NATURALEZA Y COSILLAS DE INTERÉS


ME GUSTA SENTIR LA NATURALEZA EN MI MANO.
M. A. BUENO

Recomiendo ver este blog en un PC, está dividido en dos partes:

- En la izquierda están las fotos.

- En la derecha tiene el enlace a otros dos bolgs (2 Naturaleza y el 3 dedicado a Huesca, a la Sierra de Guara, y cosillas de interés)

-También están algunos de mis vídeos, música, etc.


Para ver esta web en el teléfono móvil, ir a la última foto, y debajo, pulsar en: VER VERSIÓN WEB.

-------

MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES

MIS AMIGOS ME LLAMAN EL "PASTOR" DE BUITRES
FOTOS - PHOTOS DEL PASTOR DE BUITRES

EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE

EXPOSICIÓN FOTOGRÁFICA FLORA - FLOWER - ERMITA DEL VIÑEDO - OFICINA DE INFORMACIÓN de la SIERRA DE
-------------- B L O G nº 1 --------------

© copyright del autor

© copyright del autor
© copyright del autor

foto-natura-huesca

foto-natura-huesca
foto-natura-huesca
Mostrando entradas con la etiqueta orchidees. Mostrar todas las entradas
Mostrando entradas con la etiqueta orchidees. Mostrar todas las entradas

miércoles, 15 de julio de 2020

HELMUT PRESSER EXTRAORDINARIO TRABAJO SOBRE ORQUÍDEAS - ORCHIDEEN - ORCHIDS


Ein wenig verspätet für eine Pfingsturlaubspostkarte, sorry. Es gab einiges zu tun, u.a. Wochenend-Trips. Aber jetzt dann doch:
Endlich wieder reisen! Der Ausfall an Ostern fiel schon schwer. Leider gab es aber noch keine freie Ziel-Wahl, also fuhr ich Freitag Mittag erst mal nach NW-D.
Im Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn soll es ein endemisches Knabenkraut (D.sennia) geben, an das man aber nicht rankäme, alles gesperrt, heißt es, brutale Strafen drohen. Nun, es waren einige Straßen offen, entlang derer aber nichts zu sehen war. Sowieso alles viel zu trocken auch hier. Ich fragte also in einer Garnison, doch da kannte sich keiner aus. Da erfuhr ich aber, dass ich wohl dort rumtappen durfte, solang nicht geübt würde, Corona sei Dank. Dies tat ich dann ausführlich, nachdem ich eine Schäferin nach Feuchtstellen befragt hatte. Doch auch diese waren ziemlich trocken, ich fand aber 2 Sonnentau-Arten und den Sumpfbärlapp. 4,3° nachts. Auch am nächsten Morgen kein Erfolg, also fuhr ich nach Münster und besichtigte den L.c. von Müllers Waldhyazinthe. Hier hatte ich auf Anhieb Erfolg. Traf auch 2 Orchideenfreunde unabhängig dort, hier pilgert offenbar heuer jeder hin. Bekam dann einen exakten Tipp, wo ich das Senne-Knabenkraut hätte finden sollen. Fuhr also die 100 km zurück und kletterte in eine besetzte Viehweide. Der Tipp war allerdings falsch, das Gelände passte nicht zur Beschreibung. Auch rundum fiel mir nichts Passendes ins Auge. Also machte ich mich auf den Weg in die Niederlande.
Dort besuchte ich einen Orchideenfreund und reiste mit ihm einen halben Tag rum. Um 4 Uhr früh kam ich da ins Bett, die Sonne weckte 3 h später. Nach seinen Angaben reiste ich kreuz und quer durch NL und auch Belgien (Grenzöffnung überraschend gerade an Pfingstsonntag). Sind schon gute Gärtner, die Holländer, inzwischen wurden einige Arten dort gefunden, die es bisher nur woanders gab. Und es warten sicher noch mehr, gut versteckt. Es gibt viele, gut gepflegte Orchideenbiotope und es ist mild. Auch die Mastorchis haben sie schon, von Serapias ganz zu schweigen. Doch sogar das Land, das unterhalb des Meeresspiegels liegt, ist heuer trocken, das machte die Suche spannend und aufwändig. Fand aber dann doch das Meiste, auch Spiranthes lucida aus USA, Dact. incarnata coccinea aus GB und am Ende auch daher Op. apifera belgarum. Die anderen Varietäten wären vertrocknet, hieß es.
Dann ging es nach Dänemark, etwas zögernd ließ man mich einreisen, nachdem ich erzählte, dass ich Orchideen für ein Buch aufsuchen müsse. Für Normalbürger sind die Grenzen noch über eine Woche dicht. Ich musste nicht mal ein Ziel angeben oder eine Unterkunft, dabei hatte ich mir das doch schon zurechtgelegt. Da das Wetter noch gut und warm war, war das erste Ziel die Insel Römö. Schön wild da, aber halt auch ziemlich vertrocknet. Nächster Punkt war das Nissegard an der W-Küste ziemlich oben. Tolle Gegend, leider auch sehr ausgetrocknet und aktuell im Regen, wurde aber beides besser. Anschließend rauf bis in die N-Spitze, Skagerak. Dort ist inzwischen alles abgesperrt, Riesenparkplatz mit Bezahlung von 7-19 Uhr. Gut, dass ich spät kam und es noch bis 23 Uhr hell war.
Nach DK ging es wieder nach D (logisch!), und zwar in den Osten nach Brandenburg zu einem Orchideenfreund. Dort besichtigten wir das Quasliner Moor, also nur ein winziges Teilchen.
Dann wieder in die NL und mit dem niederländischen Orchideenfreund Exkursion in NL und B und danach in den Elmptener Schwalmbruch und in die Wahner Heide, wieder ein Truppenübungsplatz. Und nochmals ins Gebiet der Senne, hatte nämlich inzwischen die Telefonnummer eines Ortskundigen bekommen. Leider bekamen wir für diesen Tag keine Genehmigung dort aus dem Auto zu steigen.
Die Reiseroute in Kurzform: D-NL-B-NL-B-NL-B-NL-D-DK-D-NL-B-NL-D
Übrigens, in den NL ist auf Autobahnen von 6-19 Uhr meist Tempolimit 100. Auch wenn ich eigentlich schneller fahre, muss ich sagen, dass das entspannend ist, direkt entschleunigend wenn der Tempomat auf 103 steht. Ich sah auch weder Unfall noch liegengebliebene Fahrzeuge oder Stau, genauso in DK bei höchstens 130. Gut, die haben eindeutig viel weniger LKW, die Dänen auch weniger Autos. Wie machen die das? Ok, es ist auch noch Corona. Und noch was fiel mir in NL und DK auf: Die Ampeln schalten sehr schnell auf Grün, wenn man sich nähert und kein Querverkehr ist. Man muss nicht abbremsen. Wieso ist das bei uns nicht möglich? Müssen wir an veralteter Technik festhalten und deswegen Sprit etc. verschwenden?? Ist ja bescheuert! In DK sind viele Mittellinien, ob unterbrochen oder nicht, wie auch die Ränder der Landstraßen mit Rippen versehen. Wenn man also an den Rand der Fahrbahn kommt, weil man nach Orchideen schaut, hört man das deutlich. (Ist auch gut so, 80 km/h sind doch ein wenig ermüdend, das Hirn wird nicht so gefordert.) Da sollte mal jemand seine Hausaufgaben machen, Herr Minister! Man könnte sich profilieren statt bescheuerten hippen Ideen hinterherzulaufen, gell? Auf hunderten von Kilometern habe ich in DK übrigens gerade 3 Polizeiautos gesehen. Und Radfahrer fahren in NL und DK generell auf Fahrradwegen, wenn vorhanden, auch die mit Rennrad, die bei uns ausschließlich die Straßen für ihren Sport nutzen. Merkwürdig, man wird fast nie zum Abbremsen gebracht! Besonders in NL gibt es für Radfahrer dafür einige Vergünstigungen, man sollte vielleicht auch da mal über eine Übernahme nachdenken.
Das Wetter
Die ersten 3 Tage waren sonnig, etwas windig und kühler. Dann wurde es 3 Tage wärmer, bis 30° in den NL, 28° in DK, dann gewittrig und anschließend kühl. 14° Höchsttemperatur im Norden und 2 Tage immer wieder Regen ohne Sonnenpausen. Pfui Kuckuck! doch die Natur brauchts dringendst. Eine Regenperiode 3 Wochen früher wären halt wieder mal perfekt gewesen, jetzt will ich Sonne. Dann wechselhaft mit genügend Sonne, verhaltene Temperaturen, bis 15°, dann 17, 18°, 20°, danach 3 Tage meist bedeckt. Nachts generell nicht mild, immer zwischen 4,3 und 10,8°, erst am Ende 15° bei leichtem Regen. In D wurde es dann zunehmend wärmer, bis 30° am Schluss, die Schwüle ist man vom Norden kommend dann nicht mehr gewöhnt.
Die Viecher
Besonders Aufregendes habe ich nicht gesehen, v.a. Schmetterlinge waren nicht gerade häufig. Kraniche und Moorfrösche waren mit das Ungewöhnlichste für mich. Wir haben halt keine Moore. Aber nicht mal ne lebende Kreuzotter war mir anfangs vergönnt, obwohl ich weglos mindestens 15 km über Moore und Heiden getappt bin. Endlich, ganz an der Nordspitze sah ich 2, mit einer spielte ich ein wenig. Zaun- und Bergeidechse (hier wohl eher Moor-) gab es natürlich, eine Ringelnatter, für den verwöhnten Südeuropa-Reisenden etwas mau. Manche Tiere waren recht zahm, Karnickel oder ein Fuchs in der Senne z.B. Fotografiert werden wollte letzterer aber nicht. Ein Reh lag mal 20 m von mir entfernt und kümmerte sich nicht um mich. Ich hatte ihm ja gesagt, dass ich nur ein paar Fotos wollte. Ein Fasan putzte sich gemütlich keine 10 m von meinem Auto weg, da kriegt man auch den Kopf formatfüllend.
Die Orchideen
Plat.muelleri wirkt wie eine hybridogene Population, recht variabel. Keine Eltern am L.typ. sichtbar, ca. 50 Pflanzen waren offen und gut. Später sah ich sie auch in NL und B, ebenfalls ohne Eltern.
Von Plat.bifolia s.str. sah ich leider nur ein aufgeblühtes Exemplar, die anderen waren noch nicht mal hochgetrieben oder höchstens knospend. Sie ist schon deutlich zierlicher in allen Teilen als die gewöhnliche Waldhyazinthe in Bayern. Der Name „fornicata“ dürfte aber für diese nicht zutreffend sein.
Was sich mir außer D.sennia an 4 Stellen hartnäckig verwehrte, war D.praetermissa integra. Vertrocknet, Biotop weg oder falsche Koordinaten, 2 knospende. Auf der Rückreise kam ich wieder bei zwei Stellen vorbei, bei einer waren nun doch wenige aufgeblüht. Hätte ich mal nicht abgetrennt.
D.maculata elodes gibt es noch in einem Moor in NL, auch da hätte ich selbst nicht an eine Abtrennung gedacht. Nach einiger Suche hatte ich genügend Pflanzen, sehr variabel ist auch diese Sippe, auch hinsichtlich des angeblich winzigen Sporns. Mehr noch als maculata sonst. Eine Abtrennung ist für mich aber nicht nachvollziehbar. In der Wahner Heide stehen übrigens ganz eindeutige maculatas, sogar eine elodes-Ausprägung, keine fuchsii. Da irrt das Deutschlandbuch ganz deutlich. Sah ich auch schon mal in der Eifel und auf Zingst.
D.vadorum ist eigenartigerweise als Art beschrieben, es gibt auf Römö aber Pflanzen in der Population, die sind von purpurella nicht zu unterscheiden. Gut, ich hatte bei zwei Besuchen nur 40 offene Exemplare ... Naja.
Auch merkwürdig erscheint mir das, was unter "cambrensis" im Westen von DK verstanden wird. Ist sicher keine cambrensis, die ist als größer und heller beschrieben. Diese sind dunkler und könnten als var. maculosa bezeichnet werden. Die Blätter sind sehr kräftig gefleckt. Der Habitus ist aber nicht majalis-ähnlich.
Ganz im Norden hatte ich vor 25 Jahren verblühte Knabenkräuter gefunden. Die Stelle ist noch gut, es stehen hunderte von Pflanzen da. Bis auf incarnata und maculata kann ich aber nichts richtig einordnen, scheint eine üble Hybridpopulation mit majalis, purpurella und den beiden anderen zu sein. Man könnte sie vom Aussehen her teilweise gut zu vadorum stellen. Einige sehen majalis extrem ähnlich, sie geht wohl bis hinauf in die Spitze.
D.sphagnicola ist schon sehr variabel, ich sah viele in einer reinen Population. Auch am Locus typicus fand ich sie. Hätte mich schon sehr interessiert, was an sennia so ganz anders sein sollte. Nach Fotos ist das für mich nicht nachvollziehbar. Eine Abtrennung von deweveri liegt für mich auch nicht unbedingt auf der Hand, zu marginal sind die Unterschiede. Im Schnitt sind die Blüten kleiner und die Lippe etwas deutlicher dreiteilig. Die hoeppneri konnte ich trotz guter Angaben nicht finden, nach Fotos und Beschreibungen ist sie allerdings auch kaum abgesetzt und findet sich, wie die beiden vorhergehenden, in reichen Populationen als eine Ausprägung.
D.sphagnicola calcifugiens machte Probleme. Ich hatte zwar 3 Fundortangaben, bei der ersten fand ich aber nur 2 knospende, bei der zweiten (sehr weitläufig) gar keine, hatte auch keine GPS-Angaben. Bei der dritten stimmten die Koordinaten überhaupt nicht. Stundenlang latschte ich Sümpfe entlang, in ehemals feuchte Dünensenken, über Dünen, durch Weidengestrüpp und das teils im Regen mit Schirm. Wirklich kein Spaß, wenns nichts bringt. Am nächsten Tag hüpfte ich u.a. in eine Pferdeweide mit Moorseen und siehe da, da standen doch schon ein paar in Blüte. Hätte gleich selber suchen sollen. Aber da hätte ich keine Sonne zum Fotografieren gehabt. Der Besitzer erzählte, letztes Jahr gab es 200 dort, die kommen noch. Sie steht teils deutlich trockener als sphagnicola, ich sehe sie also als durchaus als gut abtrennbar an.
In Brandenburg wollte ich endlich mal richtige D.majalis brevifolia sehen, ich bekam eine Führung ins Quasliner Moor. Tatsöchlich, mehr als 100 Pflanzen, teils erst knospend. Nur sehe ich leider keinen Unterschied zu russowii. Aber schön, dass es eine so reich besetzte Stelle gibt. Auch Liparis stand dort, ward länger nicht gesehen worden.
In der Nähe der Senne bekam ich zwei interessante Biotope mit wenigen D.praetermissa gezeigt. Als Überraschung wuchs dort auch eine D.russowii.
Alles in allem war das nun doch eine schöne Exkursion, vielleicht hätte ich noch eine niederländische Nordseeinsel besuchen sollen.
Bis zum nächsten Mal also,
beste Grüße,
                            Helmut.
Auf der ersten Tafel links Plat. bifolia s.str., rechts Plat. muelleri.
 
Für den Kenner alles leicht zu erkennen, gell?

Jetzt wirds schon komplizierter: praetermissa s.l. v.l.n.r.
3x praetermissa s.str., 3x praetermissa junialis, 2x praetermissa
integra, 3x D.x montis-mosae (praetermissa integra x fuchsii, macht
angeblich auch reine Populationen)

Es wird schon ein wenig orchideenlastig, gell? Auf Wunsch lasse ich die
Bildchen ein wenig größer und schicke lieber mehr Tafeln. Die sind
bildschirmfüllend wie üblich.

Hier nun kalkfliehende Orchideen, zähle ich alle zu D.sphagnicola, dem
Torfmoosknabenkraut. Auch, wenn calcifugiens hier gar nicht in der Nähe
von Torfmoos steht (da hab ich sie aber knospend auch gefunden). Ist
auch die Einzige, die ich abtrennen würde, oben rechts 2x. Unten rechts
3x die hoeppneri. Nichts Auffälliges, vielleicht minimal kleinere
Blüten. Alle anderen sind aus einer größeren Population in B. Sehr
variabel, auch in der Blütengröße.

Vorletzte Seite, schön bunt.
3x Spiranthes lucida, 2x Dact. incarnata coccinea, 3x Op. apifera (2
aurita, 1 belgarum)

2. und 3. Zeile:

im Quadrat 4x Dact. x vadorum (purpurella mit praetermissa-Einkreuzung),
2x purpurella maculosa (Habitus und Blüte rechts oben daneben), unten 3x
Hybridpopulation majalis x purpurella

4x Dact. incarnata-Variationen, lobelii ist für mich nur eine Wuchsform;
3x Dact. traunsteineri curvifolia,

5x Dact. maculata "elodes", 6x Dact. maculata-Variationen, der Habitus
aus der Wahner Heide, der Rest aus einer großen Population in DK


Bis zum nächsten Mal, die Sommerferien stehen schon vor der Tür!

Gracias Helmut por enviarme este extraordinario trabajo. 

FOTOS - PHOTOS  DE  HELMUT  PRESSER

WEB DE INTERÉS

 SALUD

lunes, 27 de marzo de 2017

HELMUT PRESSER Y SUS ORQUÍDEAS - ESTUDIO - Orchideen, orchid, orquídies, orkideak, orchidées, ऑर्किड, סחלביים, orchidacee, ラン科, orchideeënfamilie, ...

Mi amigo botánico Helmut Presser me envía su último estudio, y me dice lo siguiente:


 Einleitung
Eigentlich liegt Asien außerhalb meines Dunstkreises. Aber nachdem ich die Türkei schon 4x besucht hatte, fallen die Hemmungen zusehens, schon weil die derzeit kein Ziel für mich ist. Da bot sich das Heilige Land an.
Fasching war heuer relativ spät und so suchte man neue botanische Ziele für einen frühen Saisonbeginn. Durch einen israelischen Orchideenfreund hatte ich nun Veranlassung, auch einmal über das  Mittelmeer nach SO zu schauen. Dort gibt es doch einige endemische Arten, dazu auch sehr ähnliche wie auf Zypern, die ich ja schon kenne.

Hauptteil
Von München aus ging es als erstes nach Tel Aviv, natürlich nach dem Durchlaufen sehr aufwändiger Sicherheitsschleusen. Dazu sollte man 3 h vor Flugbeginn anwesend sein. Insgesamt ging alles aber doch schneller als bei normalen Flügen. Zum Glück hatte ich mir die beiden Direktflüge auf die Mittagszeit gelegt. So kam ich vor Sonnenuntergang an und wurde von einem Prepaid-Taxi 100 km weit nach Haifa gebracht. Es war ja Sabbath und der Zugverkehr ist dann mäßig. Übrigens gab es in den eher kleinen Flieger noch Sandwich und Softdrinks. In Haifa wohnte ich bei einem Orchideenfreund, mit dem ich auch meistens exkursierte. Auch der hiesige Orchideenkenner führte mich bzw. fuhr mich herum. Die Gastfreundschaft wird hier sehr hoch gehalten. Allein war ich diesmal eher selten unterwegs. Auf der Heimreise nahm ich dann den deutlich billigeren, aber überfüllten Zug (auch mit Gepäckkontrolle, doch fast jeder zehnte schleppte ein Schnellfeuergewehr rum; Sonntag früh ist wie Montag bei uns) zum Flugplatz. Auch dort gab es ausreichend Sicherheitskontrollen, man darf aber eine Flasche Wasser mitnehmen. Letzteres war gut, denn 3,80 € für ein Fläschchen ist absolut indiskutabel.
Sehr gewöhnungsbedürftig ist die hebräische Schrift, ich konnte gerade einen Buchstaben lesen, das O. Und das war nicht mal eins. Allerdings sind die meisten Schilder auch arabisch beschriftet, was jedoch nicht wirklich weiter hilft. Beide schreiben ja schon mal in die falsche Richtung. (Ein Wunder, dass sie nicht auch auf der falschen Straßenseite fahren.) Als letztes kommt dann englisch, womit man doch viel mehr anfangen kann. Nichtsdestotrotz ist die Lebensart ein wenig arabisch angehaucht, was man an der unverständlichen Sprache und der Fahrermentalität hören kann. Die Weine sind hervorragend oder mein Gastgeber hat ein spezielles Händchen dafür. Letzteres ist wahrscheinlich, denn auch das heimische Essen war richtig delikat. Die Landschaft erinnert ein wenig ans "heimische" Malta, viele moderne Städte zwischen steiniger Landschaft. Aber es war auch sehr grün hier und da, nicht zu wenig Ackerbau.
Interessant wären die vielen Orte gewesen, die man so aus der Bibel kennt: Nazaret, See Genezaret, Jerusalem u.v.m. Um dort aber mal reinzuschauen, müsste man schon mehr als eine Woche Zeit haben - die Natur ist doch außergewöhnlich reichhaltig und unerwartet vielfältig.
Meist waren wir auf dem nahe gelegenen Mt. Carmel. Wir besuchten auch den höchsten Berg, den Mt. Meron, wo wir einige gute allgemeinbotanische Funde machten. Da kamen wir auch an die Grenze zum Libanon. Am vorletzten Tag machten wir eine besonders interessante Exkursion zum 200 km entfernten Toten Meer. Wir gingen nicht über den Jordan, sondern fuhren diesen und die jordanische Grenze entlang im israelisch kontrollierten Palästinenser-Gebiet nach S. U.a. durften wir ein Naturreservat (Oase) besichtigen, das für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Auch die berühmte Oase El Gedi besuchten wir kurz. Es war übrigens der Tiefpunkt meiner Karriere: 400 m unter dem Meeresspiegel. Der Wasserstand geht auch stetig zurück, die 30%ige Salzbrühe wird immer weniger. Aufgrund von Zeitmangel waren wir aber weder am Ufer noch drin.

Das Wetter
war anfangs bestens, m.o.w. nur dunstig und sonnig und ca. 22 - 25° tagsüber, nachts um 10 - 15°. Am 3. und 4. Tag nur noch 20° und fast keine Sonne, dafür wenige Tropfen. Auf den Golanhöhen war da Regen angesagt, also warfen wir unsere Pläne um und blieben im Mount Carmel. Am Toten Meer waren es dann mindestens 27°, leider nicht immer sonnig nach kräftigem Regen in der Nacht. Der letzte volle Tag war endlich klar und die Sonne brannte ganz anders als gewohnt.

Die Viecher
Gleich am ersten Tag fing ich einen Hardun und 3 Schildkröten. Hier und da wenige, verschiedene kleine Eidechsen und ne Johannisechse. Die konnte ich aber nicht ablichten. Insektenmäßig war nicht viel los, wenn man von diversen Raupen absieht. Ein Osterluzeifalter flog und wenige weitere Arten. Der Eichelhäher hat hier eine schwarze Kappe. Geier kreisten schon mal nicht hoch über dem Haus. Einmal hörten wir ein Rudel Schakale heulen, nicht übel. Einen sah ich später durch die Büsche entwischen. Vom Stachelschwein fand ich nur einen Stachel. Am Toten Meer gab es eine ganze Reihe unbekannter Vögel und eine Kolonie von Klippschliefern (Elefanten-Verwandte :-). Gazellen sah ich nur im Vorbeifahren.

Die Botanik
Geregnet hatte es im Vorfeld genügend, jedoch recht spät, sodass die Saison spät begann. Das war gut für die frühen Arten, die späten kamen aber während meines Aufenthalts schnell nach, zumindest in den ersten Exemplaren. Beispielsweise gab es am Carmel reichlich einen kleinen endemischen Scheinkrokus, der gewöhnlich im Januar blüht. Die Biotope hier sind oft nicht sehr dicht mit Orchideen besetzt und es gibt nur eine oder zwei Arten. Einige sind vergleichbar mit Südeuropa, also 4-8 Arten. Ich sah aber auch einen alten Steinbruch mit ca. 12 Arten in teils ordentlicher Anzahl. Leider blühte dort noch fast nichts. Viele Bereiche sind zu grün und dicht bewachsen, hier müsste mehr beweidet werden. Andere sind natürlich überweidet und zu trocken.
Ich wurde u.a. an einen Stadtrand geführt, wo es sehr viele der beeindruckenden Iris atropurpurea gibt. Auch rote Wildtulpen gab es. Und eine vielglockige Schachblume sowie Massen an Alpenveilchen. An vielen Stellen dominierten die wunderschönen Pfauenanemonen (normalerweise nur sehr rot, an einer Stelle sehr bunt). Auf dem eigentlich gut untersuchten Mt. Meron fanden wir neu eine Schachblume und eine Pfingstrose, das Alpenveilchen C.coum fanden wir nach langer Zeit wieder.

Vermutlich neu waren für mich Ophrys umbilicata subsp. berii, O.carmeli, O.latilabris und O.adonitis (mouterdeana), natürlich Orchis galilea und die seltene Or.israelitica (samt Bastard), die beide von oben her aufblühen. Von Or.papilionacea palaestna hatte ich auch erst eine einzige auf Zypern aufblühend gesehen. Die attraktive Orchis galilea, die es in 3 Farben gibt, war wohl das Hauptziel und machte aufgrund des späten Jahres einige Arbeit. Am 3. Tag fand ich allerdings schon einige, die bereits offen waren, nachdem wir mehr als 300 nicht blühende gesehen hatten, am 4. Tag hatte ich dann jede Variation. Erwartungsgemäß blühte Himantoglossum galileum noch nicht, wir sahen aber viele Rosetten. Manche Ecken waren überhaupt voll von Rosetten, ein frühes Jahr wäre gut gewesen. Leider war auch am Ende der Exkursion S.levantina noch in Knospe. Die umbilicata-Verwandtschaft zeigt mir zu wenige Unterschiede, mit Ausnahme von latilabris. Diese scheint mir sogar von flavomarginata zu unterscheiden zu sein.
Sehr interessant war auch eine Oase am Toten Meer, wo uns der Beschreiber von Epipactis veratrifolia ssp. oaseana seine Pflanze vorstellte. Gegen Stachelschweine geschützt wächst sie hier durch niedrige Gitterkäfige durch. Während die Halbwüste in üppiger Blüte stand, war es in der Wüste zu trocken für die meisten Blumen gewesen. Wir hätten eh kaum Zeit gehabt.

Alles in Allem war es aber ein sehr interessanter und erfolgreicher Urlaub und sollte dringend zu einem späteren Termin wiederholt werden.
Beste Grüße,
            Helmut.



Und gleich eine 2. Tafel. Die zwei links oben zeigen die Halbwüste; da hat es geregnet und es ist dementsprechend blumig. Das Rot geht auf den Asiatischen Hahnenfuß und nicht, wie daneben, auf die Pfauenanemone zurück.
Die Bilder sind nun etwas größer (es gab schon Reklamationen), die Tafel wieder in HD, also normalerweise vergrößerbar.




Nun endlich mal ein paar Orchideen mit Legende.

3 Epipactis veratrifolia ssp.oaseana, 3 Ophrys adonidis, 3 O.latilabris

2 O.umbilicata ssp.berii (übereinander), 3 O.carmeli, 2 O.sicula ssp. galilea, 2 O.israelitica


Und hier die letzte Tafel, mit den attraktiven Orchis- bzw. Anacamptis-Arten.

oben alles Or.galilea

2 Or.punctulata, 4 Or.israelitica, 1 Or.papilionacea ssp.palaestina

5 Or.pap.palaestina, 1 Or.israelitica x pap.palaestina, 2 Or.collina

Bis nach Ostern dann,
eine erfolgreiche Saison,
                          Helmut.

FOTOS - PHOTOS  DE  HELMUT  PRESSER


WEBS DE INTERÉS


Muchas gracias Helmut por compartir tu
extraordinario estudio

 SALUD



lunes, 2 de marzo de 2015

ORQUÍDEAS - ORCHIDEEN - ORCHID de Helmut Presser - ESTUDIO - Orchidaceae Antoine-Laurent de Jussieu, 1789 Orchidées ラン科 Орхи́дные 蘭科 蘭


El orquideólogo Helmut Presser me comunica lo siguiente:

.... und das mit fast aktueller Postkarte!
Es stand die Wahl zwischen Sizilien und SO-Frankreich, wobei letzteres deutlich näher liegt, in Sizilien aber sicher mehr Orchideen zu erwarten sind. Ausschlag gab am Ende das Wetter, das für Südostfrankreich mehr Sonne und sogar höhere Temperaturen versprach. Samstag und Sonntag sollten auch da allerdings verregnet sein, sodass ich mich erst am Sonntag gemütlich auf den Weg machte. Zuerst fuhr ich ganz in den Süden bis kurz vor die Pyrenäen. Dann verbrachte ich einen schönen Tag mit einem dort ansässigen Orchideenfreund im südlichen Ortsbereich von Marseille. Von dort ging es langsam gen Osten, immer botanisierend, versteht sich, bis Nizza. In Italien hielt ich mich kaum noch auf (Zwischenstopp am Gardasee), weil das Wetter an diesem Tag nicht mehr mitspielte.
Es ist nun 13 Jahre her, dass ich in dieser Gegend an Fasching und an Ostern unterwegs war. Leider musste ich feststellen, dass nun viele Wege und Straßen, die ich benutzt hatte, abgesperrt sind. Noch schlimmer ist, dass viele Orchideenplätze zugewachsen oder gar überbaut sind. Ein Hügel mit massig Rosetten im Februar 2002 beispielsweise ist halt jetzt ein Häuschen mit Garten, wohl sogar Ortsbereich von Bandol. Hätte ich mal rechtzeitig nachsehen sollen, was da so alles wuchs. Nichtsdestotrotz gibt es noch viele ergiebige Stellen mit Orchideen. Ein Drama sind die Wildschweine. Selbst im Ortsbereich von Marseille findet man viele ausgewühlte Pflanzen. Die Säue gibt es hier erst seit 8 Jahren. Wildschweinschinken ist sehr delikat, essen wir sie auf! Zu ernten gab es kaum etwas, Rosmarin und Thymian natürlich, gelegentlich mal wilder Fenchel oder Kaktusfeigen. Für Wildspargel war es noch zu früh, habe keinen einzigen Trieb gesehen.
Viecher und gewöhnliche blühende Pflanzen gab es noch nicht allzu viele, einige schöne Landschaften. So belief sich die Ausbeute auf nur 625 Bilder, wobei noch genügend doppelt sind.

Das Wetter
Zwar hatte mein Außen-Thermometer den Geist aufgegeben, ich merkte aber auch so, dass die Nächte recht frisch waren. 5° bei klarem Himmel, mollige 10° in der 2. Nacht bei leichtem Regen. Anfangs war der Morgen bedeckt (wenige Regentropfen), nachmittags dann sonnig. Da dürfte es schon 15° erreicht haben, geschlossene Schuhe und langes Hemd waren für unverwöhnte Mitteleuropäer überflüssig. Bei Marseille und weiter östlich gab es dann auch schon von morgens an Sonne, dann waren es wohl angenehme 17° im Schatten, in der Sonne war es richtig warm. Also fiel auch noch die lange Hose. War eh dreckig vom aufgeweichten Boden und der flachen Fotografiertechnik. Ab Sonnenuntergang wurde es bei klarem Himmel aber immer schnell empfindlich kalt. So entschloss ich mich, zwischendrin eine angenehm milde Nacht am Meer zu verbringen und fuhr auf die Halbinsel ö Hyères. Dort fand ich eine Stelle mit Palmen, wo ich zwischen Spanischem Rohr durch die Dünen bis an den Sandstrand kam. Leichter Meerwind von W, sah gut aus, nur halt wieder wolkenlos. Früh waren es im Auto dann 3,5°. Plus! So musste ich nicht kratzen. Die Socken blieben aber trotzdem aus. Das Meer dampfte ein wenig. Nebel noch vormittags in der Ebene von Maures. Eine positive Überraschung an diesem Tag: Meinen schon vor 20 Jahren oder früher im Winter benutzten Schlafplatz bei Menton direkt an der italienisch-französischen Grenze ganz unten am Meer unter Palmen, Zedern und Pinien gibt es immer noch und ist sogar zugänglich. Das Anticamperschild muss man ja nicht gesehen haben. Und früh hatte es sogar 11° im Auto. Nur blöd, dass in der Dämmerung ausgerechnet hinter meinem Auto ein Zeitungslieferant seine Zeitungsbündel abladen musste und eine Vogelfreundin nen halben Zentner Getreideschrot ausstreute, was 100 gurrende Tauben anlockte. Eigentlich hätte ich in Italien im ligurischen Küsten-Bergland Orchideen suchen wollen, es fing aber mit Überquerung der Grenze an leicht zu regnen. Also fuhr ich durch und kam halt eher heim. Schnee kam am Gardasee schon runter bis 500 m, das wurde nach Norden hin besser. Erst um den Brenner schneite es wieder ein wenig und hatte unter 0°. In AU und D waren die Niederschläge noch nicht angekommen, der Föhn aber schon zusammengebrochen.

Die Orchideen
Ganz im Süden war noch sehr wenig los, die angrenzenden Corbières kühlen wohl. Bei Torreilles (Perpignan) sah ich zwar 1000e Rosetten, aber erst 3 aufblühende Ophrys forestieri (Ex-lupercalis).
Am Cap Leucate waren nur die ersten Barlia in Blüte. Bei Marseille gab es schon reichlich Barlia und O. forestieri, dazu auch einige Ophrys sphegodes massiliensis. Von allen war nicht mal die Hälfte der Pflanzen offen, viele hatten noch nicht einmal hochgetrieben. Ein spätes Jahr trotz mildem Winter. Die erhoffte O. arachnitiformis sah ich reichlich – als Rosette. Ich konnte auch einen Bestäuber von massiliensis fotografieren und fangen. Die Art steht bei Marseille zwar überwiegend schattig, irgendwann kommt aber meist auch die Sonne mal hin. Das scheint das Zeitfenster für Bienen zu sein. Ein Fruchtstand vom Vorjahr zeigte, dass offenbar alle Blüten bestäubt waren. Auch bei ziemlich schattig stehender arachnitiformis (?) fand ich solch einen Samenstand. Bei Bandol gab es häufiger massiliensis, hier steht sie auch schon mal sonnig. Wohl wegen dem tonigen Boden. Auch bei Nizza stehen die Pflanzen teils schön sonnig – auf Flysch. Bei Blausasc gab es doch tatsächlich mehr als vor 13 Jahren, da hat sich nichts verändert. Mindestens 70 blühende sah ich dort. Allerdings auch einige, die großblütig waren und bei uns locker als sphegodes s.str. durchgingen. Am Rückweg hätte ich noch gern ein paar Spinnenragwurz-Blüten vom Gardasee im Vergleich zu massiliensis gesehen, an einer mir bekannten Stelle war aber noch nichts offen. So wurde sie mit Abstand die meistfotografierte Art dieses Urlaubs. Die Mastorchis blühte bei Nizza schon bis in 600 m Höhe, im Tal bei 200 m waren dagegen nur wenige offen.

Eine Legende schenke ich mir bei gerade mal 3 Orchideenarten, sollte jeder erkennen. Nur wieder der Hinweis: Die Tafeln lassen sich wieder auf HD vergrößern.

Schöne Grüße,
               Helmut.


 DE INTERÉS



FOTOS - PHOTOS