana, die einen relativ kurzen, eher waagrechten Sporn hatten, doch auch manche rötliche hatte einen kürzeren Sporn. Wie gut, dass ich sowas nicht ausmesse. Da die Blätter gleich waren, nehme ich nun an, dass ich insularis nicht gesehen habe und die romana einfach enorm variiert oder gar rumbastardiert. Die typischen roten Flecken hatten sie eh nicht.
Der Gargano zeigte sich wieder mal sehr reichhaltig, in einem Biotop gab es 16 Arten und die meist in Menge. Sogar von Anacamptis pyramidalis waren schon wenige gut in Blüte. Das ist doch mal früh, wenn man bedenkt, dass 2 Monate später hier immer noch welche blühen. Im Absatz sah ich die reichlich, bis zur Hochblüte, größtenteils halt im Salzwassersprühnebel. Nach vielen Jahren habe ich nun auch wieder mal die Gargano-Schnepfe (O.montis-gargani) gesehen. Die ist zwar variabel aber durchaus eigen. Allerdings kenne ich rhodostephane nicht. Die wieder mal gesehene kleine O.sulcata ist mir noch nicht klar, obwohl ich diesmal einen schönen 
Bestand fand. Vielleicht ist es funerea aber sowas kriegt man nur mit Hilfe der Bestäuber raus. Die ewig nicht mehr gesehene Brillenragwurz machte Probleme, nur mit Mühe fand ich ein paar. Dann per Zufall gleich noch mal so viele. Habe nun knapp 20 in Blüte gesehen und trotzdem eine enorme Variabilität.

In Puglien gibts bei Gravina einen Locus typicus von O.gravinensis. Da war noch alles sehr zu. Auf einer Wiese fand ich aber aufgehende Pflanzen, die diese Art sein konnten. Viel kleiner als pseudoatrata, eher wie minipassionis. Die Haarfarbe ist aber violetter. Also sollte es eine gute Art sein. Auf dem Rückweg kam ich noch einmal dort vorbei, am Locus blühten aber erst eine einzige auf, haben die Wildschweine wohl übersehen. Wegen Gehumpel suchte ich nicht weiter.
In der Basilikata gab es auch sipontensis und einen Wust an sphegodes-exaltatas. Eine kleine fusca gehört wohl zu bilunulata, wie genau man die auch nennen mag. Am Pollino wollte ich eine Stelle mit mindestens 1000 Affenknabenkräutern auf engem Raum anschauen, sowas gibt schöne Bilder. War da 2015 an Pfingsten nach der Blütezeit. Gut, dass ich meine alten GPS-Messpunkte dabei hatte: Der ganze Standort war einfach weggebaggert! Weiß der Geier, was da für ein deppertes Bauwerk draufkommt. Ok, an den wenigen 100 weit rundum war zu sehen, dass ich heuer eh zu früh dran war. Und die Sonne schien auch nicht...
Am 25.4. waren noch nicht mal Op.tarentina richtig verblüht, ein wirklich spätes Jahr. Es gab immer noch Knospen dieser frühen Art. Op.celiensis und calocaerina waren aber schon offen, merkwürdig. Letztere erforderte einige Laufarbeit, fand ich doch die Stelle von vor 15 Jahren nicht wieder. Ich musste mir also neue Pflanzen suchen. Später stand an in einem Biotop noch einmal ein schöner Bestand. Ein wenig Probleme machte im Anschluss Op.celiensis, ich fand einfach nicht genügend offene Pflanzen. So langsam wurde die Zeit auch zu knapp zum Suchen. Dann fand ich eine Angabe mit lohnenswerter Anzahl und tatsöchlich gab es die auch. Das war ein Biotop mit 18 gesehenen (!) Orchideenarten.
Den Locus classicus der neu beschriebenen Op.nicolae im Absatz besichtigte ich auch, erwartungsgemäß blühte die nicht mehr. Noch erkennbare Pflanzen waren aber immer einer anderen Art zuzuordnen. Das wird doch nicht einfach ein Bastard sein?
Im Stiefelabsatz waren natürlich Op.candica und Op.tardans das Ziel. Erstere begann zu blühen, tardans war meist schon gut offen und ich konnte an die 100 Pflanzen dieses seltenen Endemiten sehen. Interessant war eine blühende Orchis palustris im Olivenhain auf trockenem Boden, fast vegetationslos.
Alles in allem war es sehr erfolgreich, wenngleich man mit besserer Vorbereitung mehr Zeit für Anderes gehabt hätte. Nun ja, da war ich nicht das letzte Mal…


Ach, weils so schön ist, gleich noch mal italienische Impressionen. In 
der Murge gibt es haufenweise Trulli in jeglicher Ausführung.

Zoologie und Botanik in der nächsten Tafel.

Wie angekündigt: Botanik und Zoologie mit persönlichem Gruß, ;-).

So, nun endlich gibts die Zielarten, auf die Ihr sicher schon lang 
wartet. Passen natürlich nicht auf eine Tafel, eine weitere wird nötig 
sein. Hab ich schon drauf hingewiesen, dass die Tafeln wieder in full HD 
sind, also ein wenig zu vergrößern?

Nun bin ich natürlich gezwungen eine ausführliche Legende zu verfassen, 
v.l.n.r., v.o.n.u.:

1 O.exaltata tyrrhenae, 2 O.tarquinia L.c., 3 O.cf.minipassionis, 1 
O.bombyliflora

2 O.passionis garganica, 2 O.incubacea, 4 O.gravinensis

2 O.neglecta, 3 O.tardans, 2 O.candica, 1 O.lutea

2x O.bertolonii, 3 O.bertoloniformis, 3 O.sipontensis (die letzte aus 
der Basilikata)




So, nun die letzte Tafel. Ich könnte locker noch eine ganze mit
verschiedensten Spinnenragwurzen füllen, evtl. mit den zahlreichen
Bastarden ergänzen, auch der Italiener liebt offenbar die Hybriden. Doch
das erspar ich Euch. Hier nun die richtigen Arten, die unbekannteren
etwas ausführlicher:

4 O.parvimaculata, 3 O.montis-gargani

5 O.pseudomelena (Unterschied zu praemelena bei dieser Variabilität
????), 2 O.apulica, 2 O.cf.sulcata Gargano

1 Serapias apulica, 2 O.calocaerina Puglia, 3 O.promontorii, 3 O.biscutella

3 O.celiensis, 2 O.crabronifera Argentario, 2 O.crabronifera/pollinensis
Basilikata, 2 O.crabronifera/pollinensis Cilento L.c.

Bis zum nächsten Mal, gehabt Euch wohl,

              Helmut.

viernes, 15 de junio de 2018

HELMUT PRESSER - Orquídeas, Orquidáceas, Orchidaceae, Orchideen, סחלביים, orchid, आर्किड, ラン科, သစ်ခွ, oрхи́дные, 蘭科, orchidées, orchideeën,

El botánico y orquideólogo Helmut Presser me remite su último extraordinario y asombroso trabajo:


Endlich Pfingstferien!
Da bei uns eine fürchterliche Dürre die Orchideen übel dezimiert hatte, 
freute ich mich zu hören, dass der Südwesten heuer Regen abbekommen 
hatte. Also ging es Richtung SW mit Ziel Südfrankreich und Spanien. 
Dachte ich mir zumindest.

Die erste Station machte ich aber nach etwas stauiger Anfahrt in 
Baden-Württemberg, wo ich einen Freund traf, mit dem ich dann im 
Taubergießen exkursierte. Kaum Anzeichen einer überstandenen Dürre hier, 
alle saftig.
Am nächsten Tag ging es durch F (wohl ein Fehler, vor den ersten beiden 
Peage-Stationen staute es sich kräftig, obs über die Schweiz besser 
gewesen wäre?) zum West-Vercors. Wunderhübsch hier. Da merkte ich, dass 
ich die Akku-Ladekabel vergessen hatte, Samstag am Abend natürlich und 
Montag war auch noch Feiertag. Also die nächsten 2 Tage etwas sparsam 
fotografiert und dann ab ins Drôme. Kreuz und quer durch die Provence 
bis ins Langedoc, wo mein Auto kurz vor dem Locus typicus von 
quercophila entschied, dass ich den 5. und 3. Gang nicht mehr und den 
ersten nur selten benutzen sollte. Kack! Da traf ich überraschend auf 
unseren Freund Karel mit Frau. Half aber nichts, ich musste am nächsten 
Tag ne Werkstatt suchen. Tat die HUK für mich, war wohl nicht einfach. 
Zögerlich sagte man mir dort die Reparatur des Schaltgestänges zu (zum 
Glück nicht die des Getriebes), das Teil muss man aber erst bestellen. 
In einer Woche sollte ich wiederkommen und inzwischen tunlichst 
möglichst wenig schalten, also fahren. Und das, wo ich den 5. Gang nun 
mit Fingerspitzengefühl reinbekam, dafür nicht mehr den 1.. Das hieß, 
Spanien fiel flach, stattdessen Urlaub in der Provence, genauer im 
Aude/Gard/Herault/Langedoc. Und ein Ladegerät hatte ich immer noch 
nicht. Am nächsten Tag gings mit dem Taxi nach Nîmes, da kriegte ich 
einen flotten kleinen Diesel für eine Woche. Zahlt hoffentlich alles die 
HUK. Nur das Universalladegerät musste ich selbst zahlen. Die Reparatur 
später natürlich auch. Danach traf ich mich mit zwei ansässigen 
französischen Orchideenfreunden und wir exkursierten einen Tag zusammen. 
Da ich am nächsten Tag schon mal nahe am Meer war, legte ich auch 2 
Stunden Badeurlaub ein. Man gönnt sich ja sonst nix. Das Wasser hatte 
genau die richtige Temperatur zum Abfrischen, da war es nämlich grad 27° 
und ich hatte hart in der Sonne gearbeitet. Einen Abstecher weiter rein 
in die Causses (eine meiner Lieblingsgegenden und ich war quasi am Rand 
stationiert) machte ich auch, ich wollte endlich mal die berühmten Hänge 
von Lapanouse anschauen. Wirklich beeindruckend, diese Fülle von Orchideen.
All die Tage hatte ich 2 schöne Schlafplätze, einen nahe einem klaren 
Bach und einen oben auf einem Hügel in der Garrigue. Da kam ich mit dem 
2., 4. und Rückwärtsgang hin. Am Tag vor der Reparatur dann fielen der 
2. und der 4. Gang auch noch aus. D.h. anfahren im 5., das kostet 
Kupplung. Hieß auch, die vorletzte Nacht im Dorf bleiben, am Rand in 
einem unbelebten Sackgässchen, von wo aus man rückwärts hoch und dann 
leicht abschüssig bis zum Mechanico fahren kann. Zum Glück piepten auch 
hier Nachtigall und Zwergohreul.
Nach der Reparatur und der Ablieferung des Leihwagens noch mal zum Meer 
(Wetter im Land feucht, also schlecht für Ragwurzfotos), ein wenig Vögel 
gejagt und gebadet, danach in die östliche Provence zur Orchideensuche. 
Der Rückwärtsgang springt manchmal raus, ich hasse es! Da muss noch mal 
was nachgestellt werden.
Auf der Rückfahrt wurden noch einige Orchideenplätze angeschaut, also 
wieder kreuz und quer durch die Provence.

Das Wetter
Gewöhnlich ist es im Süden lästig, wenn sich der Staub ins Auto 
schleicht. Diesmal gab es absolut keinen Staub, in den Weinfeldern stand 
das Wasser und überall war der Boden feucht. Südfrankreisch war grün wie 
noch nie.
Anfangs in D waren die Temperaturen verhalten, am Rhein gerade mal 
angenehme 23° trotz besten Wetters. Bei Lyon am nächsten Tag dann schon 
26°. Dann 28° im Drôme mit Gewitter. Auch am Folgetag am frühen 
Nachmittag gewittrig. Und am nächsten schüttete es gewaltig. Und am 
übernächsten. Dann noch einmal. Wenn es bei uns nur halb oder viertel so 
viel regnen würde... Danach 2 Tage Regenpause. Dann mal in der Früh 2 h 
leichter Regen, dann wieder heiß und dampfig. In den Causses beim 2. Mal 
leider ziemlich bedeckt. Dann ein halber Tag kräftiger Regen (zur 
Erinnerung: seit Monaten Dürre in Bavaria, auch während der Ferien und 
einer Woche danach!), der Rest trotz Fahrt zum Meer ziemlich bedeckt. 
Ähnliches auch am nächsten Dreivierteltag, aber mit wenigen Schauern. 
Dann noch mal Schauer, aber nicht am Meer. Auch auf dem Rückweg häufiger 
Gewitter, Temperaturrekord am Rhein: 29,5°.

Die Zoologie
Ein paar Schmetterlinge wurden erjagt. Smaragdeidechsen kreuzten 
gelegentlich laut trampelnd meinen Weg, Mauereidechsen deutlich leiser. 
Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass erstere in den Causses 
leopardiert sind? Ein Spanischer Sandläufer ward gefangen und 
ausgewertet. Schlangen sah ich einige wegschlängeln, wie dies so ihre 
Art ist, meist hörte ich sie nur. Nachtigallen und diverse Grillen waren 
zumindest allabendlich zu hören, auch mal Ziegenmelker, Zwergohreule und 
verschiedene Frösche, wenn alle zusammentrafen war das Orchester vom 
Feinsten. Dank der neuen P900 erwischte ich endlich auch mal 
Bienenfresser und Blauracke zufriedenstellend.

Die Botanik
war in Baden-Württemberg im Vergleich zu Bayern schon recht weit, 
Bienenragwurz blühte schon auf, Spitzorchis war teils in Blüte. 2000 
Hummelragwurzen standen in bester Blüte, wichtig für den Vergleich mit 
den neu beschriebenen, südlichen Sippen.
Die erste davon fand ich dann am 2. Tag reichlich im West-Vercors, 
Ophrys demangei. Ja, die meisten gut zu unterscheiden, hieß ja schon 
immer "kleine Hummel vom Vercors". Blütezeit wohl ähnlich wie 
holosericea. Im Vercors war auch die hübsche Drôme-Ragwurz gut in Blüte, 
ich sah endlich mal hunderte. Da hatte ich einen weitläufigen Biotop mit 
mindestens 19 Arten nur auf Wiesen, welch ein schönes Gebiet!
Im Drôme fand ich nach ungefährer Angabe am 3. Tag in einer Brenne die 
nächste Hummel, die neue Ophrys montiliensis (dachte ich), die sich 
blütezeitmäßig und in der Größe nur unwesentlich von demangei 
unterscheidet. Man muss schon mehrere Aspekte beachten um die abtrennen 
zu können. Aber ja, geht. Scolopaxoide waren in einem Biotop zu fast 90% 
vertreten, in einem anderen gerade mal 5%. (???) Wie ich dann hinterher 
gesagt bekam, dürfte zu dem Zeitpunkt montiliensis aber noch gar nicht 
blühen. Tatsächlich fand ich deutlich später auf dem Rückweg in einem 
Biotop am Roubion die ersten aufblühend. Was war dann das vorher 
Gesehene gewesen? Gut, die neu beschriebene Art konnte ich nun noch 
besser abtrennen, oft ziemlich scolopaxoid, aber jeglicher Übergang.
Noch komplizierter ist es bei der O.quercophila, 4. Tag. Die sieht erst 
mal aus wie eine scolopax, die meisten (!) haben aber eine etwas 
kürzere, dunklere Lippe und kleinere Höcker. Naja, hätte ich mal nicht 
beschrieben. Es sei denn, ich würde scolopax besser kennen und beide 
öfters sehen. Hummelartige fehlen hier offenbar ganz, was die Abtrennung 
zu scolopax nicht einfacher macht. Vielleicht steht hier und bei der 
ersten montiliensis einfach nur O.picta dabei und blüht etwa zur selben 
Zeit??? Das wäre die Lösung. Nach einem Tag Führung eines der 
Beschreiber konnte ich das dann auch nachvollziehen: Es gibt die 
quercophila. Sie hat auch eine breitere Narbenhöhle, eine etwas kürzere 
Lippe und scolopax ist zu der Zeit lag verblüht. Dummerweise gibt es 
aber reichlich Pflanzen an manchen Stellen, die zwischen beiden (oder 
zwischen querc. und picta?) stehen. Die stören eindeutig.
O.picta blühte noch (eher ab), ok, so spät kann man die erkennen. Ich 
fand an einer Stelle aber auch kleinblütige Schnepfen mit rundlicherer, 
breiterer Lippe, die sicher keine picta ist. Da kommt noch was auf uns 
zu, ich bin sicher nicht der erste, der die gesehen hat.
Die früher schon mal gesehene O.souchei war zickig. Ich wollte sie gegen 
die vorletztes Jahr gesehene neue O.montis-aviarii abgrenzen. Die Brenne 
an der Durance von vor 15 Jahren ist nun nur noch anzufahren, wenn man 
geflissentlich Sperrschilder übersieht. Zudem war die Brenne samt 
Umgebung wohl heuer überschwemmt gewesen, also verschlammt und ist zudem 
völlig zugewachsen. Stundenlanges Drumrumlatschen brachte auch keinen 
Erfolg (nur reichlich Schweiß zutage, ich musste mich glatt in der 
Durance erfrischen). An meiner zweiten Stelle gab es zwar wenige 
Pflanzen, jedoch bestenfalls knopsig. Auf der Rückfahrt wurde dann ein 
Fundort von Monsieur Souche persönlich heimgesucht: Die wenigen 
gefundenen Hummeln sind mir eigentlich ein wenig zu kleinblütig. Und an 
der beim Runterfahren besuchten Stelle waren beim 2.Mal groß- und 
kleinblütige Hummeln durcheinander aufgeblüht, vielleicht 2 Arten, auch 
nicht befriedigend. Dann, endlich, an einem weiteren Fundort von Souche 
viele große und durchwegs großblütige souchei. Sehr variabel, wo ist nun 
der Unterschied zu montis-aviarii???
Nun fehlt mir noch die O.truncata (aegirtica), die gibt’s aber erst 
weiter im Westen und auch erst ab Juni.
Am L.c. von D. occitanica am Südrand der Causses war die Art gerade 
m.o.w. in Hochblüte, es gab viele Pflanzen. Hatte ich lang nicht 
gesehen. Nun, eine Varietät von elata ist das sicher nicht, sie hat 
schon mal keine elata-Sporn. Elata besuchte ich einige Tage später im 
Haute Langedoc, hatte da eine 25 Jahre alte Angabe, es gab immer noch 
Pflanzen.
Ist übrigens schon mal jemandem aufgefallen, dass die Riemenzunge in 
Südfrankreich später aufblüht als bei uns? Deutlich später auch als die 
Bienenragwurz, Anacamptis pyramidalis und Aceras. Das sollte mal 
untersucht werden.
Nah am Meer besuchte ich eine altbekannte Stelle nach 15 Jahren wieder: 
Alles noch da, sogar mehr von den schwarzen Bienenragwurzen. 
Wunderhübsch die, und in der Nachbarschaft reichlich prächtige 
Sumpfknabenkräuter. Im Sand in den Dünen fand ich noch überraschend 
violette Cistanche. Könnte aber gut auch sehr kräftige Sommerwurz sein, 
wo ist der Unterschied?
Natürlich war ich auch zweimal in den nahen Causses, ist schließlich 
vielleicht meine Lieblingsgegend. Im Tal des Buèges fand ich nun endlich 
auch E.bugacensis / rhodanensis wieder. Hier war mein erstes 
Zusammentreffen mit der Art, der Name bugacensis kommt trotzdem nicht 
von dem Bach. Bei Lapanouse sah ich auf nur etwa 1 km 18 Orchideenarten, 
da gibts sicher noch mehr. Kannte ich vorher auch nur vom Hörensagen. 
Dank eines bayerischen Orchideenfreundes, der grad aus den Biotopen 
tappte, fand ich auch die mir bis dahin unbekannte Gymnadenia pyrenaica, 
wie sie noch genannt wird.

Die erste Tafel zeigt Ergebnisse aus dem Vercors, es folgen sicher noch 3.
Oben sind nur O.drumana zu sehen, die anderen sind dem Kenner wohl klar, 
wenn ich verrate, dass ich Bastarde für die Freunde deren in einer 
Extratafel bringe.



An Orchideelein nur das Wanzenknabenkraut, wo ich teilweise den Eindruck 
hatte, dass beide Unterarten gemischt waren. Guck selber!


Man hat mir geraten, die Bildchen ein wenig größer zu lassen und dafür 
ein oder zwei Tafeln mehr zu produzieren. Ist einsichtig, so mach ich 
das also. Schließlich werden auch meine Augen nicht besser, grins.

Hier nun mal einen Orchideen-Schwerpunkt, eher einfach gehalten:
oben nur D.occitanica vom L.c.
darunter 4 D.elata, 2 Gym.pyrenaica und ein Gelber Aurorafalter
darunter 4 A.palustris, Siegwurz, die Binsenlilie und 2 dunkle O.apifera

 

  Noch einmal ein Orchideenschwerpunkt, nicht schwierig:
2 Anacamptis pyramidalis, Himantoglossum hircinum, Epipactis tremolsii
E.tremolsii, Limodorum abortivum rubrum, 2 Him.hircinum
2 Ophrys caloptera (passionis), 3 O.aveyronensis, dazwischen 2 Serapias 
vomeracea

Da es erstaunlich viele Bastardfreunde gibt, gibts diesmal auch eine 
Bastardtafel. Gut, ein wenig aufgelockert und vielleicht sogar mit 
wenigen reinen Arten am Ende, wer weiß. Auf jeden Fall wurde hier und da 
reingepfuscht, man kennt das ja. Zu viele Hybriden für jemanden, der 
nicht danach sucht.

2 O.drumana x demangei - Vercors, O.sphegodes x holosericea - 
Taubergießen, O.holosericea x apifera Taubergießen
2 O.drumana x demangei - Vercors, 2 O.demangei x insectifera - Vercors
2 Or.simia x militaris, dazwischen Or.simia x purpurea
O.caloptera x aveyronensis, 3 O.apifera x souchei
unten: kleine Populationen bildend 3 O.quercophila x picta oder so.


Zum Ende wird es heftig: Die Hummeln. Sorry, da sind auch sehr kleine 
Bildchen dabei, aber die kann ich eh nicht zufriedenstellend zuordnen. 
Hätt ich sie weglassen sollen?

Der abgetrennte Block ganz rechts: O.souchei nahe Orange, für mich die 
deutlichste Art. Allerdings hätte ich gern den Bestäuber im Vergleich 
mit dem von montis-aviarii und von truncata (aegirtica).

oben: 4 O.holosericea D-Taubergießen und 2x die kleine unbekannte Schnepfe

2.Reihe: O.demangei Vercors

3.Reihe: O.quecophila Langedoc-Herault, hier hätte ich gern mal den 
Bestäuber im Vergleich zu O.vetula

4.Reihe: O.montiliensis Roubion

5.Reihe: O.cf.montiliensis, zu früh blühend, Drome, Livron und
O.cf.montiliensis Durance, Pertuis, auch zu früh dran

Bis zum nächsten Mal,
beste Grüße,
                Helmut.

Muchas gracias Helmut por enviarme tu impresionante trabajo. Enhorabuena.
 Recibe un fuerte abrazo.

Eres un orquideólogo fenómenal a nivel mundial.
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